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Xayra, Part 7 oder: KeinHirnHasen

Der Titel: Xayra
Der Schreiber: lalalu22334
Das Genre: Pappdrama Fantasy

Die Handlung: Rebellin Xayra ist eine Sue, Prinzchen Drake ist ein badboy(TM). Can I get any more obvious? Aus Gründen von Baum gehen sie nun zusammen auf Missionen, gegen die die 'Fünf Freunde und Du'-Bücher die Hood in der Bronx sind.
Die Charaktere: Weil Recherche anstrengend ist, verfällt Xayra in die absurdesten Übersprungshandlungen, die sie Pläne nennt, und ihr Vertrauen zu Drake ist südlich vom Bauchgefühl begründet. Drakes Charakter besteht aus überheblichen Sprüchen und seine Motivation liegt ebenfalls in Xayras Höschen. Angeblich ist irgendwo ein bösewichtiger Bösewicht.
Der Stil: Eine Horde Flüchtigkeitsfehler streift durch die Absätze, die gelegentlich die Zeichensetzung, Rechtschreibung oder Grammatik oder eine beliebige Kombination davon zerrütteln. Die Ich-Perspektive kommt in einer Geschmacksrichtung, nämlich 'Bratze'.

Part 1, in dem der Konflikt von Disneys Robin Hood aufgewärmt wird
Part 2, in dem zwischen den Protagonisten die Chemie aufkommt, wenn man darunter, uh, ‚Festkörperreaktionen‘ versteht
Part 3, in dem Erpelboy ganz dolle sauer auf Daddy ist
Part 4, der komplett ein Folgefehler von Part 2 ist
Part 5, in dem das Duo Desastre einfach nicht unter der Erde bleibt
Part 6, in dem Erpelboy den Pfadfindern beizutreten versucht



Willkommen zurück, liebe Freunde der Schlängeligkeit!
Im letzten Teil haben wir mit Schrecken großem Bedauern Schadenfreude verfolgt, wie das erste Mal in dieser Geschichte jemand vernünftig gehandelt – und, you know, überhaupt nennenswert gehandelt – hat, indem Erpelboy bei seiner Willkommensparty bei der Pfadfindertruppe Armenviertel Nordwest von Daddy Lowcarb als Spion und Pfand einkassiert wurde. Als Bonus kriegen wir damit LowCarbs Enttarnung als dümmste Spionin aller Zeiten. Mal sehen, wie sie sich da wieder rausreden möchte. Oh, sagte ich reden? Ich meinte jammern.





Kapitel 13: Xayra

"Tatsächlich mag ich es gar nicht zu denken. Ich denke, viele denken, dass ich gerne viel nachdenke. Das tue ich nicht, ich mag es überhaupt nicht, nachzudenken.“
- Kanye West



Offenbar ist in Apfelbeerenland September, denn es beginnt das Whine-Fest par excellence und LowCarb ist Ehrengast.

Wie kann eine Rebellin, die schon ihr ganzes Leben lang gegen das Regime kämpft nicht bemerken, wenn der verdammte Prinz direkt vor ihr steht?!
Das scheint mir ja beinahe wie aus einem schlechten Buch…

Ich glaube fast, jemand wollte witzig sein, hat aber aus Versehen voll ins Schwarze getroffen. Einsicht ist der Weg zur Besserung!

LowCarb ist pissig, weil sie seit der peinlichen Offenbarung nur zu Hause herumsitzt und den Herren der Schöpfung bei der Arbeit zuguckt. Der Gedanke, dass Erpelboy in Wirklichkeit gar nicht an ihrem Arsch angenehmen Charakter interessiert war, sondern zu Infiltrationszwecken gelogen haben könnte, plagt das Ego unserer Sue erheblich. Natürlich tritt Badfic-Regel #14 in Kraft, dass nichts so verlässlich ist wie das Bauchgefühl der Sue, aber bei LowCarb habe ich den drängenden Verdacht, dass es weiter südlich angesiedelt ist.

