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Quills in my Hair
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Königlich, oder Die Männergrippe des Todes

Titel der Geschichte: Königlich
Genre: Historisch à la Wattpad, also in anderen Worten Märchenblödsinn
Name des Verbrechers Autors: marleen88

Der langweilige Plot: Klischierte Geschichte davon, wie sich eine ach-so-arme Ische einen Prinzen anlacht.
Die Antiqualität der Charaktere: Lehne ist eine feuchte beige Serviette, an der Neander seinen goldenen Piephahn reiben kann. Das ist leider auch das einzige, was an ihm golden ist, der Rest ist genauso beige, aber seinen Piephahn reiben kann er echt gut. Alle Mütter sind böse. Alle sind fürchterlich verwöhne 21.-Jahrhundert-Kinder. Dorian ist in Wahrheit ein Neckbeard Mitte 30.
Entnervende Macken im Stil: Es gibt zwar Perspektivenwechsel, aber alles ist aus der Ich-Perspektive.

Der erste Teil IN EINEM BACH
Der zweite Teil MIT EINEM AST


Das arme Neander-puh ist ganz verschlafen, als es aufwacht, awwww. Er will seine Augen reiben, doch sofort ist Lehne zur Stelle und hält ihn davon ab.

"Du musst dich schonen. Denk doch mal, wie willst du denn bitte dein zerkratztes Gesicht mit deinem zerkratzten Arm reiben, ohne dass alle beide Kratzer stark zu bluten anfangen und eventuell nekrotisch werden oder einfach so abfallen??? Dann müsste ich dir aus einem Jutesack und einer Schweinsblase einen IV-Beutel für eine Bluttransfusion basteln und dir Antibiotika geben, die meine Mutti ja sicher schon erfunden hat… warte, falsche Selene..."

Also… sein verstauchter Fußknöchel ist über Nacht verheilt, aber er laboriert fürchterlich an den Kratzern. Okay.
Als Antwort fängt er stattdessen an, mit ihr zu turteln, worauf sie ihre Tätigkeit als Pflegerin eines armen Kratzer-Patienten professionell beginnt.


Sie kletterte über mich und ich spürte ihren Atem auf meinem Gesicht.



Schließlich stieß sie die Luft aus und kratzte mir vorsichtig den Schlaf aus den Augen.
Willst du ihm nicht vielleicht auch noch gleich mit deinen vibrierenden Bürstenlippen eine Augenlidmassage geben und ihm den Schlafsand (aka getrockneten Schleim) dann aus den Augen schlecken à la Kamel Bastard ò.Ó?!
Glücklicherweise will sie stattdessen nur gehen, aber Neander hält sie brutal fest, was er kaum aushält wegen der höllischen Schmerzen, die ihm sein böser, böser Kratzer währenddessen beschert. Aber dafür, ihr fast einen Kuss aufzuzwingen, reicht‘s noch. Sie wird dadurch erlöst, dass ihr Vater nach ihr ruft.


"Was soll man tun, wenn man aufwacht und einem sitzt eine Schnecke im Gesicht? Das ist Frauenaufgabe! Du weißt schon, das! Das halt! Irgendwas wird es schon sein! Bene! Komm wir müssen das Feld machen, ich nähe es und du füllst es mit Watte, willst du Schläge oder ist es dir lieber, einfach einmal alle halbe Stunde in Tränen auszubrechen, um alle anderen zu erinnern, wie böse ich bin?!"
Ist es nicht mitten im Winter? Was gibt es dann auf dem Feld zu „machen“? Pflügt und sät ihr einfach jeden Tag, weil euch so langweilig ist? Und seid ihr nicht auch mitten in einem Wald? Wie groß kann dieses Feld sein?

Neander ist PFOLL schockiert von der Eröffnung, dass der Vater die Kinder schlägt, weil das gab‘s ja in historischen Zeiten nie. Er low-key schiebt die Schuld auf die Mutter, die nicht da ist, um das zu verhindern.


