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Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe oder Juli und der Märchenprinz Teil 5

Titel der Geschichte: Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe
Fandom: Game of Thrones Game of fairy tale's
Name des Verbrechers Autors: terisha007
Der uninspirierte Plot: Juli – die älteste Tochter von Eddard Stark dem Listigen – trifft ihren Märchenprinzen Jaime, der sich leider in den Klauen des bösen Ungeheuers Cersei befindet. Hat ihre tragische Liebe eine Chance?
Antiqualität der Charaktere: Juli ist eine perfekte Mary Sue, Jaime Lannister wird zu einem tragischen missverstandenen Märchenprinzen degradiert, seine Schwester Cersei ist die pure Bosheit in Person und der Rest mutiert zu austauschbaren Pappaufstellern, die zufälligerweise die Namen der GoT – Charaktere tragen. Eddard Stark ist listig. Und impulsiv.
Entnervende Macken im Stil: Juli ist so wunderschön. Juli ist so herzensgut. Juli ist ja ach so schlau. Juli hier, Juli da. Und als wäre Juli nicht schon omnipräsent, werden ihr auch noch einfach Szenen und Handlungsstränge anderer Charaktere zugeschanzt. Ausführliche Beschreibungen – gleich, welcher Art, sucht man im Text vergeblich (außer sie dienen dazu Juli zu huldigen), fließende Übergänge existieren nicht.
Die Zeitform und Erzählperspektive legt so manchen seltsamen Sprung hin.
RS/G-Fehler: Okay.
Mehr oder weniger Positives: Die Autorin hangelt sich stark am Serienkanon entlang, was einerseits allzu große Fehler verhindert, andererseits manchmal etwas unkreativ scheint ist.

Achtung! Im Verriss sind Spoiler für die GoT – Staffel 1 & 2 enthalten.

Teil 1, wo Eddard Stark der Listige eine Tierhandlung besucht.
Teil 2, wo eine Partie Halma beinahe tödlich endet.
Teil 3, wo Sansa ihren Schattenwolf auf ihren Schwarm Joffrey hetzt.
Teil 4, wo arme unschuldige Vasen zerdeppert werden.



Was bisher geschah:
Juli und ihre Anhängsel hängen noch immer in Königsmund herum. Märchenprinz und das böse Ungeheuer Cersei zicken sich an, der Serienplot wird in Ruhe abgegrast, und Juli … Nein, einfach nur nein!


5. Verspreochen, noch schlimmer geht immer

Unsere liebreizende Juli irrt nun schon seit einiger Zeit in Westeros herum, in der Hoffnung Pappaufsteller Nr. 40765 aka Robb Stark und seine Armee aus Pappaufstellern zu finden,
denn es wimmelte überall von nicht näher definierten Gegnern.

Natürlich leidet Juli auch ganz und gar tragisch vor sich hin, weil Gewissensbisse aufgrund ihres Versagens, schlimmen Albträumen des Nachts und so …

(Und auch ganz zurecht, denn schließlich ist sie ja hier die Hauptleidtragende und nicht ihre Schwestern, die sich mutmaßlich in den Klauen der böhösen Lennisters befinden, und eigentlich Julis Schutz und Verantwortung anvertraut wurden.
)

Leah, die Schattenwölfin aus der Tierhandlung leistet ihr bei der Reise Gesellschaft und dient Juli zudem auch als Kopfkissen. Praktisch nicht?

Sie kuschelte sich an das Fell des Wolfes […] und glitt in einen unruhigen Schlaf.

Plötzlich war das warme Fell von Leah weg […] was sie hochschrecken ließ. […] Rascheln in den Blättern des Gesträuchs und Männerstimmen bestätigten Julynes Verdacht – man hatte sie gesehen […]

(Ach, und ein Schwert hat sie auf einmal auch noch dabei, weil Sinn und Logik äh starke Frauenfigur oder so …)

Zeit für Fragerunde Nummer 1:

Wer stört unsere liebreizende Juli in ihrem Schönheitsschlaf?

A) Ein verwirrtes Wildschwein, das Juli irrtümlicherweise für etwas zu Fressen hielt

B) Der Wind, der Wind, das himmlische Kind

C) Eine Gruppe harmlose Pilzsammler

D) Die Pappaufstellerarmee des Pappaufstellers Nr.40765, inklusive lüsternes Grinsen und
DER Theon

Und … Überraschung es ist Antwort D!