„Wie weit seid ihr, Jungs?" frage ich die Acer-Brüder, im Versuch mich nicht mehr länger mit diesen verwirrenden Gedanken zu plagen.



Dideldum und Dideldei haben zwar bisher keinen nennenswerten Charakter gezeigt, aber LowCarb hackt ein bisschen auf dem kleinen Taylor herum, damit Erpelboy dem Leser gegenüber besser dastehen kann.

Er redet nicht viel, was ihn positiv von der prinzlichen Rotznase abhebt, aber scheint trotzdem alles zu beobachten. Im Gegensatz zu mir, die die Beobachtungsgabe einer Dose eingelegter Sardellen und den Gefahreninstinkt eines überfahrenen Eichhörnchens an den Tag legt. Er ist auch nicht gerade die angenehmste Gesellschaft. Anstand ist für ihn etwas Überbewertetes, was ich nur sexy finde, wenn der Kerl adelig und reich ist.

Troy, Alabama kommt draus vom Walde her und ist auch pissig, diesmal über die ganzen Kontrollen im Viertel. Gee, woran könnte das nur liegen?

[ ] Evil McSnevil ist ein paranoider Tyrann
[ ] Es ist ein Unruheviertel mit vermutlich hoher Verbrechensrate
[ ] Bekannte Rebellenaktivität in der Stadt
[ ] Der Prinz, der sich gerne mit der Unterschicht abgibt, ist verschwunden
[ ] Alles oben Genannte
[x] ABSOLUT RÄTSELHAFT?!




LowCarb Senior kommt auch mal wieder vor und berichtet, dass Erpelboy nach seiner Ische verlangt. Wie ein gutes Weibchen springt LowCarb sofort.

Schwungvoll stehe ich auf und laufe in die Küche. Dort schnappe ich mir ein Tablett und lege ein Stück Brot, einen Apfel und ein Glass Wasser drauf.
[...]
„Ich bringe unserem Gefangenen sein Essen und wer weiss, vielleicht erzählt er ja mir etwas Nützliches."

Abzüge in der B-Note, weil sie ihm kein Sandwich schmiert *notier* Warum die Armenleute im Armenviertel Glaswaren besitzen und diese auch einfach so zusammen mit einem Metalltablett einem gefährlichen Gefangenen an die Hand geben, wird nie erklärt. Ich meine, wir wissen, dass Erpelboy dämlich wie ein Holzlöffel ist, aber ein Spion mit etwas Grips und einem Haufen Freizeit könnte damit eine ganze Menge anfangen.


Ich nähere mich entschlossen der Zelle und der Person, die sich dort befindet.
Drake sitzt ganz hinten im Kleinen Raum, der etwas spärlicher eingerichtet war als der Blaue Salon oder die Runde Stube, und hat dem Rücken an die Wand angelehnt.

Die Beschreibung und von der Autorin zweifellos damit verbundene Vorstellung lässt sich mehr oder weniger nahtlos mit einem Bildzitat ersetzen.



Erpelboy hat seinen üblichen Flirty-Modus an und suhlt sich im Selbstmitleid. Ich stelle mir vor, dass er genauso mit LowCarbs Papa beim Verhör geredet hat:
„Welche Informationen habt Ihr weitergegeben?“
„Ach, mein Süßer, als ob ich eure kleinen Abenteuer daheim angeben würde. So macht es viel mehr Spaß! Das bleibt unser kleines Geheimnis ...“


Plötzlich fängt er laut und ironisch an zu lachen. „Du glaubst wirklich, dass sich mein Vater um mich kümmert." [...] „Und bevor du fragst; Nein, ich habe keine Ahnung, wieso sie hier sind. Wahrscheinlich hat mein Vater nun auch noch das letzte bisschen klaren Verstand verloren." fügt er noch schulterzuckend hinzu.



