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Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe oder Juli und der Märchenprinz Teil 3

Titel der Geschichte: Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe
Fandom: Game of Thrones Game of fairy tale's
Name des Verbrechers Autors: terisha007
Der uninspirierte Plot: Juli – die älteste Tochter von Eddard Stark dem Listigen – trifft ihren Märchenprinzen Jaime, der sich leider in den Klauen des bösen Ungeheuers Cersei befindet. Hat ihre tragische Liebe eine Chance?
Antiqualität der Charaktere: Juli ist eine perfekte Mary Sue, Jaime Lannister wird zu einem tragischen missverstandenen Märchenprinzen degradiert, seine Schwester Cersei ist die pure Bosheit in Person und der Rest mutiert zu austauschbaren Pappaufstellern, die zufälligerweise die Namen der GoT – Charaktere tragen. Eddard Stark ist listig.
Entnervende Macken im Stil: Juli ist so wunderschön. Juli ist so herzensgut. Juli ist ja ach so schlau. Juli hier, Juli da. Und als wäre Juli nicht schon omnipräsent, werden ihr auch noch einfach Szenen und Handlungsstränge anderer Charaktere zugeschanzt. Ausführliche Beschreibungen – gleich, welcher Art, sucht man im Text vergeblich (außer sie dienen dazu Juli zu huldigen), fließende Übergänge existieren nicht.
Die Zeitform und Erzählperspektive legt so manchen seltsamen Sprung hin.
RS/G-Fehler: Okay.
Mehr oder weniger Positives: Die Autorin hangelt sich stark am Serienkanon entlang, was einerseits allzu große Fehler verhindert, andererseits manchmal etwas unkreativ scheint ist.

Achtung! Im Veriss sind Spoiler für die GoT – Staffel 1 enthalten.

Teil 1, wo Eddard Stark der Listige eine Tierhandlung besucht.

Teil 2, wo eine Partie Halma beinahe tödlich endet.



Was bisher geschah:
Der Märchenprinz Jaime und seine böse Schwester Cersei, sowie eine Horde unwichtiger Pappaufsteller sind auf Pappkulisse Winterfell – dem Zuhause von Eddard Stark dem Listigen und seiner Tochter Juli zu Gast, weil ... in der Serie ist es auch so.
Märchenprinz Jaime trifft sich mit seiner Schwester Cersei zu einer verbotenen Partie Halma. Doch da Pappaufsteller 3 sie dabei beobachtet, bleibt Cersei keine andere Wahl als ihn aus dem Fenster zu schmeißen, sie ist ja auch böse und so. Man reist nach Königsmund ab.


3. Zweifelhaft ob die Geschichte je besser wird

Juli, Eddard Stark der Listige, und die restlichen Pappaufsteller sind an ihrem Reiseziel angekommen.
Pappkulisse
Königsmund ist anscheinend eine beeindruckende Stadt, weil … sie eben voller Schönheit ist. Ach ja und gleichzeitig auch voll von Armut und Reichtum, Leid und Freude, Liebe und Hass und Dummheit und Klugheit und Schwarz und Weiß und …

Und so wie es sich auch für eine Pappkulisse gehört, wohnen dort natürlich fröhliche Menschen, traurige Menschen, Pappaufsteller mit aufgemalten Lächeln und Pappaufsteller mit aufgemalten herabhängenden Mundwinkeln und jene die ihren Vater und seine Eskorte nicht aus den Augen ließen. Sie waren gespannt wie die neue Hand des Königs sein würde und wie lange sie am Leben blieb, denn da sie alle nur zur seelenlosen Dekoration zählten, brauchten sie auch kein eigenes Leben, mit all seinen Problemen und Freuden, und konnten unbesorgt die strahlende Juli und deren näheres Umfeld zum Mittelpunkt ihres Daseins erklären.

Kaum zwei Sekunden in Königsmund und schon kennt Juli sich mit der heimischen Gerüchteküche aus:
Die Lennisters waren angeblich für Jon Arryns Tod verantwortlich, doch hier in Königsmund, konnte man es sich nicht leisten, dies laut auszusprechen. An jeder Ecke gab es Spione der Lennisters, sagte man etwas falsches – war man tot.