(Wer jetzt A oder B wählte scrollt bitte wieder nach oben und liest den ersten Absatz nochmal. Und an alle die C wählten – Glaubt ihr wirklich, dass ausgerechnet dies den Plot voranbringen würde?)


Die ersten Männer schritten auf die kleine Lichtung […] und sahen sie überrascht an. Dann breitete sich auf ihren Gesichtern ein lüsternes Grinsen aus und Julyne wusste sie war verloren.

Warum? Warum müssen denn immer gleich alle* Männer als abartige und/oder verblödete Vollidioten dargestellt werden? Es nervt!
Jahaa! Wir haben's verstanden, Juli ist sooo toll, und sooo schön und sooo perfekt, das niemand ihrer würdig ist, außer dem gottgleichen Märchenprinz. Und jahaa! Nur er, er allein ist der einzig wahre und gute und reine und tollste Mann auf der Welt, es gibt keinen Besseren als ihn.
Und oh, die arme, die arme Juli, die muss ja so viel erleiden … 'Schnief' Moment, mir sind die Taschentücher ausgegangen.

Verdammte Erkältung.

* Die einzigen Ausnahmen bilden wohl nur nahestehende Verwandte, Personen – die dem Plot auf irgendeine Art und Weise nützlich sind und die, die Autorin mag, sowie natürlich das Schwarmobjekt. Und all die sind auf ihre ganz eigenen Art und Weise nur zum Kopf auf die Tastatur knallen.

Was soll es, machen wir einfach weiter …


Julyne legte den Kopf schief. Theon? War es etwa DER Theon?

Und er war es wirklich. Theon Graufreuds Gesicht erstarrte als er sie erblickt, erhellte sich aber dann.

Wiedersehensfreude, Austausch von Neuigkeiten und so …
Zwar gibt es keine News aus Königsmund, dafür aber das Hauptlager von Robbs Truppen irgendwo in der Nähe.


Zwei Tage später war es dann soweit, sie erreichten das Lager. Die vielen kleinen Zelte scharrten sich um ein großes graues Zelt und genau zu diesem Zelt preschte Julyne mit ihrem Pferd, Leah hinter ihnen her. Die vielen Männer im Lager starrten ihr verwirrt nach.

