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Die Prinzessin, oder: [hysterisches Python-Kreischen], Part 5

L‘opus magnifique: Die Prinzessin
L‘auteur créatif: Heartlove98
Genre en proie à ceci: Bluthochdruck in Textform


Der rote Faden: Nachdem Eleanor sich an der Seite von Opferkönig Asche auf den Thron intrigiert hat, wird ihr von der Narration soviel Awesomeness in den Arsch geschoben, dass ihr der Zucker zu den Ohren wieder rauskommt. Das braucht sie offenbar später, weil Phoenix als Gegenspielerin zur Schulhofschlampe stilisiert wird.
Die Charaktere: Eleanor ist unbeschreiblich selbstgerecht und wird trotz Opfernarrativ jetzt zur Supersue geformt; König Asche und seine merkwürdige Abneigung gegen sie verlieren konsequent an Bedeutung, seit er sie zur Königin gemacht hat, und alle anderen sind nur wandelnde Porzellanschüsseln, damit sie kräftig reinscheißen kann. Mit Rebellenkönigin Phoenix betritt das nächste Opfer von Baleas plotinduzierter Sueness die Bühne.
Der Stil: Neben Baleas aufgeblasenem Ego kommen jetzt gelegentlich verwaschene Szenen und Perspektiven hinzu, in denen ihre vom Plot gefütterte Awesomeness von allen Seiten vollkommen hirnrissig aussehen kann.
Die Rechtschreibung und Grammatik: Entgegen der Meinung einzelner werden aneinandergereihte Flüchtigkeitsfehler auch nicht lesbarer, wenn man dem Text zusätzliche Leerzeichen reindrückt, als gäbe es kein Morgen mehr.

Part 1
Part 2
Part 3
Part 4

Moin Moin,

willkommen zurück an Bord! Als euer Kapythän darf ich die Erinnerung an die Höhepunkte der bisherigen Fahrt wachrufen: Balea hintergeht aus Minderwertigkeitskomplexen heraus ihre königlichen Eltern, um professioneller Schläger zu werden. Dann schiebt sie sich durch einen miesen Komplott selbst an der Seite ihres Crushes auf den Thron eines kaputten Reiches ab. Als Haustier begleitet sie dabei der Bastard des verräterischen Sicherheitschefs.

Heute befahren wir eine Abzweigung des Plotflusses, in dem tatsächlich mal etwas passiert, und erhaschen dann einen Blick auf die weite See der Sue-perkräfte, in die Balea so tief getunkt wird, dass ich wünschte, sie würde daran ersticken.





Kapitel vierzehn: Die junge Königin, oder: So the cold did bother her



Wir beginnen unsere heutige Kreuzfahrt Im Frostreich, weil immersives Schreiben für pingelige Meckerfritzen mit zuviel Freizeit ist.

Und weil Balea nicht in Nicht!Australien herumfriert, haben wir hier unser erstes Kapitel ohne sie. Hurra!





Stattdessen treffen wir die hier:

Die Königin warf ihr langes dunkles Haar siegesgewiss zurück, ihre vollen Lippen verzogen sich zu einem grausamen Lächeln. Anmutig erhob sie sich von ihrem Thron, sie genoss seine Blicke auf ihrer Haut.

Das ist also Baleas Gegenspielerin, Phoenix. Oder auch Jasmin, die späten Jahre.

Anscheinend haben die da schon Zentralheizung, denn obwohl Phoenix dieselbe Umhang-Stripshow abzieht wie Balea, erfriert sie nicht jämmerlich. Die Wachen glotzen vor Angst auf den Boden, aber Mr Unbekannt guckt ihr voll tough und männlich auf die Brüste in die Augen.

Ein geborener König. Mit schwingenden Hüften trat sie auf ihn zu. Sie leckte sich über ihre Lippen als sie mit ihren langen Fingern über seine breite Brust strich.