"Kümmer dich um Dorian, das Brot und den Rest der Aufgaben deiner Mutter. Wechsel sowohl Dorian als auch dem Brot die Windeln, vergiss dabei die Pocreme nicht, und später badest du sie beide!"
Dann knallte eine Tür und Selena stöhnte auf. Ich wollte aufstehen und ihr helfen, doch meine kleinen Verletzungen ließen es nicht zu. Dieses grässlich entzündete, eiternde Auabubu machte mir wirklich zu schaffen.

Lehne kommt zurück und erklärt Neander schluchzend die Familiensituation.


Schnell zog ich sie mit meinem guten Arm zu mir und legte ihren Kopf auf meinen Bauch. „Manchmal tritt es schon“, erklärte ich.

Lehne bestimmt, dass sie jetzt ausmachen sollten, ob sie sich mögen oder mögen-mögen. Er erklärt die ganze Handlung vom Beginn der Geschichte, als er gespawnt ist, und versichert, dass er Lehne genuin pfoll hübschig findet.


"Also...bin ich dir nicht egal?" Fragte sie schüchtern, während sie noch die Bekundungen ihrer Schönheit in ihr Komplimente-Sammelalbum klebte. "Nein! Natürlich nicht." Sie drehte sich zu mir und legte sich auf meinen Bauch.
Also, entweder bist du wirklich dick oder Lehne ist kleinwüchsig, dass die da so einfach komplett drauf liegen kann o.O
Ihr Kopf lag über meinem und ihr Hals war ganz lang. Ich sehnte mich nach ihren rosigen Lippen. Verdammt ich musste sie jetzt küssen. Und ohne auf eine Einstimmung zu warten presste ich meine Lippen auf ihre.



Natürlich ist Lehne als natürlichste Reaktion der heiligen unbefleckten Jungfrau beim einwilligungsfreien Kuss so geil und gut und viel besser als alle anderen Frauen. Falls es noch nicht genug Beweise gab, dass das Autorentier keine Ahnung hat, wovon es da redet:

Das wurde alles zu viel auf einmal, ich öffnete mich und wir erkundeten die Ruinen von Schloss Doofenstein. Ihr gefiel alles. Besonders, mir in meinem weit geöffneten Arschloch rumzugrabbeln.

Lehne findet es nicht geil, als er ihr an die Brust fast, aber nur weil Brustfassen = Sex. Er gestattet ihr gütig, dass sie dann eben nicht ficken.


Dorian schlief seelenruhig neben uns.
o_____o Und dass ein Baby neben euch schläft, war nicht genug Grund, jetzt nicht das Knattern anzufangen? Hör mal, entweder ist das hier angeblich das Mittelalter as per Schreibkinder (Also alles von Ende Römerzeit bis Anfang Erster Weltkrieg) oder nicht, entscheide dich!

Lehne will wissen:


"Wie geht es dir? Soll ich etwas tun?" Sofort fiel mir etwas ein, doch das würde sie jetzt nicht mehr tun.



Also verneint er, worauf das Kapitel endet. Das nächste – wieder aus Lehnes Sicht – beginnt mit der Eröffnung, dass Neander jetzt seit zwei Tagen bei ihr ist und wieder fit genug ist, um nach Hause zu gehen. Also...
1. Vorgestern konnte er noch nicht mal aufstehen, heute lässt du ihn wieder heimreiten.
2. In der ganzen Zeit hat niemand nach dem fucking KRONPRINZ gesucht.
3. Apropos heimreiten, was ist eigentlich mit seinem Pferd?


Ich musste auf Dorian aufpassen und nebenbei Brot backen. Bene schickte ich los um für mich Kräuter zu suchen. Der Fluch, der auf unserer Familie lastete, zwang mich dazu, triebhaft diesen drei Tätigkeiten nachzugehen.

Sie versichert uns, dass Neander wieder gesund ist.