Julyne war froh … Einen Augenblick bitte, ich habe da ein paar kleine Fragen:

1. Warum existiert das Gerücht, dass Jon Arryn ermordet wurde? Ist nicht eine plötzliche Erkrankung die offizielle Erklärung für seinen Tod?
Und was für einen Anlass sollte es für das gemeine Volk geben, diese Erklärung anzuzweifeln?

2. Weshalb werden überhaupt die Lennisters beschuldigt? Welche Gründe hat das gemeine Volk sie zu verdächtigen? Weshalb das Haus beschuldigen, was eng mit der Krone durch Heirat verbunden ist, und sich doch eher selbst schädigt, wenn es die Krone durch den Wegfall eines fähigen und tüchtigen Ratgebers schwächt? Würden sich zum wahllosen verdächtigen nicht eher Häuser bzw. Personen eignen, die offen über Roberts Herrschaft murren oder einen offensichtlichen persönlichen Groll gegen Jon Arryn hegen, asu welchen Grund auch immer?
Weshalb sich mit so einem mächtigen Haus wie die Lennister Feinde machen, wenn es keinen offenkundigen Grund gibt?

3. Wenn jedermann solche Angst vor den angeblichen Spionen hat und sich deshalb mit kritischen Äußerungen eher bedeckt hält, wie konnte dann Juli so schnell davon erfahren? Und zeugt dies nicht eher von der Unfähigkeit „dieser Spione“, dass sich dieses Gerücht trotz großer Furcht so sehr ausgebreitet hat?

'Seufz' Ich glaube, ich suche zu viel Logik, machen wir lieber weiter.

Juli jammert, dass sie müde ist, Der kleine Rat will sofort mit Eddard Stark dem Listigen sprechen, und eine Pappdekoration im Hintergrund erhält endlich einen Namen und Existenzberechtigung
(Jory Cassel - Anführer von Vaters Garde).

Ein abrupter Cut und wir befinden uns in einem Ikea – Möbelkatalog wieder.

Julynes Zimmer war sechs Quadratmeter groß und im wunderschönen Stil eines Jugendherbergszimmer eingerichtet. An der linken Seite des Raums war ein Schreibtisch mittig an der Wand angebracht, so dass die Tischbeinfüße in der Luft schwebten, mit einem leeren Bücherregal, was direkt auf der Schreibtischfläche festgeschraubt war. Daneben, fünf Meter über dem Boden, befand sich die Tür vom Bad. Gegenüber stand ihr Doppelstock-Bett. Es war so riesig, wie schmale Doppelstockbetten eben sind, und hatte wohl einst gelb-orange gefärbte Seidenvorhänge gehabt, dessen Farbe sich mit der Zeit zu einem schmutzigen Staubgelb gewandelt hatte. Es gab auch einen gerade fünf Zentimeter breiten Balkon. […] Der Ausblick auf den Hinterhof mit den dreckigen Mülltonnen war nicht gerade wunderschön zu nennen, unter ihr erstreckte sich der ehemalige königliche Garten, dessen Gelände jetzt für die Schweinezucht genutzt wurde, und da hinter den Mauern des Hinterhofs, noch die hohen Außenmauern der Burg lagen, sah sie leider nicht einmal das Meer.
Aber Juli war dennoch zufrieden, denn wenigstens hatte ihr das böse Monster überhaupt ein Zimmer zuweisen lassen, obwohl diese sie doch bezichtige, ihr ihren Geliebten zu stehlen. Juli schnaubte verächtlich, als ob sie so etwas auch nur in Erwägung ziehen würde, dass sie überhaupt nur mit ihm sprach, war einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass ein innerer Zwang sie dazu brachte. Genau, der Zwang war schuld!
Und schon jetzt spürte sie, wie sie eine leise Stimme dazu drängte, um Mitternacht in den königlichen Privatgarten zu schleichen …

Dann ein erneuter abrupter Cut und wir erleben einem Albtraum, entschuldigt dies tun wir ja schon die gesamte Zeit, äh ich meinte wir erfahren von Julis erlebten Albtraum:


Joffrey hatte sie getötet […] und ihren Schattenwolf Leah, nur Original aus der Tierhandlung.