Wie überraschend, im Gegensatz zu Baleas Plan trotz Ehevertrages das Fräulein Rührmichnichtan zu geben, ist ihre direkte Gegenspielerin aufdringlich und körperbetont! Ich will eure zarten Nerven ja nicht mit unzüchtigen Gedanken belasten, aber vielleicht hat sie sogar Geschlechtsverkehr außerhalb einer Ehe und kann ohne Erröten an für sie attraktive Körpermerkmale denken.

>>Der Bastard des Feuerkönigs geht in eine Bar und da fragt der Barkeeper "Warum so ein langes Gesicht?". Lustig, nicht wahr? <<, lachte sie kehlig.

Es ist tatsächlich Baleas am Anfang mal erwähnter Halbbruder, der sich verziehen musste, damit sein legitimer Bruder weniger Konkurrenz hat. Ist ganz schön herumgekommen, der Junge.

Weil seine Augen zuerst total feurig sind und dann auf Nachfrage eisig kühl werden, folgert Phoenix, dass Beau ein sehr gefährlicher Mann ist. Vermutlich hat er auch gute Noten im Materialstresstest bekommen.


Oh, es würde ihr eine Freude bereiten ihn zu verführen.

Alle mal melden, die Zweifel daran hatten, dass dies ihre bevorzugte Methode sein würde. Ja, ich auch nicht.
Gut, es ist auch äußerst schwierig, jemanden zu finden, neben dem Balea in irgendeiner Weise moralisch überlegen aussehen könnte. Aber der verzweifelte Versuch ist so offensichtlich, dass ich mich wundere, dass sie nicht Schlampix die Männerfressende heißt.

Aber da können wir ja nachhelfen. Was haltet ihr von Hoe-oh?



>>Ich habe einen Vorschlag für Euch. <<, sagte sie schließlich. Verschwunden war die Leidenschaft aus ihren Gesichtszügen, jetzt galt es sich dem Geschäftlichen zuzuwenden.

Damit ist sie schonmal professioneller als Balea.

>>Ihr werdet mir helfen Euren Vater zu stürzen. <<

Sie bietet ihm den Thron von Papabär an, was immerhin ein cleverer Ansatz von ihr ist. Der Bastardprinz wundert sich, was sie für ein Interesse daran hat, den mächtigsten Fürsten von denjenigen zu stürzen, die ihre Vorfahren und die ihres Volkes auf einen lebensfeindlichen Kontinent verbannt haben.
Ich sage mal „Wer schaltet wie alle anderen Mitglieder seiner Familie sein Hirn nie ein?“, Alex!



Wir kriegen noch kurz vorgekaut, dass sie an vorderster Front kämpft, was bei ihr aber nicht bodennah ist wie bei Balea, sondern, uhm, genau, sie ist grausam und gefürchtet.

Sie könnte ihn hier und jetzt umbringen, seinen Kopf in das Feuerreich schicken.

>> Ihr beginnt mich zu langweilen, Prinz Beaufort. <<, sagte die Königin sinnlich.

Prinz Doofort hinterfragt nicht, ob sie eine Armee oder wenigstens einen Hulk hat, aber macht einfach mal mit.


Und das war‘s auch erstmal mit Screentime für Hoe-oh. Wenn ich das laszive Brimborium herausschneide, hat sie nicht nur Invasionspläne, um dem umwirtlichen Eisblock-Land zu entkommen, sondern auch persönlichen Beef mit Papabär und bereits einen geeigneten Kandidaten als Gegenkönig gefunden. Da der Brückenkopf, der jetzt Balea als Königin an der Backe hat, eh angeblich total im Eimer ist, sollte man da Fuß fassen können. Und von da aus Ansprüche erheben, zumindest sobald Papabär den Löffel abgegeben hat.

Wenn Hoe-oh bis dahin ihre Kräfte bündelt und die Rebellion im Erdreich am Leben hält – ihr wisst schon, das Land, das Papabär mal eben plattgemacht hat, als seine Ische abgehauen ist -, könnte sie einen schlechteren Plan haben.







