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Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe oder Juli und der Märchenprinz - Teil 1

Titel der Geschichte: Die schwarze Wölfin und der goldene Löwe
Fandom: Game of Thrones Game of fairy tale's
Name des Verbrechers Autors: terisha007
Der uninspirierte Plot: Juli - die älteste Tochter von Eddard Stark dem Listigen - trifft ihren Märchenprinzen Jaime, der sich leider in den Klauen des bösen Ungeheuers Cersei befindet. Hat ihre tragische Liebe eine Chance?
Antiqualität der Charaktere: Juli ist eine perfekte Mary Sue, Jaime Lannister wird zu einem tragischen missverstandenen Märchenprinzen degradiert, seine Schwester Cersei ist die pure Bosheit in Person und der Rest mutiert zu austauschbaren Pappaufstellern, die zufälligerweise die Namen der GoT- Charaktere tragen. Eddard Stark ist listig.
Entnervende Macken im Stil: Juli ist so wunderschön. Juli ist so herzensgut. Juli ist ja ach so schlau. Juli hier, Juli da. Und als wäre Juli nicht schon omnipräsent, werden ihr auch noch einfach Szenen und Handlungsstränge anderer Charaktere zugeschanzt. Ausführliche Beschreibungen - gleich welcher Art, sucht man im Text vergeblich (außer sie dienen dazu Juli zu huldigen), fließende Übergänge existieren nicht.
Die Zeitform und Erzählperspektive legt so manchen seltsamen Sprung hin.
RS/G-Fehler: Okay.
Mehr oder weniger Positives: Die Autorin hangelt sich stark am Serienkanon entlang, was einerseits allzu große Fehler verhindert, andererseits manchmal etwas unkreativ scheint ist.

Achtung! Im Veriss sind Spoiler für die GoT - Staffel 1 enthalten.



1. Kapitel
Begegnungen der anderen Art

Wir befinden uns auf Winterfell, gerade ist ein Rabe aus King's Landing eingetroffen.
Julyne Stark (auch July Juli genannt) Tochter des Lords von Winterfell bekommt die Nachricht von Ser Rodrik Cassel äh Ser Rodrick Cassel überreicht, der heute mal Postbote spielt. Er hat ja als Waffenmeister von Winterfell auch keine anderen Aufgaben zu erledigen oder so ... Juli latscht los, Richtung Götterhain.

(Übrigens, die nachfolgende Szene wurde einfach der armen Catelyn geklaut äh diente nur der Inspiration.)

Es folgen ausführliche Beschreibungen von Julis strahlendem Aussehen.
Nett wie ich bin, erspare ich euch diesen überflüssigen Absatz. An alle dennoch Interessierten: Stellt euch doch einfach eine Barbie mit
sturmgrauen Augen und pechschwarzen, lockigen Haaren vor, die so etwas ähnliches trägt, das kommt nämlich aufs gleiche raus. (;

Sie kam sehr nach ihrem Vater, nicht nur was das Aussehen betrifft, sondern sie hatten auch ähnliche Charakterzüge. Kämpferisch, leidenschaftlich, listig. […]
'Ungläubig guck' Äh, listig? Eddard Stark ist listig?

Anstatt einen Streit, mit einem der mächtigsten Häuser in Westeros (Lannister), auf diplomatischen Wege zu lösen, die Situation noch mehr verschärfen, in dem man öffentlich einen Krieg anzettelt?

Zur Königin rennen und ihr erzählen, man hätte zwar ihr Geheimnis herausgefunden und wolle dies auch ihrem Gemahl mitteilen, gäbe ihr aber noch freundlicherweise genügend Zeit, um die entsprechenden Gegenmaßnahmen zu ergreifen?

Dem Meister der Intrigen (Petyr Baelish) vollkommen vertrauen, obwohl dieser ihn sogar noch selbst warnt, ihm nicht zu vertrauen?

Bessere Lösungsvorschläge für das Thronfolgedilemma einfach ablehnen, weil sie nicht ehrenhaft genug seien, auch wenn diese das Land und seine eigene Familie (höchstwahrscheinlich) vor den kommenden Kriegen bewahrt hätten?

usw.

Ja, hört sich wirklich sehr nach einem listigen Charakter an.

