Quills in my Hair (quillsinmyhair) wrote in verreiss_mich,
Quills in my Hair
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Königlich, oder Countdown zum Melodrama

Titel der Geschichte: Königlich
Genre: Historisch à la Wattpad, also in anderen Worten Märchenblödsinn
Name des Verbrechers Autors: marleen88

Der langweilige Plot: Klischierte Geschichte davon, wie sich eine ach-so-arme Ische einen Prinzen anlacht.
Die Antiqualität der Charaktere: Lehne ist eine feuchte beige Serviette, an der Neander seinen goldenen Piephahn reiben kann. Das ist leider auch das einzige, was an ihm golden ist, der Rest ist genauso beige, aber seinen Piephahn reiben kann er echt gut. Alle Mütter sind böse. Alle sind fürchterlich verwöhne 21.-Jahrhundert-Kinder. Dorian ist in Wahrheit ein Neckbeard Mitte 30.
Entnervende Macken im Stil: Es gibt zwar Perspektivenwechsel, aber alles ist aus der Ich-Perspektive.

Der erste Teil IN EINEM BACH

CW: Vergewaltigungswitz



Das neue Kapitel beginnt erschreckenderweise damit, dass Lehne heult. Nämlich Dorian voll.

Das war meine Einladung, mein Prinz, mein Schaaaaaaattttzzzzzz. Aber meine eifersüchtige Schwester krallte sich natürlich alles. Meine scheiß Familie ist echt so FIES, wie sie erstens gesellschaftliche Konventionen und zweitens unklare Anweisungen befolgt und mich nicht einfach beim Wort nimmt, wenn ich sage, dass dieser geile Shit definitiv meins ist!

NEANDER TO THE RESCUE!!! Den wird auf seinem Ball sicher auch keiner vermissen.


"Können sie sich im Wald umziehen, so direkt hier, vor mir?" Fragte er bevor ich irgendwas fragen konnte. Verwirrt sah ich zu ihm hoch denn ich war nur 1,20m. "Wegen dem Kleid." Erklärte er und hielt mir ein grünes Kleid hin. Es war viel schöner als das andere.
Weil Prinz Neander nämlich ZWEI Kleider in deiner Größe besitzt, das ist gar nicht seltsam :D

Dann kriegt Neander fast eine Panikattacke, als er annimmt, dass Dorian Lehnes Baby ist, weil er ja nie jemanden vögeln würde, der keine Jungfrau ist, und akzeptiert nur, ihn kurz zu halten, als Lehne ihm versichert, dass das nicht der Fall ist.


"Schauen Sie mir das nächste mal in die Augen." Sagte er und sah lächelnd auf das Kind herab, das als Reaktion niedlich rülpste und noch einen Schluck aus seiner Bierflasche nahm. "Ja mein Herr." Bloß nichts falsch machen.
Romantisch.

Neander kennt sich auch mit allem anderen gut aus:


"Hier ist ihr Kleid. Dort ist ein Bach an dem Sie sich waschen können. Was sagen Sie, Sie könnten sich da Frostbeulen zuziehen? Fresse, Ihren Gestank hält man ja wohl nicht aus! Ich bitte um Beeilung. Ich darf nicht zu lange fehlen. Lästig, dass diese Ischen, denen ich aufdringlich hinterherrenne, mir immer das Leben schwer machen müssen!"
Das letzte murmelte er und dann schenkte er seine Beachtung voll und ganz Dorian, der gerade aufgewacht ist und sich fragte wer in da knuddelte.
Perspektive? Where r u going Perspektive? STAHP!

Neander ist ja so süüüüüüz, wie er sich liebevoll dem Kind widmet, indem er es hält!


Sonst stellt man sich ihn vor mit Schwert, kämpfend in einer Schlacht die fast vorbei war, für alles andere fehlten ihm die Eier. Schnell schüttelte ich den Kopf, um das unwillkommene Gefühl eines Gedankens loszuwerden, und lief zum Bach, vorsichtig um das Kleid nicht zu zerstören. Es bestand nämlich aus Reispapier. Neander hatte es selbst in einer einzigartigen Origamitechnik gefaltet. Das Wasser war eiskalt, doch für ihn machte ich das, alles.