Als erstes hatte er sich das Haus angeguckt, alle vier Ecken mit allen acht Möbelstücken. Dann half er mir beim baken, den er statt eines ganzen Laibs Brot zum Frühstück aß, und redete mit mir und Bene. Damit war seine tägliche Liste an Verantwortungen abgehakt und er lag wieder herum und winselte über seine Männergrippe. Vater kriegte das alles nicht mit. Er war mehr mit Handeln und Tieren beschäftigt. Handeln, ihr wisst schon. Nicht „Handeln“ wie in „Handel treiben“, das wäre doof, wir sind mitten in einem Wald. Nein, Handeln. Dinge tun. Er kriegt nichts mit, weil er Dinge tut. Irgendwelche Dinge. Aber nicht Handel treiben. Durch das Wissen meiner Großmutter konnte ich kranken Leuten helfen und sie heilen. Damit sie wieder handeln konnten. Phönixfedern hoben Handlungsunfähigkeit zum Beispiel ganz toll auf. Ebenso auch Leander. Der konnte durch das Wissen meiner Großmutter auch kranke Leute heilen.

Neander gammelt blöd rum, während Lehne vom zwanghaften Brotbacken schon fast die Arme abfallen. Plötzlich kommt ihm der Anflug eines Gedankens.


"Meinst du meine Eltern suchen nach mir? Das wäre doch ziemlich blöd für euch. Dann würdet ihr ins Verlies gesperrt oder hingerichtet werden oder so. Wie doof wär das denn?"

Er brabbelt weiter, ohne auf eine Antwort von Lehne zu warten. Natürlich geht es dabei nur um ihn, denn er kriegt sicher Hausarrest, wenn seine Eltern das alles rausfinden ): Irgendwann sagt Lehne ihm, dass er zurückgehen sollte, was er natürlich als Abweisung auffasst. Nach viel „Wir gehören in verschiedene Welten!“ „Aber ich liebe dich!“-Geblubber entscheidet Lehne:

"Lass uns zusammen deinen Eltern stellen." Schlug ich vor. "Wenn die Zeit soweit ist. Wie…" ich starrte auf die Zeiger meiner Armbanduhr. „...jetzt.“

Neander geht auch direkt packen, was Lehne jetzt plötzlich ungeil findet, weil er doch gerade noch unbedingt bleiben wollte, worauf er rumheult, dass sie doch gerade noch wollte, dass er geht, dann knutschen sie und das Kapitel ist zu Ende. Das nächste beginnt wieder bei Neander, der mal wieder irgendwo hinrennt, während ein Diener um ihn herum dienert.


Mutter und Vater saßen auf ihren Thrönen und unterhielten sich leise, während unter ihnen getanzt wurde.
Funktioniert das hier wie in Die Sims und der aktive Haushalt ist der einzige, in dem wirklich was passiert, und alle anderen sind auf Pause, oder haben die hier einfach jeden Tag einen Ball?

Es gibt ein bisschen Verbeugungsgeduddel.


"Wo warst du mein Sohn?"
Ich lächelte. "Das ist nebensache, ich habe doch eine Frau kennengelernt," sie schnappte nach Luft.
Das wusste sie erstens schon und zweitens sollte das nichts damit zu tun haben, dass der Kronprinz für zwei Tage verschwindet, aber na gut.
"Doch sie kommt immer noch aus der unteren Schicht. Leider ist sie in der Zwischenzeit immer noch nicht digitiert."

Die Eltern sind nicht begeistert, als wären das Neuigkeiten für sie, und wir Leser zurück bei Lehne, die herumheult, weil Neander jetzt schon drei Tage weg ist und alles schrecklich ist.

Dorian schnarchte leise neben mir
What else is new?
Bene drehte sich unruhig auf der anderen Seite des Fensterbretts, auf dem ich die beiden schlafen gelegt hatte. Ich strich beiden über die Wange und hielt mir danach mein schmerzendes Herz. Versuchsweise schleckte ich auch mal drüber, half auch nix.

Damit endet das Kapitel. Der Beginn des nächsten ist immer noch aus Lehnes Sicht, wo sie gerade eine Patientin behandelt (???), als es an der Tür klopft. Bene öffnet gerade als die Patientin geht. SURPRISE, es ist Neander. Wer hätte auch damit gerechnet?

"Ich-ich...dachte du würdest nicht mehr kommen, ich d-dachte d-du bist z-ur Vernunft ge-k-k-kommen und hast erkannt, dass ich nicht nur unwürdig, sondern geradezu widerlich bin. ICH BRAUCH DAS DADDY, GIB ES MIR!!!" Und da rollten meine Tränen, wie ein Glas Sirup bei einem Wasserfall floßen sie.