An dieser Stelle fällt mal wieder auf, wie unheimlich böse Evil McSnevil ist. Ich meine, dieser Level an Anti-Bildung und Anti-Wissen in seinem Sohn kann kein Zufall mehr sein, der muss ihn absichtlich derartig fürs Leben gebrandmarkt haben, dass er sich nicht einmal als Hofnarr qualifiziert!

Er ist immer sofort eiskalt wenn er vom König spricht. Seine Augen verlieren jegliches Fokussieren, Schaum kommt aus seinem Mund, ein einsames Tränchen funkelt und seine Mimik wird steinhart. So etwas kann man nicht vortäuschen.





Friss Mist, LowCarb.


Damit ihr Macker neben ihr nicht aus Versehen intelligent aussieht, haut Erpelboy gleich noch einen raus, dass die Wände wackeln:

„Ich mag zwar der Prinz von Aronia sein, aber ich gehöre definitiv nicht zur Elite."


„Ich habe den grössten Teil meines Lebens beim normalen Volk verbracht. Ich habe zusammen mit Bauern, Arbeitern, Bettlern und allerlei anderen Bevölkerungsgruppen getanzt, wenn es heiße Weiber waren, über sie und ihren mangelnden Sinn für Mode gelacht, mit ihnen gekämpft, wenn ich es lustig fand, dass sie gegen mich keine Chance hatten, getrunken, gestritten, gefeiert und manchmal, wenn ich mich besonders großzügig gefühlt habe, mich offscreen ein bisschen mit ihnen unterhalten.“

Ernsthaft, ich stehe vor diesem Haufen Dünnschiss und frage mich, wo ich überhaupt anfangen soll aufzuarbeiten, was an dieser Aussage, der dahinter stehenden Einstellung und Erpelboys Illusion postkolonialen Ausmaßes alles so dermaßen ins Klo greift, dass es zum bequemen Gullideckel der Bequemlichkeit im königlichen Badezimmer wieder rauskommt.


Erpelboy. Drake. Setz Dich hin und halte fünf Minuten die Klappe, bevor ich sie Dir mit Heißkleber stopfe. Ich möchte Dir jemanden vorstellen.


Cedric alias "Little Lord Fauntleroy" ist bei Deinem „normalen Volk“ aufgewachsen und hat ihr Leben geteilt – und zwar rund um die Uhr. Er hat dort seine Freunde, die wirkliche Charaktere sind und keine wandelnden Brüste, die sich beim Tanzen an Dir reiben. Er wertet weder sie noch seine neuen Freunde ab, als er einen privilegierteren Lebensstil führt, und behandelt sie stets als gleichrangig. Er setzt sich mit ihren Ideen und Idealen auseinander, soweit er es für sein Alter kann. Natürlich spielt Cedric hauptsächlich mit den Leuten und unterhält sich mit ihnen, aber er ist ein Kind! Und darüber hinaus hilft er den Bedürftigen und überzeugt seinen Großvater, die Lebenssituation der Pächter insgesamt erheblich zu verbessern.

Auf der anderen Seite stehst Du, Erpelboy.
Du wohnst im Schloss und bist dort sehr wahrscheinlich auch aufgewachsen. Du hast Bedienstete, die Dir den Arsch nachtragen, und Wachen, die auf Dich aufpassen. Du hast für niemanden in der gesamten Geschichte Interesse aufgebracht außer Dich selbst oder sekundäre Geschlechtsmerkmale des anderen Geschlechts. Du machst Dich in Gedanken und Taten über die Leute um Dich herum lustig, wo es nur geht, und wenn sie schwächer sind als Du, vermöbelst Du sie auch gerne noch. Was Du mit Deinem sogenannten „normalen Volk“ geteilt hast, sind … Feste. Glückwunsch, Du hast die Leute mit Deiner hochheiligen Anwesenheit beehrt und ihnen mit Deinen Liedchen Mut zugeträllert, bevor Du ins warme Heiabettchen zurückgeschlüpft bist! Du musstest keinen Tag im Leben arbeiten, hast offenbar keine Qualifikationen außer denen eines Schlägers und vernachlässigst selbst repräsentative Pflichten, wo das unangenehmste vermutlich ist, fünf Minuten am Stück die Fresse zu halten. Du erkennst niemandes Probleme an außer Deinen eigenen. Du hilfst niemandem außer Dir selbst. Du setzt Dich für niemanden ein außer Dich selbst. Du nutzt Deine Ressourcen für niemanden außer Dich selbst – und was Du für LowCarb tust, tust Du, damit Du besser bei ihr landen kannst.