Zwei Tage später war es dann soweit, sie – Juli, DER Theon und die restlichen Pappaufsteller äh Männer, erreichten das Lager, oder das was DER Theon wohl für das Lager hielt. Denn wie es Juli schien, befanden sie sich zwischen den Resten eines ehemaligen und wohl aufgegebenen Bauernhofes. Die verfallene Scheune, mit dem halb eingestürzten Dach machte einen traurigen Eindruck, genau wie der Stall mit den vielen Rissen im Mauerwerk und die kleinen mit Unkraut überwucherten ehemaligen Gemüsebeete. Nirgendwo waren Zelte zusehen, weitere Soldaten, Schlachtrösser oder auch nur irgendein Anschein eines großen Heerlagers. Es gab ja nicht mal irgendwelche Anzeichen für ein lebendiges Wesen, bis auf die zehn Hennen im braunen Federkleid, die auf dem schlammigen Erdboden nach Regenwürmern scharrten.
Juli wollte gerade zu einer Frage ansetzen, als DER Theon ihr zuvor kam, indem er den Männern das Zeichen zur Umkehr gab und dabei etwas ähnlich klingendes wie „Orientierungssinn war noch nie meine Stärke“ murmelte.
Nach einer siebentägigen Reise, wobei sie vier weitere falsche Ziele anritten, erreichten sie endlich das Heereslager. Zumindest hoffte Juli, dass es das richtige war, denn bei ihrem Glück könnten sie wohl auch gleich auf das gesamte Lennister Heer stoßen.
Es war schon schlimm genug gewesen, als sie
sich urplötzlich vor den Toren von Harrenhal befanden und nur ein schneller Rückzug sie vor der Entdeckung von Gregor Cleganes Männern rettete, oder dass sie auf der einen Waldlichtung, von einem Rudel wilder Wölfe beinahe umzingelt wurden, worauf sie ebenfalls gezwungen wurden, das Heil in der Flucht zu suchen.
Von der Horde aufgebrachter Dörfler, die sie aus
einem Dorf verjagten – sie hatten wohl schon so manche böse Erfahrung mit diversen Armeesoldaten gemacht, und von dem Pfad, der einfach abrupt endete – am Ende des Weges war einfach nur ein großes Erdloch gewesen, wollte sie gar nicht erst reden.
Aber dieses Mal besaßen sie Glück, denn in der Nähe flatterte eine große weiße Fahne, dessen
graues Emblem Juli nur zu gut kannte – der Schattenwolf der Starks. Sie seufzte dankbar, dann ließ sie ihrem Blick suchend über die Masse aus Zelten schweifen, auf der Suche nach irgendeiner Art Empfangskomitee, dass ihr als hochrangige Lady aus dem Hause Stark ja wohl zustand, während DER Theon sich mit den Männern ein Stück von ihr absonderte, um irgendwas zu besprechen; ihre Stimmen drangen schwach, kaum verständlich zu ihr herüber.
Die Zeit verstrich langsam, niemand aus dem Heereslager sah zu ihnen herüber
und die Männer diskutierten noch immer. Also blieb Juli auf ihrem Pferd sitzen und bemühte sich einen erhabenen Eindruck zu machen, was sich aufgrund des wirren Haares, dem fleckigen Gewand und ihrer Erschöpfung als äußerst schwierig erwies.
Genau in dem Augenblick als ihr klar wurde, dass sie die Sache wohl selbst in die Hand nehmen musste, wandte sich DER Theon endlich zu ihr um.
„Der größte Teil von uns nimmt an, dass wir unser Ziel erreicht haben, also höchstwahrscheinlich.“
Höchstwahrscheinlich? „Also bitte, ich bin mir ganz sicher, dass wir unseren Zielort diesmal erreicht haben!“, fauchte Juli, „Siehst du diese Flaggen dort?“
„Natürlich, ich bin ja nicht blind, und was ist damit?“
„Schlaue Menschen und hoffe doch, du gehörst dazu, werden wohl an Hand von
diesem Zeichen erkennen, dass dies unser gesuchtes Ziel ist oder nicht?“
Den Blick den ihr DER Theon daraufhin zuwarf, hätte dem eines Vaters, der sich seiner kleinen Tochter zum wiederholten Male die Gefahren des Herdfeuers zu erklären genötigt fühlte, alle Ehre gemacht.
„Man kann nie sicher sein“, erklärte er, „solche Flaggen kann doch jeder aufhängen. Vielleicht ist dies alles nur eine gewaltige List von den böhösen Lennisters um unvorsichtige Stark-Loyalisten in ihre Arme zu locken und in einem dieser
Zelte sitzt vielleicht sogar Tywin Lennister höchspersönlich.“
Juli seufzte, fügte sich aber dann den Sicherheitsplänen der restlichen Männer.
Nur vorsichtig näherten sie sich den ersten Zeltreihen, Juli in der Mitte, die Männer mit gezogenen Waffen um sie herum gruppiert. Besser gesagt so wollten sie es machen, doch sie hatten ihre Planung ohne Julis nervöses Reittier gemacht.
Auf einmal raste die Schattenwölfin Leah heran, was Julis arme Stute vollkommen erschreckte. Wiehernd bäumte sie sich auf und raste los, querfeldein, mit ihrer völlig verdutzten Reiterin auf dem Rücken. Juli konnte sich nur noch an den Pferdehals klammern und verzweifelt beten den Ritt zu überleben.
Und so
preschte Julyne mit ihrem Pferd auf den matschigen Pfaden, vorbei an den vielen Zeltreihen, deren Besitzer meist nur gerade eben zur Seite springen konnten; nicht wenig derbe Flüche verfolgten Juli. Die jaulende Leah, die alles für ein wildes Spiel hielt, jagte hinter ihnen her. Kein Wunder, dass die vielen Männer im Lager starrten und ihr verwirrt nachsahen.

Genauso stürmisch wie ihr Ritt durch das Lager ist auch ihr Eintreten in das Zelt ihres Bruders; denn sie drängelt sich einfach an den überaus fähigen Wachen vorbei.
Und zum Glück von Juli hält Robb gerade keine wichtige Besprechung oder beschäftigt sich mit Dingen, wobei man ungern von der hereinstürmenden Schwester gestört wird, sondern ist nur in ein geschriebenes
Schreiben vertieft, sonst hätte die Situation wohl schnell unangenehm werden können.