Im Schnelldurchlauf erhalten wir die Erklärung für diesen ach so schaurigen Traum, die geschilderten Ereignisse basieren wohl lose auf dem Vorfall mit Joffrey, Arya und Nymeria aus der Serie:

Auf der Reise nach Königsmund, hatte man Sansas Schattenwolf Lady töten lassen, da er angeblich Prinz Joffrey angefallen hat und […] seine Mutter, Königin Cersei verteidigt ihn wie eine Löwin und hörte sich nicht mal die anderen Stimmen an.

Leider wird nicht erklärt, weshalb ausgerechnet die so sanfte und brave Lady auf einmal zur wilden Bestie mutierte, noch weshalb ihre Besitzerin Sansa zuließ, dass sich ihr Schattenwolf auf ihren Schwarm Joffrey stürzte, doch ich denke wir haben alle genug Fantasie, um uns selbst die passenden Erklärungen zusammen zu suchen und wenn nicht Pech gehabt …
Denn wer will schon Erklärungen, wenn er Romantik haben kann?


Nach wie vor hält sich Juli lieber von den ach so böhösen Lennisters fern, Besonders von dem Königsmörder,[...], was ihr schwer fiel, denn er schien immer in ihrer Nähe zu sein. Sie hasste diesen selbstgefälligen, süffisanten Blick mit dem er durchs Leben ging. Wie konnte man nur so eingebildet sein??
Na ja, wenn das dein einziges Problem ist Juli …

Da ihr der Garten von himmlischen Licht erfüllt, so gut gefällt, möchte Juli spazieren gehen. […] Ihr Vater würde ihr eine Strafpredigt halten, weil sie so leichtsinnig ist, doch in den Gärten seiner Majestät würden wohl keine Gefahren lauern. [ … ] Gewährt Joffrey nicht gerne seinen Löwen nachts freien Ausgang in den Gärten? Äh, geh ruhig Juli, geh ruhig. Ach, und diese großen Katzen mit dem gelben Fell sind sehr verschmust, und freuen sich wirklich über jede Streicheleinheit.

Die wunderbare Juli spaziert also durch den Garten.

Was wird wohl nun als Nächstes passieren?
A) Na gar nichts, Juli latscht ein wenig durch den Garten und geht dann schlafen.
B) Irgendein ein von mir angeheuerter Meuchelmörder murkst Juli ab, damit Westeros nicht weiter verschandelt wird.
C) Juli trifft (auf überhaupt nicht vorherzusehende Weise) auf den Märchenprinzen, weil … äh Romantik oder so ...
D) „Oh, was bist du nur für ein süßes Kätzchen … Heh, nicht beißen, meine Hand brauche ich doch noch ...“


Und …

Überraschung! Es ist Antwort C!
(Wer jetzt A, B, oder D gewählt hat, hat nicht aufgepasst … Shame! Ding! Ding!)


Jaime […] war gerade auf dem Rückweg vom Königspalast zu seinen eigenen Gemächern, als er vor ihm jemanden gehen sah. […]
(Der Weg zu seinem Zimmer führt also durch den Palastgarten? Klingt … logisch.)


Und natürlich muss der Märchenprinz seine zukünftige große Liebe einfach so anquatschen:
„Lady Julyne, es ist gefährlich hier draußen, vor allem in der Nacht.“
Erschrocken und gleichzeitig überrascht fuhr das Mädchen herum und sah aus wie ein kleines Kind, dass bei etwas Verbotenem ertappt worden ist, und das auch zu Recht, denn dies waren schließlich die königlichen Privatgärten, zu denen nur die engsten Mitglieder der Königsfamilie Zutritt besaßen. Und Mary Sues erst recht nicht.

Es folgt ein kleiner Schlagabtausch zwischen den beiden, ein witziges und zugleich spannendes Gespräch, wo beide Charaktere auf gleicher Augenhöhe stehen und miteinander kommunizieren.

Wer das jetzt für bare Münze genommen hat, hat leider schon wieder nicht aufgepasst … Shame! Ding Ding!