Obwohl, wenn sie wirklich so listig wie Eddard Stark sein soll, erklärt dies vielleicht einiges in der Geschichte …

Julyne fand ihren Vater unter der alten Weide sitzend.
Weide? Welche Weide? Den Baum nennt man Wehrholzbaum bzw. Herzbaum, liebe Juli.

Nun, gleich ob Eddard Stark der Listige unter einem Kirschbaum, einer Nordmann-Tanne oder einem Wehrholzbaum einer Weide sitzt ( ist doch eh alles dasselbe), Juli gibt ihm auf jeden Fall den Brief, Eddard liest ihn und wir erfahren endlich seinen Inhalt.


Neds Gesicht war auf einmal wie versteinert. „Jon Arryn, die Hand des Königs ist tot.“ […] Sie schwiegen einige Minuten, bevor Ned erneut die Stimme erhob. „Der Brief enthält noch eine Nachricht. Der König kommt uns besuchen.“ […] „Seine ganze Familie und sein Gefolge werden in ca. einem Monat hier eintreffen, das bedeutet wir haben noch vielvorzubereiten.“

Mit dieser Feststellung scheint das Thema „Nachricht aus King's Landing“ erschöpfend behandelt wurden zu sein, denn beide plaudern nun noch ein wenig über die heutige Exekution. Ganz dem Serienkanon nach, wurde ein Deserteur der Nachtwache geköpft.

[…] „Vater,“, fragte sie leise, „ stimmt es, dass der Deserteur einen Weißen Wanderer gesehen hat?“
Ned seufzte. „Ich glaube nicht. Er redete nur wirres Zeug und war nicht ganz bei Sinnen. Vermutlich war ein Wildlingüberfall der Auslöser dafür.“
Seine Tochter war nicht überzeugt von seiner Antwort, trotzdem beließ sie es dabei. […] 'Stöhn' Jede Person in den sieben Königslanden zweifelt an der schieren Existenz dieser Weißen Wanderer und hält sie nur für Ammenmärchen. Außer natürlich Juli! Die ist nämlich sooo schlau.

Nun war der Tag gekommen an dem König Robert Baratheon kam und alle waren in Aufregung.
Vor allem ihre Schwester Sansa, denn sie wird vermutlich mit Prinz Joffrey verlobt werden. Julyne war froh, dass sie älter als der Prinz war, denn eine Verlobung mit dem zukünftigen König, hätte sie nicht ausschlagen können, sowie sie es sonst tat.
'Verwirrt guck' Äh was?
Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr wundern ärgern soll, darüber dass Eddard hier als so ein herzensguter Mensch dargestellt wird, der seiner ältesten Tochter erlaubt sogar mehrere!!! Verlobungen auszuschlagen, nur weil sie keine Lust auf eine Ehe hat oder, dass Juli meint, sie wäre wegen des Altersunterschieds vor einer Hochzeit mit Joffrey gefeit.

1. Ehen, die trotz eines hohen Altersunterschieds geschlossen werden, sind in Westeros keine Seltenheit. Ein extremes Beispiel hierfür, wäre die Ehe zwischen Lysa Tully (ca. 14 Jahre) und Jon Arryn (ca. 60 Jahre). Ein bekannteres Beispiel ist die Ehe zwischen Margaery Tyrell (16 Jahre) und Tommen Baratheon (9 Jahre).
- Da ich unfähig war, vernünftige Altersangaben für die Seriencharaktere zu finden, habe ich mich einfach an die der Buchcharaktere gehalten (Wobei ich das Alter von Lysa und Jon erst mühsam errechnen musste), denke aber dennoch, dass es als Beispiel reicht.-

2. Seht euch dieses Gespräch an und beantwortet mir folgende Frage: „Warum macht Eddard Stark der Listige extra für die supertolle Juli eine Ausnahme?“

Lösung:
Regel 5 - Es herrscht ein ausdrückliches Heiratsverbot! Unter keinen Umständen, unter gar keinen!, darf eine Mary Sue eine nicht passende Ehe eingehen. Es ist ihre Pflicht ungebunden zu bleiben, bis sie ihre wahre Liebe findet, die sie dann ehelicht. Denn Merke! Ist eine Mary Sue mit jemand anderen, als ihrer wahren Liebe verheiratet, ist sie eine blöde Schlampe und verrät ihre wahre Liebe. Ob das nun in den Rahmen der vorhanden Welt passt, ist dabei vollkommen egal.