Bene flieht verständlicherweise, als Neander an Lehnes Hals herumzulutschen beginnt. Sie haben sich ja so doll vermisst. Die beiden schlabbern noch ein bisschen, dann drängt Neander zum Aufbruch. Lehne fragt, ob sie ihre Familie wiedersehen darf, Neander zuckt mit den Schultern, was Lehne nicht sehr königlich findet, und meint, dass er das mal bei seinen Eltern anspricht. Sie küsst ihre Brüder und verabschiedet sich von ihrem Vater. Keiner protestiert. Gedanken um ihren süßen, goldigen, herzallerliebsten kleinen Dorian macht sie sich auch keine mehr. Diesmal hatte Neander immerhin das Hirn, eine Kutsche zu organisieren. Die irgendwie durch den Wald gefahren ist. Okay. Wir landen in einem Neander-Segment.

Ich ergriff ihre kleine Hand, die ganz klein und dutziguh ist, wie die eines Kindes, das ich starker Mann halten muss. Liegt in der Selenenfamilie, hab ich mir sagen lassen. Infantilisierung meiner romantisch-sexuellen Partnerin ist nicht creepy, ich schwöre. "Bist du nervös?"
Sie nickte.
"Wir schaffen das, sprech einfach nicht so viel, bleib in der Küche, krieg ein paar Kinder, und wenn erwähne nicht zu oft das du auf einem Bauernhof lebst. Das wäre peinlich für mich und du hast nicht das Recht, mich zu erniedrigen."

Sie gehen auf das Königspaar zu, das offenbar den ganzen Tag auf seinen Thronen rumgammelt, und das große Verbeugen geht wieder los. Neander stellt Lehne also erneut seinen Eltern vor. Diesmal ist es Mama, die interessiert, und Papa, der gelangweilt ist. Neander will wissen, wie lange Lehne bleiben darf, Papa entscheidet, dass sie einen Monat lang zur Probe bleiben darf, und ich glaube, ich habe den Faden verloren.

"Gut, dann gehen wir in meine Gemächer. So zur Probe, y‘know." Sagte ich doch Mutter sagte noch etwas. "Leander, Selena hat durchaus eigene Gemächer. Ein paar Gänge von dir entfernt. Mit dieser präzisen Beschreibung könnt ihr es gar nicht verfehlen."

Er zerrt Lehne nach ein bisschen Pseudo-Zeremoniell-Hickhack raus.

"Ich will dich, jetzt, hier." Flüsterte ich ihr ins Ohr und fing sie vor meiner Tür an zu küssen. Und dann gaben wir der königlichen Kindergärtnerin so richtig was zum Geheimhalten!

Neues Kapitel, Neanders Sicht. Natürlich hat niemand was dagegen, dass der Kronprinz gerade irgendein Bauernmädel geknattert hat, das „zur Probe“ da ist, um eventuell seine Frau zu werden. Die Aristokratie wird ihn lieben. Sie liegen im Bett, knutschen rum und blubbern einander voll, wie dolle sie sich lieben. Gääääähn.

Sie setzte sich auf mich und wir wollten gerade wieder von vorne anfangen, ihre Briefmarkensammlung zu sortieren, da klopfte es an der Tür. "Prinz Leander, ist Selena auch genannt ‚die Olle‘ bei Ihnen?"
Sie setzte sich auf die Briefmarkensammlung. "Ja, wieso fragen Sie? Wer sind Sie überhaupt? Was haben Sie mit meiner Briefmarkensammlung zu schaffen?!"
Ich wollte umbedingt weiter machen die Briefmarken zu sortieren, und zog Selena wieder zu mir. Was fiel ihr ein, sich darauf zu setzen?!
Weißt du was, Junge? Fick dich. Lehne sollte es nach der Nummer nicht müssen.

Natürlich hört er nicht auf, an ihr rumzugrabbeln, während sie erfährt, dass die Königin sie erwartet, und fragt, wann sie dort sein sollen.


"Wir brauchen mindestens zwei Stunden an ihnen Selena und der Prinz brauch auch ein bis zwei Stunden."
...ja, das sind alles Wörter.