Jede weiße, able-bodied allocishet Berühmtheit, die sich jemals in chicen Safariklamotten und mit Ray Ban in Afrika medienwirksam mit kleinen, braunen Kindern hat ablichten lassen, hat mehr für die Armen und Benachteiligten getan als Du, wenn auch nur eine Person deswegen auf Probleme aufmerksam geworden ist. Und, ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, das ist eine relativ niedrige Latte, die Du da im Profi-Limbo unterwanderst.


„Deshalb mein Sonnenschein, habe ich kein Interesse daran auf irgendein Bankett zu gehen, ich breche viel lieber mit einer schönen Frau in die Militärbasis von Fernil ein."

Der einzige Grund, dass Du nicht das privilegierteste Stück egoistischer Scheiße bist, das ich seit langem verrissen habe, ist, dass Balea es über die Schläger-Phase hinaus bis zur Krönung geschafft hat.


Und jetzt brauche ich echt einen Drink





...

Dummerweise ist noch etwas vom Kapitel übrig.

LowCarb glaubt ihm jedes Wort, will die anderen überzeugen und kann sich gerade so davon abhalten, die Gitterstäbe zu vögeln. Dann haben die Gebrüder Grimmig den Code geknackt, damit die Handlung weitergehen kann.


„ Also auf dem Zettel steht: ‚Setzt die nächste Phase des Plans um, nur so, falls ihr das letzte Memo, das genau dasselbe ausgesagt hat und nicht verschlüsselt war, nicht bekommen habt. Erhöht die Kontrolle im Salix-Viertel. Ich will wissen wer dort ist, was sie dort zu suchen haben und wann sie dort sind.' Man kann nicht gerade viel damit anfangen, aber immerhin."

Wow, das war sowas von wert, das zu verschlüsseln. Ich meine … Phase zwei ist Alarmstufe zwei mit Augenmerk auf die Slums aka Problemviertel. Wer hätte das ahnen können?

„Wir haben den Brief in der Militärbasis gefunden. Damals haben wir den Prinzen noch nicht gefangen genommen. Wenn die Wachen also seit ein paar Tagen hier sind, um das Viertel zu überwachen und alles zu protokollieren, dann bedeutet dass, dass sie nicht nach Drake suchen, sondern lediglich den Plan des Königs umsetzten!" unterbreche ich aufgeregt das Gespräch der anderen.

Ich weiß, ich biete sonst Arschloch-Äpfel an, aber ...

Hier, für die Augen. Weil ihr offenbar alle blind seid, dass ihr die plötzlich erhöhte Wachenaktivität in eurem Viertel nicht bemerkt habt, ihr Klappspaten.

LowCarb wirft ein, dass Erpelboy ja kein Spion sein kann, weil sonst schon ein Batallion Wachen bei ihnen eingerückt wären. Ja, fast als wäre das eine beschissene Idee gewesen, sich zu seinem Hauptquartier verfolgen zu lassen, eh?


„[… S]tellt euch die ganzen Vorteile vor, die wir haben, wenn der Prinz von Aronia höchst Persönlich unser Verbündeter ist!" Versuche ich die Anwesenden weiterhin von Drake zu überzeugen.

… oder als Geisel. So, als weniger gefährliche Maßnahme, mit eurem vorbereiteten Kerker und allem.

„Es ist zu gefährlich! Er ist unberechenbar." bringt Troy als Gegenargument, welches mit einem zustimmenden Nicken von Taylor unterstützt wird.