Wir wechseln zu Neanders Sicht, wo Lehne stammelnd zurückkommt (vermutlich vor Kälte) und erklärt, dass sie ihre Haare nicht hochstecken kann und daher offen und zottelig und voller Heu und Waldstückchen trägt, genau wie… ach, die Richtigstellung ist mittlerweile zu alt. Wenn du nicht weißt, worauf das hier hinausläuft: Willkommen in meinem Jäger-Tag. Sie stellt Dorian endlich mal Neander vor und überredet/erpresst diesen dann emotional, ihn nicht bei ihrer Mutter zurückzulassen, weil die ihn ja sicher voll evölig für eine Stunde oder so nicht beachten würde, was Lehne schon wieder zum selbstgerechten Heulen bringt. Also entschließt Neander, Dorian im Schloss zu den anderen Kindern zu bringen. Welche anderen Kinder o.O? Lehne vergisst, dass ihr Kleid aus Reispapier besteht und versucht pfoll süzZz, ohne Hilfe auf das Pferd zu steigen, rutscht jedoch ab und braucht Hilfe vom Starken Mann Neander. Der immer noch das Baby hält. SEID IHR ALLE BESCHEUERT?!

Im nächsten Kapitel bringen sie zunächst Dorian… irgendwohin.


"Warum hat die Frau uns und besonders Sie, so komisch angesehen?" Fragte sie verwirrt.
Ist Lehne nicht so KAWAIIIIIIII, wenn sie fünfjährig ist ♥? Zumal gerade vor fünf Minuten Neander selber schon vermutet hat, dass Dorian ihr Kind ist?
"Meine Liebe, sie dachte das wäre unser Kind. Lass mich dir in die Wange kneifen und dir ein Bonbon geben! Ich glaube, später muss ich mich mit ihr unterhalten."
Ich lachte und schärfte schon mal meine Axt.

Jetzt endlich kommt Neander mal auf die Idee, nach ihrem Namen zu fragen.

"Selena Moreno."
Er passte zu ihr. Das schimmernde rote Haar, die grünen Augen und der Name Selena.
Yup. Nichts schreit mehr „rot und grün“ als ein Name, der „Mond Braun“ bedeutet.
Er gehört außerdem einer Schauspielerin.

Nachdem das klargestellt ist, findet Lehne, dass es mal wieder an der Zeit ist, sich zum Zertrampeln auf den Boden zu werfen.


Ihr Gesicht färbte sich rot. "Naja, ich weiß nicht wie Ihre Eltern es finden werden, wenn ein dummes Unterschicht Mädchen mit Ihnen auf den Ball kommt. ERNIEDRIGE MICH, DADDY!!!"

Er reagiert mit einem Schulterzucken und schleift sie weiter, wobei sie beide grinsten.

Die Tür ging auf und die Namen wurden vorgelesen. Den Gästen war ohne ihren Gastgeber so langweilig, dass sie ein Dramatic Reading der Gästeliste veranstalteten. Von Selena und der von mir.
"Selena Moreno und Prinz Leander."
#Hofprotokoll #Manieren #Historisch #IchDachteDerHätteSichUnbemerktRausgeschlichenWTF


Selena:

Unsere Namen standen im Raum und starrten uns an.

Die Autorin schreibt die Szene aus Shrek 2 ab, in der Shrek und Fiona auf den König und die Königin zugehen, komplett mit eisigem Schweigen. Neander trägt Lehne auf, nicht zu stolpern.

"Wir schaffen das, dann können wir tanzen. Wir kommen einfach auf dem Podium meiner Eltern an und führen dann einen kleinen Freudentanz auf."

Die beiden kommen an und erheben sich von einer Verbeugung bzw. einem Knicks, den sie nie gemacht haben.