Es folgt ein Gespräch, dass sich wie ein Sandkastenstreit zweier Kindergartenkinder liest, was aber mit pseudo hochtrabend klingenden Formulierungen und „starker Inspiration“ von in der Serie auftauchenden Sätzen zu überdecken versucht wird.

Hier eine lesbare Zusammenfassung:


Juli (herablassend): "Was fällt Euch ein, einfach so eine Frau zu erschrecken?"
Märchenprinz: "Tut mir leid, war nicht meine Absicht."
Juli: "Und deshalb schleicht Ihr Euch einfach so von hinten an?"
Märchenprinz (ertappt): "Äh ... äh ... ich wollte nur mal "Hallo" sagen, und Euch fragen, was Ihr hier so treibt."
Juli (Augen rollend): "Ich gehe spazieren, sieht man doch. Moment, das gleiche könnte ich Euch auch fragen!"
Märchenprinz schaut mit verklärten Blick zu ihr, Sabber läuft aus seinem linken Mundwinkel.
Juli (schnippst wild mit den Fingern): "Heh, Erde an Märchenprinz ... Hört Ihr mir überhaupt zu?"
Märchenprinz: "Äh ... ja, klar."
Juli:"Und?"
Märchenprinz (
verschmitzt): „Wie Ihr seht, Mylady, trage ich noch meine Arbeitskleidung, was bedeutet, dass ich bis gerade eben noch im Dienst war.“
Juli betrachtet ausgiebig seine Rüstung.
Eddard Stark: „Was für eine…eindrucksvolle Rüstung, Mylord, mit nicht einem einzigen Kratzer, wie mir scheint.“
Märchenprinz (verwirrt): „Was macht der denn hier?“
Rosalie (Schulter zuckend): „Oh, mein Fehler. Ich dachte, ich hätte ihn so etwas Ähnliches mal sagen hören ...“
Juli (hastig): „Äh, nein? Das kann nicht sein, du musst dich irren!“
Rosalie (guckt skeptisch): "Und was ist mit der Begegnung im Thronsaal zwischen Jaime und Eddard Stark, kurz nach dessen Ankunft in Königsmund?"
Juli (Steckt sich die Finger in die Ohren): „Lala lala, ich kann dich nicht hören, ich kann dich nicht hören.“
Rosalie (wühlt in ihrer Handtasche): "Warte, irgendwo habe ich doch den Beweis auf Video ..."
Juli (noch immer mit Finger in den Ohren): "Kann dich nicht hören, kann dich nicht hören ..."
Märchenprinz (genervt): „Können wir nicht einfach weitermachen? Ich werde jetzt einfach so etwas Schlagfertiges wie
„Nun ja, schon lange werden Schwerter nach mir geschwungen, aber trotzdem bin ich noch immer unversehrt." oder so sagen, und dann begleite ich sie einfach so nach Hause, ja?"
Rosalie (kramt noch immer in der Handtasche): "Das kommt mir ebenfalls dezent bekannt vor ..."
Märchenprinz (beleidigt): „Also bei sich selber klauen, darf doch wohl erlaubt sein ..."
Rosalie (Stirn runzelnd): "Aber einfallsreich ist das nicht."
Märchenprinz (sieht sich suchend um): "Juli? Lady Juli? Wo ist sie denn jetzt hin?"
Rosalie (zeigt auf Juli, die sich ganze fünf Schritte vor ihnen befindet): "Da vorne. Ziemlich weit gekommen ist sie ja nicht"
Märchenprinz (holt Juli ein und erklärt mehr oder weniger triumphierend):
„Nun ja, schon lange werden Schwerter nach mir geschwungen, aber trotzdem bin ich noch immer unversehrt."
Juli (wiedermal herablassend): „Wollt Ihr jetzt Applaus dafür, dass jeder Eurer bisherigen Gegner vermutlich einfach nur zu dämlich gewesen ist ein Schwert zu halten und Ihr deswegen noch lebt?“
Rosalie (seufzt): „Das ist zwar blöd, aber wenigstens nicht geklaut wie mir scheint ...“
Märchenprinz (murmelt begeistert): "
Sie war gut. Sie war wirklich verdammt gut."
Juli (triumphierend): "Siehst du? Ich bin schlagfertig."
Rosalie: ...
Märchenprinz (halbwegs erholt): "Warum seid Ihr überhaupt heute so zickig äh ich meinte
bissig? Habe ich Euch irgendwas getan?"
Juli (auf einmal wütend):
„Würdet Ihr mich nicht immer nerven, wäre ich vermutlich auch nicht bissig! Außerdem was macht Ihr hier? Ich kann alleine nachhause gehen!“
Märchenprinz (hebt [...] gespielt entschuldigt die Arme und grinste breiter denn je zuvor.): "Es tut mir ja furchtbar leid, dass Ihr meine Gesellschaft nicht wollt, aber dennoch werde ich mich über Eure Wünsche hinwegsetzen, und Euch begleiten."
Juli (wütend): "Und wieso?"
Märchenprinz (etwas überrumpelt): "Ähm, weil ... weil der Rote Bergfried des Nachts total gefährlich ist und wenn Euch etwas passiert, bekomme ich nur noch mehr Stress mit Eurem Vater und ..."
Rosalie: "Das ist ja die dämlichste Ausrede, die ich je gehört habe."
Juli: "Und weshalb ist es so gefährlich?"
Märchenprinz (etwas konfus, sieht sich mit panischem Blick um): "Weil ... weil ..."
Juli wippt ungeduldig mit dem Fuß.
Rosalie kramt wiedermal in ihrer Tasche.
Märchenprinz ringt nach Worten.
Juli schnaubt genervt.
Märchenprinz Blick fällt auf ein Löwenbanner.
Märchenprinz (erleichtert): " Na ... wegen der frei laufenden Löwen, irgendwie ist das Tor kaputt und jetzt laufen sie frei herum und ... ich habe ein Schwert und Ihr seit nur eine schwache Frau und ..."
Juli (seufzend): "Gut Ihr könnt mitkommen, aber Ihr seit still, ganz still!"
Rosalie: ...