Aber weil sich LowCarb Senior ein oder zwei Dinge von Evil McSnevil abgeguckt hat, nimmt er die undemokratische Route und bestimmt einfach, dass sein Töchterchen voll Recht hat.

„Wir werden Drake Beaufort die Chance geben sich uns anzuschliessen und uns gegenüber loyal zu sein. Er wird nie unbeaufsichtigt sein, weil wir ihm eine Nanny mitgeben, die ihm Gute-Nacht-Geschichten vorliest, und ihm werden auch keine wichtigen Informationen wie die Teilnehmer der Rebellion, ihre Gesichter oder ihre Aufenthaltsorte und die Lage des Hauptquartiers übermittelt. Er wird nicht dem Inneren Kreis angehören und kriegt auch keine hübsche Uniform mit den pinken Sternen auf der Schulter, er wird lediglich unsere Aufträge ausführen und uns helfen das Regime nicht nur von aussen, sondern auch von Innen anzugreifen."

… Junge, ihr seid die Volksfront von Judäa judäische Volksfront Rebellion im eigenen Land, das ist von innen.

Auf jeden Fall finden das jetzt einige Leute nicht so knorke, was ich sehr gut verstehen kann. Die Konsequenz, nämlich auszusteigen und ihre eigene Rebellion mit Blackjack und so weiter aufzubauen, ziehen sie natürlich nicht, denn das wäre ja irgendwie clever. Vielleicht denken sie sich auch, dass Erpelboy eh ihre Gesichter gesehen hat und sie heimlich Ressourcen für die Flucht ins Ausland abgreifen können, bevor alles den Bach heruntergeht. Ich meine, selbst wenn Erpelboy total nett ist, er ist immer noch der freaking Prinz. Wenn König Evil McSnevil den leisesten Zweifel – oder, you know, Sorge – hat, kann er den Jungen beschatten lassen wie keinen zweiten. Verdammt, er sollte ihn längst beschatten lassen, wenn er sich so gegen die Bodyguards wehrt!


„Sollte der Prinz uns auf irgendeine Weise hintergehen, werden wir ihn ungeachtet der Konsequenzen töten, denn es dann irgendwie sinnvoll zu nutzen, ihn als Geisel nehmen zu können, um die schlimmsten Folgen abzumilden, wäre sinnvoll und das ist gegen unsere Prinzipien."



Kapitel 14: Drake

Der Schreiberling meldet sich mit einer Extra-Durchsage:
Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Ich mache bei einem Award mit.
Erstaunlicherweise ist nicht der ‚Biggest Bullshit I`ve Ever Had The Misfortune to Get Near‘-Award, sondern der „Undiscoverd Award 2018". Oh ja, wie ich mir wünschte, ich hätte das Elend hier nie entdeckt!

„Der Scheiß hängt mir so zum Halse raus, dass ich nicht einmal mehr Lust habe, dämliche Zitate herauszusuchen.“
- ein Python



Erpelboy sitzt in seinen neuen vier Wänden mit den hübschen schwedischen Gardinen und langweilt sich. Erstaunlich, dass er wegen mangelnder Abfrage durch weibliche Reize noch nicht in den Hibernate-Mode gegangen ist.

Wie aus dem Nichts, muss ich plötzlich an meinen Bruder denken. Vincent macht sich bestimmt sorgen, dass mein dämliches Verhalten mal Konsequenzen hat, die nicht nur mich ruinieren, sondern meine ganze Rest-Familie gleich noch dazu ... Ich muss mir noch irgendeine Ausrede einfallen lassen, die ich ihm auftischen werde, falls Xayra es schafft mich hier raus zu bekommen.

Sein Bruder ist viel zu gut für ihn. Da habt ihr‘s, es ist canon.
Die müssen aber auch ein verdammt solides Gefängnis in dem Keller gebaut haben, dass Mighty McBitchfit da nicht einmal versuchen muss, auszubrechen. Was, haben die Fertigbeton aus dem Baumarkt geholt? Unauffällig ein paar Eisenstangen aus monatelang aus den Pflastersteinen geklaubten Hufnägeln schmieden lassen?