"Mutter, Vater, das ist Selena meine heutige Begleitung. Scheiß auf all die anderen Gäste, die extra gekommen sind, weil es hieß, dass ich eine Frau suche."
Bruh, du hättest sie auch gleich als „die Olle“ vorstellen können, das wäre etwa genauso angemessen gewesen.
Die Königin sah mich abschätzend an, im Gegensatz zu dem König, dieser zeigte Interesse.
Also, Mama ist böse, weil sie guckt, Papa ist lieb, weil er guckt. Got it.

Es kommt zu einem peinlichen Dialog über Lehnes Abstammung respektive Herkunft, bei dem sie blöd vor sich hin knickst.


Leander zog mich hoch. "Wir würden gern tanzen. Ich weiß, wir sind gerade erst beim Tee, aber fuck it, Musik oder nicht, wir TANZEN jetzt, BIATSCHES!!!" Sagte er schnell und ging die Treppe hinunter. Sicher fiel keinem der Höflinge und Gäste auf, dass er sich verhielt, als hätte er keine Ahnung von seinem eigenen Leben oder dem Ablauf eines Balls.
"Ihr seid entlassen." Murmelte der König mit einer abfälligen Handbewegung im pathetischen Versuch, noch etwas wie den Anschein von Zeremoniell zu wahren.

Aber natürlich haben nicht alle der geladenen Gäste dem Auftritt des Prinzen und seiner Ische Aufmerksamkeit und Respekt gezollt.

Die Paare wirbelten schon herum und überall waren Rüschen zu sehen, denn mit denen waren die Wände und der Kuchen dekoriert.

Hach ja, der Wirbelwalzer, wahrlich der Lieblingstanz jeder grottigen Pseudohistorie.


Klischierte Tanzbeschreibung, bei der gewirbelt und geschwebt wird und Herzen schlagen und Hände sich berühren und alles verschwimmt und es ist alles ganz toll und vermutlich gehen die beiden allen anderen im Weg um wie Arsch. Wär ja auch schlimm, wenn sie eine Gaillarde oder eine Quadrille tanzen würden, bei denen es festgelegte Schritte gäbe, die Lehne nicht kennt, statt nur dummes Herumgewirbel. Ich stell mir vor, dass das Ganze ungefähr so aussieht:


Nur, dass Lehne denkt, dass sie gerade episch herumschwebt, und dabei laut „Huiiiiii!“ schreit, während alle anderen Gäste Menuett tanzen und versuchen, ihr nicht auf die Unaussprechlichen zu starren.


Am Ende des Tanzes, beugte ich meinen Rücken über seinem Arm hinab.
Ich kann‘s mir bildlich vorstellen, wie Lehne versucht, den Wirbelwalzer zu beenden wie einen Flamenco. „So, jetzt stellst du dich hier mal so hin, dann streckst du deinen Arm raus… nein, höher… genau, und den machst du jetzt ganz steif, und ich geh hier hin, und jetzt pass aaaauuuuuff...“ *beugt sich awkwardly rückwärts über Neanders Arm, der keine Ahnung hat, was sie da tut, während alle anderen entsetzt zuschauen* „Tadaaaa!“

Dann berühren sich voll romantisch ihre Nasen und ihr Atem vermischt sich.


Ich müsste mich nur ein winziges bisschen nach vorne lehnen und schon wäre er schwanger

Einer der Gäste macht völlig unverständlicherweise einen abschätzigen Laut, woraufhin Lehne schniefend weggeht, sich irgendwo hinsetzt und dann überrascht feststellt, dass Neander ihr gefolgt ist und sie fragt:
"Was ist los? Wollen Sie nicht mehr tanzen?"

Verwirrt stand er da, so unwissend und verletzlich. War er nicht so feinfühlig und sensibel, wie er ausschließlich an sein eigenes Vergnügen dachte und nicht mal versuchte, sich in mich hineinzuversetzen?

Sie haben einen klischierten und abgeschriebenen Dialog darüber, dass das mit ihnen nichts wird, weil sie aus unterschiedlichen Klassen kommen. Dabei trampelt Lehne ausgiebig auf sich selbst herum dafür, wie unwürdig sie ist und was Leute über den glorreichen Prinzen sagen würden, wenn man ihm mit ihr wertlosem Kackfleck sehen würde und blablubb. Neander reagiert vernünftig.