Nach einer Runde Begrüßungsfreude, kommen die drei Ts zum Einsatz – Tod, Trauer und Träne.

Robb senkte traurig den Blick […]
Eine Träne, aber auch wirklich nur eine!, lief Robbs Wange hinunter.
„König Joffrey hat Vater köpfen lassen.“

Tja, das überrascht mich jetzt nicht so besonders …

Nachdem die drei Ts genügend abgearbeitet wurden, Juli hat sogar einen ganzen
Tränenfluss vergossen, fällt es ihr endlich ein, sich nach ihren Schwestern zu erkundigen:

„Was ist mit Sansa und Arya?“
Robb schüttelte nur hilflos den Kopf.
„Ich weiß es nicht. Doch Sansa ist die Verlobte des Königs, sie wird sicher noch leben.“

Ein wenig Selbstmitleid später …

„Doch wir haben auch einen Trumpf im Ärmel, musst du wissen.“

Und weil ich gerade in Fragelaune bin, kommt hier Frage Nr. 2:

Was ist dieser geheimnisvolle Trumpf?

A) Lord Varys, der heimlich für die Starks arbeitet, Spionage und so, ihr wisst schon …

B) Daenerys Targaryen, samt der drei Drachen und Armee – die neue Verbündete der Starks

C) Jaime Lennister Der Märchenprinz

D) Sansa und Arya, die man auf magische Weise befreit bzw. wiedergefunden hat

Und … Überraschung! Es ist überraschenderweise Antwort C!

(Wer ist jetzt A, B oder D wählte, stellt definitiv zu hohe Ansprüche an den Plot.)


„Bei der Schlacht im Wisperwald habe ich einen wertvollen Gefangenen gemacht. […] Es ist Jaime Lennister.“

Juli erfährt, dass Robb zum König des Nordens ausgerufen wurde und Catelyn kommt von der Reise zurück, die sie eigentlich antrat um sich mit Renly zu verbünden.
Und Renly ist tot.

Ach, und Brienne die Lady Catelyn eigentlich begleitet, findet nirgendwo eine Erwähnung.


Jaime Lennister war noch immer ihr Gefangener, doch Julyne hatte ihn noch nie gesehen und wollte das auch gar nicht.
Äh was? Du hast ihn noch nie gesehen? Und was ist mit eurem Namenrate-Spielchen aus Kapitel 1 oder dem hoch romantischen Gartentreffen in Kapitel 3? Aber wenn du meinst, du hast ihn noch nie gesehen, dann stimmt dies wohl.

Ich phantasiere also, muss am nicht vorhandenen Fieber liegen.

So, nun genug der uninteressanten Fakten, schreiten wir lieber in der Liebesgeschichte voran:


„Mylady Stark, Lady Julyne, sie haben den Königsmörder wieder gefasst!“
Eine Wache kam in das Zelt […] und überbrachte ihnen die Botschaft. Cat erhob sich sofort […] „Komm mit, Julyne. Ich brauche deine Unterstützung, Robb ist noch in Burg Bruch.“

Moment! Dieses Szenario kommt mir doch irgendwie bekannt vor …

Ich ahne Übles.

(Außerdem stellt sich mir die Frage, weshalb Catelyn in dieser Angelegenheit unbedingt die Unterstützung ihrer Tocher braucht, man sollte doch meinen, ihre Person als ehemalige Lady von Winterfell und Gemahlin Eddard Starks, sowie Mutter des jetzigen Königs des Nordens verkörpere genügend Autorität, um diese Angelegenheit zu regeln, auch sollte sie über genügend eigene Erfahrung was die Handhabung solcherlei Art von Dingen anbelangt, verfügen, aber was weiß ich denn schon, Eddard Stark ist ja auch listig …

Ach, und noch eine kleine Anmerkung: Brienne fehlt ebenfalls in dieser Szene.)


„Es war töricht von ihm zu fliehen, er hätte wissen müssen, dass man ihn wieder fasst.“
„Mutter, er ist ein Lennister. Er glaubt er kann alles und lässt Taten sprechen.“
Wow, ein böses Wort gegen den strahlenden Märchenprinzen? Juli, jetzt überraschst du mich wirklich!