Vor meiner Zelle steht der blondhaarige Miesepeter, der mich zusammen mit dem Rotschopf hier unten eingesperrt hat.
Wie war nochmal sein Name? Toy? Moy? Boy?

Ey, das ist mein Job, sich über seinen Namen lustig zu machen!


Neben Boy Toy Troy ist auch LowCarb angedackelt und die beiden arbeitsunfähigen Hirnakrobaten öffnen Erpelboy die Tür.


Oben angekommen führen sie mich in das Wohnzimmer, welches anscheinend gleichzeitig auf eine Art Hauptzentrale oder Besprechungsraum ist, außerdem ein öffentliches Bad, das Stadtwaisenhaus und die offizielle Begegnungsstätte für unterdrückte Mehrheiten unter dem Terrorregime von König Evil McSnevil.

Warum haben Fantasy-Häuser auch in Armenvierteln eigentlich so viele Räume? Müsste es sich nicht irgendwann herumsprechen, dass in ärmeren Gesellschaftsschichten mit begrenztem Raumangebot bei gleichzeitig hoher Menschendichte in sozialen Kerneinheiten Innenwände nicht das effektivste Mittel sind?

Whatever, LowCarbs Daddy hat seinen großen Auftritt vor Erpelboy, der allerdings damit beschäftigt ist, auf die Titten von dessen Tochter zu sabbern. Entweder merkt Daddy das nicht oder er hat vor Verzweiflung sein Gehirn in den Abort gespült, denn er verkündet nach langem Tagen sein Richturteil: Erpelboy muss mitmachen.

„Hast du mich verstanden?" fragt der grimmig dreinschauende Mann vor mir nach, da ich nicht reagiert habe. Zu sehr war ich in Gedanken noch bei seiner hübschen Tochter.
„Ja natürlich, helfen sonst tot." fasse ich schnell für ihn zusammen.




Jap.

Erpelboy: „Hey, kann ich hier mitmachen?“
LowCarb: „Wir sind Rebellen.“
Erpelboy: „Jo, und ich bin der Prinz.“
Rebellen: „Was?!“
Erpelboy: „Ihr könnt mir vertrauen!“
LowCarb: „Wir können ihm vertrauen!“
Rebellen: „Sag das doch gleich! Willst ‘n Snickers?“


Wir spulen zwei Wochen vor.

Ich dachte, wenn ich ein Mitglied bin, bekomme ich Aufträge, die ich zusammen mit Xayra erledigen kann.

Das ist genau der Grund, weswegen Lehrer gewisse SchülerInnen nicht mit ihren Kumpels zusammen in eine Arbeitsgruppe lassen. Und mit was? Mit Recht. Erpelboy beweist gleich noch, dass es eine richtig gute Idee war, ihn mitmachen zu lassen, weil er tatsächlich einfach so bei denen aufgeschlagen ist, um nachzufragen. Seht meine Überraschung! Er hat ja vorher so gut auf Pläne und Befehle geachtet.

„Bist du krank, kleiner Bruder?" höre ich plötzlich Vincents Stimme direkt vor mir.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Sein Bruder ist viel, viel zu gut für ihn. Er macht sich nämlich wirklich Sorgen, weil Erpelboy nicht wie sonst die Biege macht.

Keine Stunde später befinde ich auf einem Fest die Qualität des angetretenen Weibsvolkes für gerade so gut genug zum Betrachten, wofür es statt findet, weiss ich nicht. Gut gelaunt tanze ich in der Menschenmenge und geniesse seit langem mal wieder eine entspannte Atmosphäre. Als eine Frau kommt, um mit mir zu tanzen, weise ich sie ohne wirklich nachzudenken sofort ab. Daraufhin entfernt sie sich enttäuscht.