"Ich will das nicht hören! […] Verstanden?"
Etwas durcheinander nickte ich und schloss meinen Mund.
"So, entweder Sie tanzen jetzt mit mir, oder Sie verschwinden."

Oh, sagte ich ‚vernünftig‘? Ich meinte selbstsüchtig, kindisch und missbräuchlich. My bad.
Lehne zieht noch mal in Betracht, zu gehen, findet Neander jedoch zu geil dafür, und sie tanzen nochmal. Diesmal wird der Tanz nicht beschrieben, aber Lehne versichert uns, dass sie ihn nie vergessen wird, also muss er wohl gut gewesen sein.
Das nächste Kapitel beginnt wieder aus Neanders Sicht.


Sie schwebte den ganzen Abend über die Tanzfläche und strahlte.
Lasst mich das mal eben illustrieren.


Perfekt! Und es ist genauso sehr Kunst, wie diese Geschichte historisch ist!

Plötzlich sind die beiden… dahin teleportiert, wo sie Dorian hingebracht haben.


"Der Junge ist sehr süß, er hat mir nicht die geringsten Umstände gemacht, den ganzen Abend GTA gezockt und Rick and Morty geguckt, und Ihr Geheimnis ist bei mir sicher Prinz." Sie zwinkerte und schloss dann die Tür statt erst die Türe zu schließen und dann einsam in die Dunkelheit zu zwinkern.
"Nun, das können wir nun nicht mehr ändern."
Doch, das könnt ihr. Ihr könnt kommunizieren. Und ihr solltet vielleicht. Vielleicht solltet ihr der Königlichen Kindergärtnerin hier sagen, dass ihr Kronprinz keinen Bastardsohn von einem Bauernmädchen hat. Ich finde, das wäre eine gute Idee.
Ich lachte und dabei bildete sich Gänsehaut auf ihren Armen. […] Ich hatte also einfluss auf ihren Körper. Das hieß doch schon einmal etwas.
„SIE ERSCHAUDERT WENN ICH REDE, BALD WIRD SIE SICH NICHT MEHR WIDERSETZEN WENN ICH SIE FICKEN WILL, MUAHAHAHAHAHAHA!“

Gleichwohl interpretiert er, dass sie sich brav von ihm das Schloss zeigen lässt, statt heim zu gehen, wie sie sollte, als Zeichen dafür, wie toll er ist. Irgendwann kommt er bei seinen Gemächern an, wo er spezifisch anhält, um ihre Reaktion zu sehen, und sie dann einige Minuten lang piesackt, während sie stammelt, zappelt und rot wird.


"Ach, jetzt verstehe ich, Sie haben unanständige Dinge gedacht."
Hahahahahahaha. Hahaha. Hah.


Das solltest du mal bei mir versuchen, Neander. Dann würde ich deinen Vater ficken und dich zu meinem Stiefsohn machen.

Er beruhigt sie, dass er sie ja nur zum Lesen einladen wollte, während er gegen ihren Kopf ditscht, was für sie nur ein weiterer Grund ist, sich in den Dreck zu werfen… und dann zu explodieren.


Plötzlich funkelte sie mich an. "Ich bin nicht so intelligent wie Sie,
Das sagt jetzt nichts Gutes über deinen Intellekt, Lehne o.O
aber hören kann ich umso besser. Ich bin nur ein Witzbold für ihre Zwecke."
Wenn‘s für‘s Abschreiben Kekse gäbe, Autorin, würdest du jetzt einen kriegen. „Hören kann ich umso besser“ sagt man, wenn es etwas zu hören gab. Das tat es in diesem Fall nicht. Diese spontanen Stimmungsschwankungen machen auch nur dann Sinn, wenn sie nicht davor stundenlang vor Glück fast geplatzt wäre. Nur so als Tipps, damit man es das nächste Mal nicht gleich merkt, wenn du abschreibst.