Offenbar wissen alle, dass die beiden gerade knattern, denn auch diese Dienerin macht eine lol-ige Bemerkung dazu. Lehne angstet, weil sie gehen muss, wenn Neanders Mama sie nicht mag, aber Neander muss trotzdem überredet werden, aufzuhören, an ihr herumzufummeln. Schließlich ist es Lehne gestattet, zu der Dienerin zu gehen, wo wir nicht nur in ihrer Perspektive, sondern auch in „Ehre für das Haus“ aus Disneys „Mulan“ landen, denn die Dienerin zerrt Lehne in deren eigenes Gemach und schubst sie dort direkt in eine Wanne, wo sie sie schrubbt.


Nach dem Baden wurde ich angezogen. Ich trug am Ende ein hellblaues Kleid, obwohl ich am Anfang ein lila Kleid und dazwischen mal ein gelbes mit roten Tupfen getragen hatte.
Dazu die passenden Schuhe und den passenden Schmuck.
Wundert es eigentlich niemanden, wie viele Kleider und Schuhe in Lehnes Größe in diesem Palast rumliegen? Es wird ja nicht mal erwähnt, dass die von einer Hofdame oder ihrer Tochter ausgeliehen bzw. abgelegt weil unmodisch sind.

Die Dienerin ist natürlich begeistert davon, wie qaiilig Lehne aussieht, die sie zum Dank küsst, was die erotischste und süßeste Szene in der ganzen Geschichte ist. Dann gehen sie zu Neander.

Er stand angelehnt an der Tür vor ihnen.
… vor wem? Perspektive, STAHP!

Er drängt zur Eile, damit er bald wieder knattern kann.


"Gehen wir, je schneller wir da sind, desto eher können wir in meine Gemächer." Brummte er in mein Ohr und seine tiefe Stimme bereitete mir eine Gänsehaut.
Ja, mich macht es auch immer an, wenn mir irgendwer maulig ins Ohr grummelt, dass er mich lieber ficken will, als was Sinnvolles zu tun.

Nächstes Kapitel, immer noch Lehnes Sicht.


Der Thronsaal war feierlich geschmückt, weil die faule Dienerschaft den ganzen Glitzerkram vom Ball vor einer halben Woche immer noch nicht weggeräumt hatte. Überall standen Leute und unterhielten sich. Das waren die Diener, deren Aufgabe es war, den Glitzerkram wegzuräumen. Auf einer Erhöhung, sang gerade jemand.
^^^^^^^^ Und genau wegen Kram wie diesem halte ich alles, was in halbwegs komplexem Syntax mit durchschnittlich kompetentem Vokabular verfasst ist, und in dem es nicht darum geht, dass Neander und Lehne bumsen oder bumsen wollen, für abgeschrieben. Bühne, Autorin. Das Wort, das du suchst, lautet Bühne. Es ist NICHT zu viel verlangt, zu hoffen, dass ein Autor drei Sekunden lang nachdenkt, wenn ihm ein Wort gerade entfällt, auch wenn es in einer Szene ist, in der es nicht um das Rammeln der Protagonisten geht.
Und auf dem Thron saß heute nur die Königin. Nach drei Tagen blöden Herumsitzens wollte der König dann doch mal wieder dem Regieren nachgehen. Und mal pipi.

Weil dieses ganze „Bleib ruhig, sag nix, verhalte dich unauffällig“-Gebabbel das erste Mal schon so wirkungsvoll war, sagt Neander es jetzt erneut zu Lehne, und weil die Ankunftsszene von Shrek und Fiona in „Shrek 2“ schon das erste Mal so lustig war, machen sie das jetzt wieder.
Verbeugung, Knicks, bla, die Königin sagt Hallo, bemerkt, dass sie zu spät sind, und schickt die beiden dann weg. Kein Witz.


"Ich würde gerne der Musik lauschen." Er nickte, nahm meine Hand und wir setzten uns auf die Freien Plätze in der ersten Reihe.
Uhum. Die Musik. Die gerade läuft. Auf den freien Plätzen. Den Plätzen in der ersten Reihe. Der ersten Reihe des Thronsaals.
...
WAS PASSIERT HIER GERADE?