Die beiden Frauen drängten sich durch die Menge und sahen Jaime Lennister in Ketten am Boden liegen. Vor ihm stand Lord Karstark, hielt sein Schwert ihn der Hand […]

Alle bereit? Nun denn, lasst die Juli-Show beginnen:


Catelyn wollte etwas sagen doch Julyne kam ihr zuvor drängte sich einfach ins Geschehen, riss die gesamte Szene an sich und machte somit den Part ihrer Mutter überflüssig.

„Was soll das?“
Ihre klare Stimme übertönte das Stimmengewirr und das Geschrei. […]

„Lady Julyne, dieser Dreckskerl hat meinen Sohn mit einer Kette erdrosselt! Ich will Rache!“

July sah, dass er wütend war, doch auch sie war wütend.
„Das verstehe ich Ser, aber es gibt Euch trotzdem keinen Grund dazu einen verletzten Mann zu schlagen, der am Boden liegt. Außerdem seid Ihr nicht befugt dazu ein Urteil über diesen Mann zu fällen.“

Ah, wie … rührend. Die tapfere Juli eilt zur Rettung des armen gequälten Märchenprinzen und diesmal ganz ohne geklaute Sätze, dafür mit geklauter Szene.

Natürlich ist die Sache damit nicht einfach beendet, doch da wir ja eindeutig begreifen müssen, das dieser arme unschuldige Märchenprinz auf so bestialische Weise gequält wird, und dass die reizende holde Juli vollkommen im Recht ist, wird Lord Karstark nicht als Mann der außer sich vor Kummer und Trauer über den Tod seines Sohnes ist, und deshalb ein starkes Verlangen nach Vergeltung verspürt, wie in der Serie dargestellt, sondern als gewalttätiger Narr:


Lord Karstark kam mit erhobenem Schwert auf sie zu […]
„Ihr verteidigt den Königsmörder auch noch? Wärt Ihr nicht die Schwester des Königs, wärt ihr schon tot für diese Aussage!“

Oh, Catelyn darf auch endlich mitspielen, wie gnädig!
Jetzt schritt Catelyn ein […] „Ihr wagt es meiner Tochter zu drohen? Das wird ein Nachspiel haben.“

Lord Karstark verlangt es noch immer nach Rache, doch Juli weiß hervorragend wie man aufgebrachte, von Trauer getrübte Gemüter besänftigt:

„Ihr werdet nichts ohne die Erlaubnis des Königs tun. Oder wollt Ihr Hochverrat begehen und selbst Euren Kopf verlieren?“
Julyne lächelte ihn süffisant an.
Ein süffisantes Lächeln? Bist du sicher Juli, dass dies jetzt angebracht ist? Noch Herablassung zu zeigen, jemanden zu verspotten, der ohnehin schon gedemütigt genug wurde und von wildem Verlangen nach Rache erfüllt ist, einzig und allein noch zurückgehalten durch einen geschworenen Eid? Ein Verbündeter, dessen Unterstützung dein Bruder bzw. deine gesamte Familie noch braucht?
Vorsicht Juli, gekränkte Eitelkeit hat schon so manchen den Kopf gekostet ... 'Unauffällig auffällig Richtung Robb Stark guck'


Lord Karstark […] schien dennoch eingeschüchtert und trat den Rückzug an kehrte ihnen den Rücken zu.
Eingeschüchtert? Von einer dummen hochnäsigen Göre, deren einzige Autorität, von der Verwandtschaft ihres abwesenden Bruders herrührt?
Obwohl er von seinem Stand und Rang, sowie seiner Wichtigkeit und Nutzen weiß?
Scheint mir unwahrscheinlich … Aber was weiß ich denn schon, Eddard Stark ist ja auch listig.


„Bringt ihn wieder zu den anderen Gefangenen und nehmt so viele Ketten wie nur möglich um ihn festzubinden.“ Schäm' dich Juli! Glaub bloß nicht, dass mir diese Ähnlichkeit entgeht, nur weil du ein wenig die Worte abänderst.

Auch der Rest der Szene: – Jaime Lennisters Märchenprinz Gesprächsanteil, einschließlich mit dem „Tiervergleich“, nur dass es hier nicht Wolf und Fisch ist, sondern
Löwin heißt, kommt mir vage bekannt vor.