Mit diesem abgeschrieben Klischeedialog geht es noch eine Weile weiter, aber die einzig relevante Information ist, dass Lehne offenbar vom Küchenpersonal (???) weiß, dass Neander sie nur eingeladen hat, weil er seine Eltern hasst (???), weil die darüber getuschelt haben, als sie und Neander in der Küche waren (???). Kay, then.


Und dann, schlüpfte sie durch die nächstbeste Tür und verschwand. Ich hatte nicht einmal die
Möglichkeit ihr alles zu erklären!


Und nun war sie weg, vielleicht für immer.

Nur zur Erinnerung, Blödi: „Die nächstbeste Tür“ war gerade noch die zu deinen Privatgemächern. Ich hoffe doch mal, dass du die da drinnen wiederfinden kannst.

Damit ist das Kapitel natürlich zu Ende. Das nächste beginnt damit, wie Cinderella Lehne laut heulend durch das Schloss rennt und dabei beleidigt ist, dass Neander ihr nicht hörbar folgt. Aus irgendeinem Grund rennt sie quer durch den Ballsaal.


Selbst das dumme Königspaar interessierte mich nicht, obwohl dieser Gedanke die Todesstrafe mit sich brachte.
Weniger der Gedanke und vielmehr dein Verhalten gerade, also mach bitte weiter.

Sie erinnert uns zusammenhanglos an Dorians Existenz, rennt in den Stall und stiehlt sich da Neanders Pferd. Neander manifestiert sich plötzlich und warnt sie, dass der Gaul sie abwerfen wird, als ob das ihre geringste Sorge wäre, wenn sie unter den Augen des Stallpersonals das vermutlich ends-edle Pferd des Prinzen stiehlt.


Er war mir also doch gefolgt. Aber erst später. Also zählte es nicht, deswegen würde ich meinen Trotzanfall fortsetzen.

Neander guckt arm.

Ich bin nicht oft geritten, doch nun war es nötig. Ich knirschte mit den Zähnen, was dem Pferd das Signal zum Handstand gab, und ritt davon.
U-hum. Das klappt ja auch sicher prima, mit null Reiterfahrung, auf einem fremden, vermutlich von Natur aus temperamentvollen Pferd und ohne Sattel und Zaumzeug. Das, oder du hast irgendwie unbemerkt von allen und während Neander brav schweigend daneben abgewartet hat innerhalb von zehn Sekunden auch noch das Pferd gesattelt und aufgezäumt.
Er setzte sich auf ein anderes Pferd, doch dieses war nicht sein Pferd denn als der Prinz besaß er ja garantiert nur ein einziges. Also musste es langsamer sein, das Pferd des Prinzen war das zweit schnellste, hinter dem König, der noch ein bisschen schneller rennen konnte als dieses Pferd...
Weil ich nicht weiß, was ich zu so viel beeindruckend einleuchtender Logik überhaupt sagen soll, habt ein Video.

Jo, surprise, Neander hat das schnellere Pferd seines Vaters gestohlen und holt auf.


"Warte gefälligst."
Die Antwort ist nein, Drecksack.

Lehne legt diesen akrobatischen Military-Level-Ritt hin:


er musste einem Bus voller Witwen und Waisen, einer großen Gruppe japanischer Touristen mit Fotoapparaten und einer Boeing 737 ausweichen. Meine Chance. Schnell hüpfte das Pferd über einen Ast, ich würde mich so etwas sonst nie trauen.

Hui.
Wich drei Bäumen aus, gegen die das doofe Pferd ansonsten frontal gekracht wäre, und ritt von ihm.

Ich will übrigens daran erinnern, dass sie die ganze Zeit Dorian dabei hatte. Irgendwie. Irgendwo. Der irgendwas getan hat.

Dadurch, dass Lehne das Pferd anheult, erreicht es offenbar Mopsgeschwindigkeit, sodass sie Neander abhängen.