Leanders Sicht. Er findet es goldig, wie toll Lehne den Gesang findet, der ihn selber natürlich nicht beeindruckt. Hach ja, diese ungebildete kleine Lehne. So natürlich und kindlich, geradezu doof. Niedlich, sowas. Perfekt zum Verführen und Ficken.


Nach der Zeit, wurde ich unruhig.
Ah ja. Diese Zeit.

Er will Lehne mit sich zerren, sie fragt, ob sie schon gehen dürfen, er befummelt sie.


"Ich darf was ich will, außerdem sind wir schon ziemlich spät dran. Hier im Schloss ist Ficki-Ficki nach 18:30 Uhr verboten!"

Also verlassen sie den Saal, gehen durch irgendein Tor (???) und dann knutscht er sie ab.

Die Wachen sahen uns komisch an. Also hörten wir auf.
ಠ___________ಠ

Sie landen dann endlich mal in Neanders Zimmer, wo sie sich die Kleider vom Leib reißen und einen neuen Dorian machen. Hier endet nicht nur das Kapitel, sondern auch meine Geduld mit diesem blöden Fast- und tatsächlichem Gerammel anstelle von Charakterisierung. Das ist nämlich plötzlich ein Porno ohne den (Onscreen-)Sex geworden. Darauf bezieht sich auch meine diesmal fast einzige konstruktive Verbesserung. Dieses ständige Gefummel und Geknutsche ist unglaublich uninteressant und uninspiriert, weil die beiden, wenn sie romantische bzw. sexuelle Dinge tun, das generischste, beigste Pärchen sind, das überhaupt vorstellbar ist. Nicht mal die drei Charaktereigenschaften, die sie kollektiv haben, schimmern irgendwie durch. Natürlich kennt die Heilige Jungfrau Lehne alle Mechaniken von Sex, die sie selbst auch anleitet und beginnt und in denen sie gut ist, weil alles andere würde ja kurzes Nachdenken und sogar etwas Mühe erfordern. Eine niedliche Szene, in der die beiden, unbekleidet, sich erst einmal etwas peinlich berührt, aber auch neugierig gegenseitig streicheln und einander nervös fragen, ob dieses okay ist und ob sich jenes gut anfühlt oder sich noch peinlicher berührt gegenseitig erzählen, was sie so mit sich selber unter der Decke machen, wenn sie alleine sind, und dabei versuchen, nicht vor Aufregung zu kichern, ist ja zu viel verlangt. Nö, Selena und Leander werden zu jedem Pärchen aller Zeiten, das durch nichts von jedem anderen durchschnittlichen Pärchen zu unterscheiden ist, und das macht ungefähr so viel Spaß, wie Anziehpuppen dabei zuzuschauen, wie sie sich gegenseitig bearbeiten. Wir kriegen keine Charakterisierung, kein Kennenlernen, keine bedeutungsvollen Interaktionen, nichts, nur hohles Knattern.
Der andere Verbesserungsvorschlag ist… Lass diese „Du bist hier einen Monat auf Probe!“-Kacke. In unserem alternativen Universum wird Helena halt mit Leonard verlobt, auch wenn alle das schief anschauen. Oder, wenn irgendwas eine Probe sein muss, dann wird Helena von Leonards Mutter zu einer Freundin geschickt, die vielleicht schon verwitwet ist und allein auf ihrem Anwesen lebt, damit sie sich Helenas annehmen und sie so halbwegs zu einer Dame machen kann. Und/Oder Helena tut etwas Heroisches, wird zur Dame (im Sinne der Ritterwürde) geschlagen und hat damit wenigstens einen niedrigen Rang. Z.B. ist einer der jüngeren Prinzen oder der Lieblingsneffe des Königs Leonards Kumpel und er tritt auf der Jagd in eine Bärenfalle und es ist nur Helenas Heilkünsten und schnellem Denken zu verdanken, dass er nicht verblutet und sein Fuß nicht amputiert werden muss. Und selbstverständlich duldet niemand diesen außerehelichen Sex oder macht sogar noch blöde luzZztige Bemerkungen dazu.
Tags: fandom : original : 501-550, jaeger : quillsinmyhair : 151-200, verrisse : 1651-1700
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