Kapitel fünfzehn: Die Generale, oder: General, Admiral, scheißegal!



Balea reitet an der Spitze des Reisetrekks und hält das auch noch für clever.

[W]omöglich akzeptieren sie mich noch nicht. Es reichte allerdings aus, damit sie mich an der Spitze ritten lassen, mehr als das, ich durfte sie anführen.

Ich vermute ja, die lassen sie sich aus anderen Gründen vorne anstellen.





Ich löste das Band aus meinen Haaren und genoss wie die Luft mein helles Haar zerwühlte und es mir elegant ins Gesicht klatschte, sodass ich nichts mehr sehen konnte, sodass ich mein Pferd ins nächste Schlagloch trieb und achtkant auf die Fresse flog. Ich beugte mich in meinem Sattel vor. Noch schneller pfiff der Teil der vor mir explodierten Wand an mir vorbei.

Funfact: Es hat einen Grund, weshalb man in einem Trekk zusammen reist. In einem langen, schweren Transportzug ein Pferd durch hohe Geschwindigkeiten zu verausgaben, ist, wie soll ich sagen?, auf allen Ebenen richtig dämlich.


Ach, was soll‘s, wir haben die Zeit *nackenstreck* - Infodump incoming!


Zunächst sollte der Großteil der Zugkraft von Maultieren kommen. Diese sind nicht nur trittsicherer, ausdauernder, zuverlässiger und genügsamer auf langen Strecken, sondern kommen auch besser mit dem heißen, trockenen Wetter zurecht, das für die Gegend beschrieben wird. Ochsen wären bei sehr langen Strecken grundsätzlich eine Alternative, leiden aber eher unter Hitze und sind vor allem eines: langsam. Pferde, Zug- wie Reittiere, brauchen öfter und länger Erholungspausen, und können nicht endlos Kraftfutter zugefüttert bekommen, ohne eine Kolik zu riskieren. Gerade Warmbluttiere haben außerdem dank selektiver Zucht zugunsten sportlicherer Merkmale oft von Beinmuskulatur und Hufstruktur her gesundheitliche Probleme mit langen Strecken.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es in dem Zug keine Pferde geben kann. Auf die sollte nur größere Rücksicht genommen werden. Sie werden in heißem Klima wesentlich weniger performativ und belastbar sein, außerdem bestimmen in ariden Landschaften umso mehr Möglichkeiten zum Grasen und Tränken, wann Pausen eingelegt werden können und müssen. Gerade bei Transportzügen wie diesem hat man auch nicht unbegrenzt Platz, Heu und zusätzliches Kraftfutter mitzuführen. Kleine Zahl am Rande: Auch für Pferdereisen heutzutage – mit modernem Equipment – werden zwei Tage die Woche als Ruhetage empfohlen. Ebenso für die Reiter, denn je nach Ausrüstung kann es unglaublich unbequem werden. Die meisten Sättel sind nicht für lange Reisen entworfen und wer nicht dazu ausgebildet und gewohnt ist, sich und sein Tier bis an die Grenzen zu bringen – wie Boten und militärische Aufklärer –, wird früher oder später vermutlich jede noch so mies gefederte Kutsche bevorzugen.

Was noch? Ach ja, Handpferde. In einem Zug mit Reitern ergeben zusätzliche Handpferde durchaus Sinn. Ich würde vermuten, Krieger haben schon für ihre Ausrüstung jeweils mindestens ein Gepäckpferd und dazu Reitpferde, um das Schlachtross zu schonen, wenn sie es für beispielsweise einen prunkvollen Einzug in der Hauptstadt oder Städten auf dem Weg dorthin mitführen. Da wir es hier mit hochrangigen Kriegern als Garde des Königs zu tun haben, tippe ich auf mindestens fünf Pferde pro Krieger (gemessen an einer Schätzung für mittelalterliche Ritter). Unnötig zu erwähnen, dass die nicht alle als Handpferde vom Krieger selbst geführt werden können, was im Übrigen auch gelernt sein will. Oder, noch schlimmer, von den Adeligen, die in ähnlicher Weise mehrere Pferde zur Verfügung haben werden. Wer führt also die anderen Tiere? Knappen und Diener. Wie? Zu Fuß.