Vor meinem Haus blieb ich stehen und rutschte von ihm herunter. Vom Haus zu rutschen, entspannte mich immer so. Dorian legte ich kurz auf die Fensterbank, damit Mutter ihm nicht solche Grausamkeiten antun konnte, wie ihn neben sich auf einen Stuhl zu legen.

Sie verjagt das Pferd und geht mit Dorian rein, wo sie ihren Vater anweist:
"Wenn jemand fragt, ich bin nicht da. Stacey und Madison aus meiner Spanisch-Klasse zum Beispiel, oder Derek, der Quarterback, der immer vor meinem Spind auf mich wartet, oder einer der vielen hundert Leute, mit denen ich auf Facebook befreundet bin."
"Kind, ich lüge für dich nicht, für niemanden." Murmelte er.
Noch ein Elternteil, das dringend Applaus braucht! ...auch, wenn das vermutlich abgeschrieben ist und nie Konsequenzen hat.

Papa ist depri, weil Mama, Oma und Lilia offenbar in der Zwischenzeit weggegangen sind. Also, permanent. Vermutlich haben sie gemerkt, dass ihre epischen Talente im Brotbacken sich vermarkten lassen. Oder vielleicht ist auch die Schlosswache hinter ihnen her, weil Lilia immer noch ein Kleid aus königlichen Besitz hat. Jedenfalls sehr bequem, dass die jetzt mir nichts, dir nichts aus der Geschichte verschwunden sind.


"Wo ist Dorian?"
Ich wunderte mich nicht, dass Vater ihn nicht sehen konnte, da ich ihn mir unter den Arm geklemmt hatte, und hielt ihn ihm an einem Bein baumelnd hin.
"Das ist keine Schande, diese Kind ist etwas besonderes, es ist mit sechs Monaten schon 1,80m groß und hat Bartwuchs, ebenso wie du, nun seid ihr etwas besonderes, ihr seid unique und speschöll und toll und wunderschön auch noch, den ihr seid erlöst von einem
Monster. Eure Mutter ist nun weg."
Ehrlich, wenn irgendwer mir sagen kann, von wo das abgeschrieben ist, das fände ich super. Ich find diese krassen Stilbrüche und steilen Spitzen in der Qualität der Wortwahl und des Syntax nämlich nicht lustig.

Papa ist trotzdem scheiße, Lehne bringt Dorian ins Fellbett. Papa kommt mal auf die Idee, sie zu fragen, woher sie den Fummel hat, den sie anhat, und wo sie überhaupt war, doch ehe sie antworten kann, kommt Neander rein.


Er hatte es getan und wurde stocksteif. "Sie?! Ähm...wollen Sie etwas bestimmtes? Vielleicht etwas Hilfe beim Ölwechsel oder beim Montieren der Winterreifen?"
Jetzt vermutlich deinen Kopf, nachdem du ihn zwar offenkundig erkannt, aber mit „Sie?!“ statt „Eure königliche Hoheit“ angesprochen hast.

Er sucht natürlich Lehne. Papa lässt ihn rein.


Sein Gesicht war zerkratzt und sein Arm blutete.
"Was ist bloß passiert? Musste der Plot mich dazu zwingen, Mitleid mit dir zu haben?" Er kam auf mich zu und stolperte über Dorian, sein linker Fuß schien verstaucht.

Kann ja kein Bruch, eine Verrenkung oder eine Zerrung sein. Toll diagnostiziert, Dr. Houselehne.



"Das Pferd hat mich abgeworfen und mir dann mit dem Huf Gesicht und Arm zerkratzt." Ich half ihm hoch und brachte ihn in das ehemalige Krankenzimmer, welches Mama vor ihrer Flucht zum Heimkino umfunktioniert hatte.. Nun würde es mein Krankenzimmer werden. Woanders konnten Neanders fiese Kratzer ja nicht verheilen, vor allem, weil er keinen Supertrank bei sich hatte.

Es stellt sich heraus, dass Neanders kleine Kratzer nur kleine Kratzer sind.


Sein Fuß würde morgen wieder in Ordnung sein.
Ist der Wolverine oder wie heilt der eine Verstauchung über Nacht o.O?