Märchenprinz [...] konnte sich ein Lachen gerade noch so verkneifen und verhielt sich den restlichen Weg leise.
Juli bleibt vor ihrer Zimmertür dem Haus stehen und macht Anstalten die Türklinge hinab zudrücken.
Märchenprinz (packt sie am Arm): „Moment!“
Juli verfällt in plötzliche Nebencharakterstarre entschuldigt in hingebungsvolles Anbeten des begehrten Schwarms.
Märchenprinz: „Du hast dich noch nicht von mir verabschiedet und das ist nicht sehr … sehr … (ringt nach Worten) äh …"
Rosalie: "Ja?"
Märchenprinz (beißt sich verlegen auf die Lippe): "Ähm ..."
Rosalie (schlägt vor): „Höflich?“
Märchenprinz (überlegt kurz, schüttelt dann aber den Kopf): „Äh nein … “
Rosalie: „Freundlich?“
Märchenprinz (schüttelt den Kopf): „Ähm, nee auch nicht.“
Rosalie (nun etwas genervt): „Nett?“
Märchenprinz (verzieht das Gesicht): „Nee, das war es auch nicht!“
Rosalie: „Wohlerzogen? Anständig?“
Märchenprinz (schüttelt den Kopf): „Nein warte ... aber irgendwas mit E.“
Rosalie (zieht fragend eine Augenbraue hoch): „Edel?“
Märchenprinz (ruft auf einmal sehr erleichtert): „Ich hab' s …
ehrenhaft!“
Rosalie (seufzend): „Ja, so kann man es auch nennen … “
Juli lächelt weiterhin den Märchenprinz selig an.
Märchenprinz (knutscht ihre Hand ab und geht): „ Gute Nacht zauberhafte Juli.“
Juli (noch immer vollkommen in seinem Bann): „Gute ... gute Nacht Märchenprinz ...“
Rosalie: 'Seufz'

Ähm, alle wieder da?


Du dummes Mädchen. Du dummes, dummes Mädchen! Da sind wir ja wenigstens einmal einer Meinung Juli. (: Warum ließ sie sich von Jaime Lennister so aufziehen??