Oh ja, wir haben nämlich noch gar nicht über den Haushalt gesprochen. Wer als Adeliger vernünftig reist, braucht auch die angemessene Verpflegung. Wir haben schließlich keine kleine Gruppe an Kriegern, die ihren König an einen Kriegsschauplatz begleiten. Asche ist nicht einmal kurz zum Netto um die Ecke, und man hat eine hochrangige Lady dabei! Hand aufs Herz, unauffällige Spione, die abends wieder im hoheitlichen Bett liegen müssen, werden vermutlich selten reiten oder gar für Langstreckenreisen üben. Wir haben Zofen, Kammerdiener, Köche, Küchenhilfen, Möbelpacker, Stallknechte, et cetera – und das sind im besten Fall Karrenpassagiere, bei entsprechender Zahl aber auch einige Fußgänger. Apropos Zahl: Kanzler Becket reiste im 12. Jahrhundert mit mindestens zweihundert Leuten seines Haushalts und dazu noch einigen Kutschen, Fußdienern und nicht weniger als zwölf Packpferden, die geführt werden mussten. Und vergesst um Himmels Willen die Jagdhunde nicht! Wenn ein absolutistischer König ihn gerne unterbieten möchte, sollte er nur weder Respekt noch irgendwelche Wiederaufbau-Symbolik erwarten.

Das alles geht übrigens von reisefreundlichem Wetter und guten Straßen aus, außerdem Reisestationen wie Herbergen, Klöster oder ansässige Adelige, die besucht werden wollen, bei denen man Vorräte holen undn Pferde wechseln kann. Die werden so oder so ewig unterwegs sein. Und wenn Balea dann voranpreschen, mit den Kriegern auf den eigenen Fersen den Trekk schutzlos lassen, und Pferd um Pferd zu Tode schinden will, spiele ich die Geschichte Amnesty International und der PETA zu.







Abends pfeift Asche sie zurück.

Ich hatte mein Kleid bereits nass geschwitzt, meine Haare hingen feucht in meinen Nacken. Eifersüchtig betrachtete ich Shivas kurze Haare. Sie trug helle Hosen und ein Oberteil, das kreuzartig über ihre Brust geschlungen war und ihre schmale Taille offenbarte.

Oh, richtig, geeignete Reisekleidung, das hatte ich vergessen. Danke, Dumpfbacke. Wie wäre es, wenn Du Deine Haare dann einfach hochgesteckt lässt?



Dann hampelt denen ein Junge entgegen, den Asche erstmal knuddelt, bevor er erklärt, dass seine Armee wohl in der Nähe wartet. Also ich hätte ja einen Boten zu Pferd oder einen Vogel geschickt, aber was soll ich schon erwarten?

Ich nickte langsam angesichts der spärlichen Informationen. Er misstraute mir genug, um mir nicht zu verraten wer auf uns wartete, denn es musste jemand wichtiges sein. Dafür genügte ein Blick auf Shiva oder Tara, die nun angespannt auf ihren Pferden saßen.

Oder Du solltest es Dir denken können oder hast mal wieder nicht aufgepasst, als es um Deinen eigentlichen Job ging, weil Du lieber mit den Underdogs spielen wolltest. Was ist wohl wahrscheinlicher?

Balea ist außerdem schockiert – schockiert! -, dass so ein kleines Balg schon zur Armee gehören soll.


Das Blutreich war dafür bekannt, ihre Krieger schon von Kindesbeinen auf zu tödlichen Waffen zu formen, doch es mit eigenen Augen zu sehen, war eine ganz andere Sache. Bei meinem Königreich, er war noch ein kleines Kind!