(
„Lady Stark, ich danke Euch, dass Ihr mich so verteidigt habt. […] „Ihr habt mich verteidigt wie eine Löwin.“) 'Seufz'

Ich habe nichts dagegen, wenn man in einer Fanfiction bekannte Szenen aufgreift, umschreibt und / oder seiner Geschichte anpasst, aber in der Weise, wie es hier geschieht, ist es einfach nur blöd.
Einen Charakter mit der selbst erfundenen Figur einfach auszutauschen und dann die Dialoge halb abzuschreiben, halb selbst zu formulieren, und dies noch auf sehr einfache Weise, spricht nicht gerade von besonders großer Kreativität, noch ist es sonderlich originell.
Bei den Sieben, ja dieses „Verbrechen“ beging ich selbst – ich erinnere mich mit Grausen an meine eigene Geschichte von Indiana Jones äh Andorra Jones, wo ich so kreative Dinge tat, wie Schlangen einfach gegen Spinnen auszutauschen, nur wenigstens war ich so klug, dass nie ins Internet zu stellen, dennoch bedeutet das nicht, dass es diese Geschichte hier und andere von dieser Art Fehlern freispricht. Es ist und bleibt blöd.

Brienne und Catelyn äh Juli und Catelyn analysieren die aktuelle Situation:
[…]
„Er (Märchenprinz) wird die Nacht nicht überleben. Lord Karstark ist zu wütend […]
„Wenn Jaime Lennister heute Nacht stirbt, dann werden wir Sansa und Arya nie wieder sehen.“

(Ach, übrigens die reizende Juli zeigt sich ganz und gar uneinsichtig, dass sie mit ihrem patzigen Verhalten nur noch mehr Öl ins Feuer gegoßen hat.)

Aber dafür will sie es wieder gutmachen, sowie ihr Versagen ihre beiden Schwestern zu retten, indem sie Briennes Handlungsstrang übernimmt äh ihrer Mutter folgendes anbietet:
„Mutter, lass mich mit dem Königsmörder gehen. Ich bringe ihn nach Königsmund und werde Sansa und Arya suchen und sie nachhause bringen, im Gegenzug überlasse ich ihnen Jaime.“

Ich hoffe, ihr habt jetzt alle verstanden, was für ein selbst aufopferndes, mutiges und kämpferisches Wesen die liebreizende Juli hat.

Und weil es so lustig ist:

Sie (Juli) war impulsiv, listig, kämpferisch und stark.[…] Genau wie ihr Vater* […]

*Bist du dir wirklich sicher, dass wir hier über den gleichen Eddard Stark reden?

(Ach ja, und Pappaufsteller Catelyn gibt ihr Einverständnis, dass sich ihre Tochter auf diese gefahrvolle Reise mit einem wertvollen Gefangenen, ohne jegliche Kampferfahrung, dafür aber mit hohem "Eigenwert", und obwohl sie schon ihre beiden Töchter mutmaßlich an die böhösen Lennisters verloren hat, weil Sinn und Logik äh Juli voll die starke Kämpferin, genau wie ihr Vater Eddard Stark der Listige und so.)

Dann kommen wir zu der letzten Szene, die nur vage an die minimal ähnliche Szene in der Serie angelehnt ist:

Märchenprinz schwelgt gerade in träumerischen Gedanken an Juli, als diese just kommt und ihn dabei stört. Es folgt ein Gespräch, dass so witzig, interessant und spannend wie der Spruch auf meinem Teebeutelanhänger ist, wo Märchenprinz immerhin einen Hauch der Schlagfertigkeit und zynischen Art seines „Vorbilds“ zeigen kann. Und Juli ist so stark und wild wie immer.

Hier zwei ausgewählte Zitate:


„Lady Stark, habt Ihr Sehnsucht nach mir? Das kommt mir gerade Recht, denn ich [...] habe Lust auf Euch in der scheinbar letzten Nacht meines Lebens.

[…]

„Haltet den Mund, Königsmörder, oder ich werde Euch den Kopf abhacken lassen!“

Juli befreit den Märchenprinzen vollständig und mit der Drohung, dass Pappaufsteller Nr. 40765 Märchenprinz töten wird, falls er nicht nett zu der zauberhaften Juli ist, endet das Kapitel, sowie der heutige Veriss.

Julis Diebstähle:

Handlungsstränge I

Szenen II

Sätze III


Tags: fandom : game of thrones, genre : mary sue/gary stu : 1001-1050, jaeger : rosalie95, verrisse : 1651-1700
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