Aber:

Plötzlich war all die Wut vergessen.

Na supi.
Dr. Lehne macht generischen Old-timey-Doktorkram, schmiert Niveacreme mit Spinat auf Neanders Knöchel und wickelt einen alten Lumpen drum und dann gibt es Tee, der hilft besonders gut gegen Verstauchungen. Dann sagt sie ihm, dass er schlafen soll, weil er ja mit nem Kratzer auf dem Arm dringend Bettruhe braucht.


Er musste grinsen. "Aber sie machen dann nichts unanständiges oder?" Er lächelte spöttisch.
...süß.



Sie bietet ihm großzügig an, das zu unterlassen, worauf er ihr ebenso großzügig anbietet, dass sie sich duzen, sobald er wieder aufgewacht ist.


Sofort wollte ich mich an ihm festkrallen und ihn nie wieder loslassen, da fiel mir das von vorhin ein, wie mein Pferd über ein 1cm hohen Ast gesprungen ist und wie blöd das wäre.
Ja, Lehne. Ja, es wäre blöd, wenn auch aus anderen Gründen als was auch immer du denkst. Hör auf, blöd zu sein.

Da schläft Neander auch schon. Was auch immer Lehne ihm in den Tee gemischt hat, wirkt hervorragend. Sicher wird ihn im Palast keiner vermissen.

Aber mal ne Frage: Wo steckt eigentlich Bene?

Ich beende hier den Verriss, aber ich mache mal weiter mit den konstruktiven Verbesserungsvorschlägen:
1. Recherchiere die verdammten Tänze, die es zu der Zeit in dem Land, in dem das Ganze spielt, gab, und wie die gingen. Wenn wir beim Regency-England des letzten Verbesserungsvorschlags bleiben, wären das z.B. die Quadrille, der Cotillion oder verschiedene Formen des Reel. Kein blödes undefinierbares Herumgewirbel und -geschwebe.
2. Wenn man sich schon wegen irgendwas in die Haare kriegen muss, dann bitte wenigstens wegen etwas Konkretem, nicht „Ich hab vorhin die Dienstboten was sagen gehört, was hier jetzt nicht steht, und dann erstmal zwanzig Minuten die Klappe darüber gehalten, ehe es mich gestresst hat!“ Sagen wir, Helena hört, wie Leonard einem Kumpel etwas erzählt mit „Typisch Pöbel, dieses Mädel ist so naiv!“, was sie aber nicht weiß, ist, dass er gerade nur die Worte seines Cousins wiederholt oder das zwischen den beiden ein Insiderwitz ist und sie eigentlich scherzhaft von einer hochwohlgeborenen Dame reden. Sie brüllt ihm dann auch nichts ins Gesicht und rennt laut heulend durch den ganzen Ballsaal, sondern schleicht sich unauffällig von dannen.
3. Als Leonard Helena suchen geht, sagt er seinen Eltern Bescheid, dass er z.B. jagen geht, besonders, wenn er noch seine engsten Freunde mitnimmt, um ihm bei der Suche zu helfen. Da unser Leonard ja im Gegensatz zu Leander kein Prinz, sondern nur ein Adelssohn ist, ist es auch okay(er), wenn er über Nacht wegbleibt. Die Eltern kennen das vielleicht schon und nehmen einfach an, er wäre bei einem der Freunde untergekommen.
4. Wenn Helenas halbe Familie spontan verschwinden muss (Also gesetzt den Fall, das verfolgt einen narrativen Zweck und nicht „Wäääh, ich bin arm und speshul und arm!“), dann kann ja Lilia mit dem Müllerssohn durchbrennen und die Mutter und/oder Oma (Ich versteh eh nicht, warum es hier beides gibt) entweder krank werden und sterben, oder, wenn es weniger dramatisch sein soll, Verwandte besuchen müssen, weil einer von denen krank ist und sie ihn pflegen muss.
5. Vergiss das verdammte Baby und den Neunjährigen nicht.
Tags: fandom : original : 501-550, jaeger : quillsinmyhair : 151-200, verrisse : 1651-1700
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