Für „Dein Königreich“, dem Deine Schwester helfen sollte, Du intrigantes Miststück.



Und für deine Moralapostelei, ohne auch nur Anhaltspunkte zu haben, ob das nicht einfach ein Stalljunge, Lieblingsdiener oder sonstiges Kind ist!





Weil ich es kann!



Shiva, die Kriegerin, mit der sich Balea angelegt hat, betrachtete mich noch einen Moment aus ihren kühlen Augen, bevor sie ihre Aufmerksamkeit auf den Jungen in Ashs Armen richtete. Zärtlichkeit blitzte in ihren Augen auf.

War Shane etwa ihr Bruder? Dafür sahen sie sich jedoch viel zu unähnlich.

Ich würde es Asche ja gönnen, wenn das seine morganatische Familie wäre. Vor allem wenn Shiva Balea vermöbelt, sobald die deswegen Drama macht.

Die Sonne verabschiedete gerade vom Horizont, als wir das gewaltige Lager erreichten.

Ach was, wenn eine Menge/wichtige Leute reisen, muss man Aufwand betreiben?



>>Nora. <<, sagte Ash und deutete mit seinem Kopf an seine Seite.
Wut loderte in mir auf, da er mich rief wie ein Hund. Und dennoch gehorchte ich. Ash wollte, dass wir Einigkeit verkörperten. Wo es ihm noch vor seinen engsten Kriegern egal gewesen war, wollte er nun den Schein wahren.

Wenn Du nicht da bist, wo Du hingehörst, ist das Deine eigene Schuld. Kann ja keiner ahnen, dass eine Königin an der Seite ihres Königs auftreten sollte!


In diesem Moment traten drei Männer aus dem riesigen Zelt in der Mitte des beschaulichen Lagers, das seit der letzten Beschreibung geschrumpft war, weil die Hälfte der Soldaten bei Baleas Ankunft spontan desertiert war. Beinahe war es so, als würden diese drei Männer den Lebenszyklus symbolisieren.

Die drei Nornen sind der Beschreibung nach Großväterchen Frost, Lukas der Lokomotivführer und Tom Hiddleston!Loki. Mit letzterem trägt Balea ein Starrduell aus und wird dann von den Klunkern abgelenkt, die die drei tragen.

Sie trugen das Zeichen der Pendragons.

>> Ihr habt endlich Eure Braut gefunden. <<, sagte der Mann mit den leuchtend grünen Augen. Ash hob überrascht eine Augenbraue. Er hat gefunden gesagt, so als hätte Ash mich gesucht. Ich unterdrückte ein Lachen.


Nur falls ihr euch gefragt habt, ob sie vielleicht allmählich bereut, was sie ihrer Schwester, Asche und den anderen angetan hat.



Weil Balea noch nicht genug auf Asche gepisst hat, steigt sie jetzt demonstrativ ab, was bei den Statistem allgemeines Raunen und diverse Atemnöte hinter vorgehaltenem Korsett auslöst. Ich finde es bestenfalls trotzig und ungehörig, nicht auf Asche zu warten, wie so ein kleines Kind, das mit dem Fuß aufstampft.
Ich will den Vorgänger übrigens wirklich nicht lesen, denn Nornen-Loki alias General Whatshisname vergleicht sie deshalb mit ihrer Mutter.


Ich riss meine Augen auf. Das war also der Mann, der mithilfe meiner Mutter König Henry (wen?) gestürzt hatte. Er war gutaussehend. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich Zweifel in mir.

Das … ist eine seltsame Aneinanderreihung von Sätzen. Und Gedanken. Es wird nicht besser dadurch, dass sie als nächstes an das Gerücht denkt, er wäre zu der Zeit Muttibeths Lover gewesen.

Geplänkel, Geplänkel, Namedrop. Laaangsames Geräusch einer fallenden Münze.


Langsam wurde mir die Tragweite dieses Treffens bewusst. Diese drei Männer waren Ashs Generale. Im Blutreich wurde die Macht über die Streitkräfte im Land, auf dem Wasser auf zwei Generale übertragen. Die mächtigsten Krieger des Landes, die Ashs Armeen befehligten.