Juli motzt vor sich hin, der Märchenprinz hat Schuld an allem Vorgefallenen, und die ganze Familie Lennister ist ohnehin hassenswert.

Und da wir uns schon viel zu lange bei einem Tag bzw. einer Nacht aufgehalten haben, überspringen wir zum Ausgleich gleich
Ein paar Wochen:

[ … ]
„Lady Stark, habt Ihr einen Augenblick Zeit für mich.“

So, jetzt ist wieder Zeit zum Rätseln angesagt: Wer wird Juli wohl ansprechen?

A: Irgendeine unwichtige Dienerin, die unserer strahlenden Juli irgendwas ausrichten soll.
B: Das böse Monster Cersei, dass unsere arme Juli gleich anzicken wird, dass diese doch bitte ihre Hände vom Märchenprinz lassen sollte.
C: Der Märchenprinz, damit wir eine erneute spaßige romantische Unterhaltung erhalten.
D: Ein neuer Charakter, der verschandelt werden wird.

Und für alle, die jetzt A, B oder C gewählt haben, muss ich leider enttäuschen, denn richtig ist Antwort D!


Die Stimme gehörte Lord Baelish [...] 'Schluchz'

Bevor aber die sicher sehr authentische, dem Charakter Baelish angemessene Unterhaltung beginnen kann, zählt Juli noch ein paar Fakten über Baelish Beziehung zu Eddard Stark dem Listigen und Pappaufsteller Catelyn auf, bei denen ich mich frage, woher Juli diese Erkenntnisse nimmt, aber das ist eigentlich unwichtig, denn der nächste Satz lässt noch mehr ungutes erahnen:
Julyne war er immer freundlich gesinnt und er war ein äußerst guter Gesprächspartner.

Aber nicht nur das, freundlich wie er ist, erzählt er noch ein paar Geheimnisse über Pappaufsteller 3 Unfalls („Die Lennisters haben Bran vom Turm gestoßen.), und macht sich Gedanken über ihre Sicherheit (Ich werde Euren Vater dazu bewegen, dass er Euch und Arya nachhause schickt. Dieser Ort ist nicht sicher.).

'Seufz' Wie sehr das Ganze hier dem eigentlichen Charakter Baelishs – Intrigant, Meister der Täuschung und Manipulator – widerspricht, brauche ich, glaube ich, nicht groß zu erklären.
Ich meine, welchen Vorteil hätte Baelish denn davon, Juli mit diesen Informationen zu versorgen? Weshalb ... ach, vergesst es, es ist es nicht wert.

Und welche zauberhafte Begründung gibt es für dieses Charakter abweichende Verhalten?


„Wegen eurer Mutter, sie sagte mir ich soll gut auf ihre Mädchen Acht geben. Dieses Versprechen werde ich auch halten.“

Ah ... klingt überzeugend. Nicht.

Nachdem Juli nun schon so viel weiß, kann es ja nicht sein, dass sie nicht alles weiß, und so wird ihr auch noch das restliche Geheimnis auf dem Silbertablett serviert.
Im Arbeitszimmer von Eddard Stark dem Listigen findet sie das aufgeschlagene Verzeichnis mit den Stammbäumen aller großen Geschlechter, liest die Seite über die Baratheons und zieht ungefähr die gleichen Schlüsse wie ihr listiger Vater:


Das heißt sie (Tommen und Joffrey) konnten unmöglich seine (Roberts) Kinder sein. Aber wer war es dann?

Sie ist noch nicht ganz fertig mit ihrer komplizierten Rechnerei, als sie unterbrochen wird. Es ist Eddard Stark der Listige nach seiner Auseinandersetzung mit dem Märchenprinzen.


Julyne wusste nun was Lord Baelish gemeint hatte als er sagte, dass die Lennisters außer sich vor Wut sein würden.

Und mit dieser unheilvollen Bemerkung, die Petyr Baelish im Übrigen nie so gesagt hat, beende ich den Veriss.

Bis (hoffentlich) bald, Eure Rosalie.

Julis Diebstähle:

Szenen I

Sätze III


Tags: fandom : game of thrones, genre : mary sue/gary stu : 0951-1000, jaeger : rosalie95, verrisse : 1601-1650
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