Ich brauche da echt professionelle Hilfe, um diese Analyse zu machen. Was will uns der Schreiberling damit bloß sagen? Was ist los mit Erpelboys Charakterisierung (und ich benutze den Begriff lose)? ... oh Mann, ich weiß ja, dass er es mit Selbstreflektion nicht so hat, aber das hier? Das ist lächerlich!

Was zu Hölle ist nur mit mir los? Ich ignoriere hübsche Frauen und denke die ganze Zeit an Xayra?


Daraufhin spawnt LowCarb in der Menge. Weil auch sie sich so wahnsinnig gut an Anweisungen halten kann, von denen die gesamte Rebellion abhängt, verrät sie ihm ihre Mission (die offenbar wieder ein Fehlschlag ist, quelle surprise) und erklärt, dass sie ihm aus un-er-find-lichen Gründen vertraut. Klasse move, Spätzchen, das wird er sicher niemals ausnutzen.

Ich schnappe mir ihre Hand und ziehe sie zu mir zurück. Da ich dafür ein bisschen mehr Kraft als nötig benutz habe, prallt sie mit einem leisen „Huch" gegen meine Brust. [...]
„Du wolltest einfach gehen. Ich musste dich ja irgendwie aufhalten." verteidige ich meine Tat grinsend.


Freier Willen von Weibchen wird eh überbewertet, eh? Er will tanzen, sie nicht, also hand-küsst er sie in die Unterwerfung. Ich bin hoffentlich nicht die einzige, die die unglückliche Konnotation einer Metapher darin sieht …

„Ich... nein... ich kann nicht... weil... ich, also... stammelt sie nervös und bringt schnell einen grösseren Abstand zwischen uns, den ich aber ebenso schnell wieder verringere.

Haltet euch fest: LowCarb, Undercover-Spionin und Schlägerin, kann nicht tanzen.

Bingo!

Langsam beuge ich mich zu ihr herunter, worauf sie endlich von unseren Füssen aussieht.
„Entspann dich." flüstere ich ihr ins Ohr und drehe sie gleich darauf schwungvoll einmal um ihre eigene Achse, bevor ich sie wieder in meine Arme schliesse.
[...]
Wow... ich klinge ja beinahe so wie die Typen aus den Liebesschnulzen, die die Köchin im Palast immer liest. Ich habe ihr mal eines geklaut um zu sehen, was darin so spannendes steht ob auch geile Sexszenen drin sind, dass sie es nicht einmal beim Kochen weglegen kann und so mein Essen regelmässig versalzt. Naja schlussendlich hat sich herausgestellt, dass versalzenes Essen eindeutig nicht wert sind. Trotzdem habe ich sie nicht gefeuert, denn dazu habe ich keine Befugnis, immerhin ist sie eine Angestellte von meinem Vater, äh, ich meine: wo sollte sie so st hin? Ist ja nicht so, als ob Köche woanders als im königlichen Palast gebraucht werden und man für eine Anstellung bei Hofe gute Referenzen haben muss.

Aber, meine Lieben. Seid ihr bereit für das Money Quote?

Wie verzaubert betrachte ich die junge Frau vor mir fasziniert. In dem Augenblick will ich nur noch eins und ich bin fest entschlossen es auch zu bekommen.


NOT CREEPY AT ALL!

Erpelboy küsst sie und, als sie den Kuss erwidert, geht komplett smoochy-smoochy, was LowCarb offenbar zuviel wird, denn sie verdrückt sich.

Wie fandet ihr den Kuss? War er überraschend?
Wenn Du Romantik neu erfinden willst, aber TV-Tropes sagt Neeein.


Nächstes Mal erreichen wir Halbzeit, also schnallt euch an und bringt am besten eure geblümten Schüsseln mit! Ab jetzt kann es eigentlich nur noch schlimmer werden.

Tags: fandom : original : 501-550, genre : mary sue/gary stu : 1001-1050, jaeger : pfuetzenpython, verrisse : 1651-1700
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