Worauf Balea vermutlich eigentlich hinauswill, ist, dass sie militärische Oberbefehlshaber im Rang von Generälen sind.

Aber ernsthaft: Kann dieses Weib irgendetwas? Wer hat die erzogen? Die Beauftragte würde ich ja nachträglich vom Hof verbannen, in irgendeinen Steinbruch zur Zwangsarbeit. Schlimm genug, dass Balea derart unbeaufsichtigt war, dass sie all den Spionagescheiß hat durchziehen können, aber wie hat sie überhaupt lesen gelernt, wenn sie scheinbar nicht einmal die IQ-Mindestanforderung für adelige Grunderziehung erfüllt hat? Ich verstehe ja, dass sie für die Aufgabe als Königin des Blutthrons nicht vorbereitet war, aber hätte dann nicht irgendjemand vor der Hochzeit oder wenigstens vor der Abreise oder während den elendig langen Wochen auf dem Weg darauf kommen können, sie grundlegend zu briefen? Allerwenigstens den Crashkurs ‚Who‘s who‘? Dann stünde sie – und damit Asche – jetzt nicht so dumm da!

Und wenn man sich nicht arschen kann, auch nur den Spitzenstab des zukünftig mitzuregierenden Königreiches zu überfliegen, dann doch wenigstens Uniformen lesen können! Dafür sind die da!



… Sheesh. Weiter.
Wir kriegen die Info, dass wir noch im Erdreich sind. Das unter Papabärs Herschaft steht. Mit Asches militärischer Spitzenbesetzung in einem Feldlager.


Ich hatte gehofft, dass die Boten aus dem Frostreich eine friedliche Botschaft bringen würde. Doch Ash schien das nicht zu glauben.

Einem Feldlager, das auf der von der Gefahrenquelle am weitesten entfernten Seite außer Landes ist. Aber wartet, wird noch besser: Die haben das einfach mal alleine entschieden, mit der großartigsten Begründung von Großväterchen Frost.

>>Uns droht ein Krieg mit dem Frostreich, ich bin ein alter Mann und die Schiffsflotte muss neu aufgebaut werden. <<

Und dann bestimmt der im Alleingang eben mal Asches ABF, Jeden Fernöstlich Angehauchten Krieger Jemals, zu seinem Nachfolger.

>>Ich verstehe. <<, sagte Ash.


MUSS ICH ES ERKLÄREN ODER GEHT‘S NOCH?!

Er trägt ausdrücklich das Wappen des Königs und überschreitet seine fucking Kompetenzen in fucking Anwesenheit des fucking Königs, ohne den auch nur zu fucking fragen! Formlos! Rücktritt und Übergabe an jemanden, der offensichtlich nicht den fucking Admirals-Rang hat! Was zum Fick ist falsch bei dem?!

Und wie soll ich dann auch noch ständig zu Baleas Dummfug zurückkehren?!





Mein Kopf pochte noch immer von den Strategiegesprächen. Ahahahaha! Ich würde mein Schweigen erst brechen, wenn ich etwas Sinnvolles zu sagen hatte. AHAHAHAHAHAHA, SCHÖN WÄR‘S!


Und dann … uuuuuugh. Es ist echt notwendig, dass ich nicht vorlese, sonst würde ich das Dokument unter hysterischem Gelächter schließen und niemals wieder öffnen.

Wir kriegen den nächsten Ehestreit vom Kaliber „Conny kommt in die Pubertät“, das Pixiebuch, weil Balea doch gefälligst auf dem Töpfchen Aa machen im Zelt schlafen soll.

“Nein!“
„Doch!“
„Nein, ich hab ein langes Schwert!“
„Und Du hast jetzt einen Job, Du dumme Funze!“
„Du bist nicht meine echte Mama!“


Als ich das Zelt mit großen Schritten verließ, breitete sich Enttäuschung in mir aus. Enttäuschung, dass er mich nicht geküsst hatte.



Sie pennt außerhalb des Lagers und träumt bedeutungsvoll von einem Adler, dem Wappentier der Pendragons, und sieht sich als badass Kriegerin in einer Schlacht, mit Asche tot zu ihren Füßen.

Gott, ich habe mir noch nicht einmal bei Joffrey Baratheon so sehr gewünscht, die eigene Dummheit möge ihn so dermaßen zu Fall bringen, dass er nie wieder die Knie vom Boden kriegt.
… aber wenn jemand Balea vergiften möchte, das nehme ich im Notfall auch.



Kapitel sechzehn: Der Adler und die Lilie, oder: Hello Sueness, my old foe


Rekapitulation vom Traum, Schlachtfeld, Adler, Lava, toter Asche. No pun intended.

Balea wacht auf und wir kriegen den Hering ins Gesicht geschmiert, dass keines von Muttibeths Kindern deren Visionen hat. Die sieht Dinge? Wundert mich nicht.


Und dann erklang ein Geräusch in der sonst so schweigsamen Nacht. Das Klirren eines Schwertes. Das Schnaufen eines Kindes. Ich folgte den Tönen meiner Kindheit.

Die Töne Deiner Kindheit waren dein elendiges Geplärre, der Rest wurde vom Vakuum in Deinem Kopf aufgesogen.



Sie findet den kleinen Jungen, den Asche geknuddelt hat, sich an Waffen üben. Huldvoll gesteht sie ihm zu, nicht schlecht zu sein. Da kann man schonmal vergessen, dass man es gestern noch voll geimen fand, Kinder das Morden beizubringen.
Weil sie ja jetzt vor dem Knaben voll die kewlige Tante sein kann, die ihn nicht bei seinem unbeaufsichtigten Kampf verpfeift und mit ihm Messerwerfen übt, bis er mal einen Treffer schafft.


Das Kind war mir wirklich viel zu ähnlich, zumal er direkt einen Hang zum Größenwahn entwickelt hatte.

‘nuff said.


Loki, zufällig der Ausbilder, erwischt sie und sackt die Waffen ein. Die Narration gibt sich Mühe, ihn finster erscheinen zu lassen, aber es setzt jetzt weder eine Strafe noch eine Predigt, also halte ich ihn für ziemlich gnädig, gemessen daran, dass die Regeln ziemlich sinnvoll sind.

>>Geht es Euch gut ? <<, fragte mich der General. Seine durchdringenden Augen musterten mich besorgt. Ich winkte nur ab und versuchte das Zittern in meinen Händen zu unterdrücken. Wieder ein Adler. Ein Adler, eine Lilie.

Wo auch immer sie jetzt die Lilie hernimmt. Auf jeden Fall ist es natürlich nur ein Albtraum. Bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen!

Asche hört das Bellen der Sue-Glocke und taucht auf, um Loki böse anzustieren.

Wenn er Sullivan nicht mochte, weshalb hatte er ihn zum General erhoben. Das ergab doch alles keinen Sinn!



Soll mich das überraschen? Wir haben doch schon gesehen, dass Balea ihre ABFs um jeden Preis be-vetternwirtschaftet, obwohl es die inkompetentesten Volldeppen vom Dienst sind.

Dann kriegt Balea nochmal einen Anfall von Ominöser Visions-Migräne(TM) und wird davon ausgeknockt. Immerhin etwas.





Ich hatte eigentlich noch ein weiteres Kapitel für diesen Part geplant, aber wisst ihr was? Nächstes Mal. Ich muss mich erstmal erholen.


(Allmählich brauche ich einen Disclaimer, der sich gegen Alkoholkonsum ausspricht, aye?)


Euer Pfützenpython


Tags: fandom : original : 501-550, genre : mary sue/gary stu : 1001-1050, jaeger : pfuetzenpython, verrisse : 1601-1650
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