(Quelle: Rosaleah Saphira/Lèandránàh von Traumwald.Die zauberhafte Schreiberwerkstatt.In 10 Schritten zur perfekten Mary Sue.Kapitel 3 - Liebesangelegenheiten.Seite 1.Sue-Verlag.)

3. Und wie kommen Sansa und Juli überhaupt auf die Idee mit der Verlobung? In der Nachricht wurde keine Silbe davon erwähnt, und das ganze Verlobungszeug scheint ja auch mehr eine spontane Aktion zu sein und … Oh, Entschuldigung, ich vergaß, Juli ist ja sooo schlau.

Je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr, warum der König sie besuchte. Ned sollte die Rechte Hand des Königs werden. [...] Oh, wirklich? Darauf wäre ich ja nie gekommen! Juli ist ja sooo schlau! 'Seufz'

Es darf es endlich mit der Handlung weitergehen:
„Der König kommt! Er kommt!“ Ihr neunjähriger Bruder Bran kam angelaufen und war außer sich vor Aufregung. „[…] Ein paar haben glänzende Rüstungen und einen weißen Umhang, das müssen die Ritter der Königsgarde sein.“ Juli demonstriert ihre innige Geschwisterliebe, indem sie Pappaufsteller 3 äh Bran unter Ermahnungen auf seinen vorgesehenen Platz scheucht. Wir werden über die Aufstellung der anwesenden Pappaufsteller äh Personen belehrt. Damit ist auch der richtige Zeitpunkt gekommen, um dies hier einfach mal in den Raum zu werfen:

Julyne liebte Jon wie einen richtigen Bruder und kann es nicht ertragen wenn ihn jemand Bastard nennt. Jon sah ihr sehr ähnlich – die beiden könnten Zwillinge sein.
Ähm, danke für die Info. Was soll ich jetzt damit? Mich dankbar zeigen, dass ich wiedermal einen Blick auf Julis unfassbar freundliches Wesen werfen durfte? 'Seufz'

Nur eine, nur eine einzige Fanfiction mit einem Stark-OC der auf Catelyns Seite steht. Nur eine, bitte wenn jemand so eine kennt, sagt mir Bescheid. Ich kann dieses, „Mein OC ist ja so herzensgut, seine Liebe reicht sogar für den armen kleinen Bastardbruder und Catelyn ist ja so was von böse, weil sie sich nicht freut, dass sie tagtäglich den Beweis für die Untreue ihres Ehemanns vor der Nase hat.“ nicht mehr lesen!

Das älteste Starkmädchen wurde aus den Gedanken gerissen, als die Ritter durch das Tor ritten. Verwirrt stellte sie fest, dass sie die einzige war, die noch verloren mitten auf dem Hof stand, während alle anderen bereits ihre Plätze eingenommen hatten. Verdammt, hätte sie sich doch jetzt nicht so viele Gedanken über die komplizierte Beziehung zu ihrem Bastardbruder gemacht wie bewegte man sich nochmal? Kam erst der linke Fuß oder der rechte?
Sie alle hatten eine prächtige Rüstung und die edelsten Pferde. Danach folgte der König und hinter ihm die königliche Kutsche. Toll, diese Beschreibung hier macht ja jeder Ikea - Anleitung an Ausführlichkeit Konkurrenz.

[…] Danach begrüßte der König Cat und begutachtete uns Kinder. Begutachtete? Jetzt habe ich irgendwie Bilder vom Sklavenmarkt im Kopf. Und schön, dass sich die Autorin auf einmal entscheidet aus der Ich - Perspektive zu schreiben.

„Du bist aber eine Hübsche.“, sagte König Robert zu Sansa, die daraufhin errötete und verlegen den Blick senkte. Nachdem er auch noch Arya und Bran begrüßt hatte, wollte er sich wieder Eddard zuwenden, als sein Blick auf das unscheinbare Mädchen im grauen Kleid fiel, das neben Catelyn stand. Er runzelte die Stirn. „Ned warum hast du sie noch nicht verheiratet? Wenn du noch länger wartest, sind ihre fruchtbaren Jahre bald vorbei!“ König Robert musterte Julyne kopfschüttelnd und Ned erwiderte grinsend peinlich berührt : Hätte Habe ich schon versucht, aber dazu brauche ich einen Mann der sie zähmen kann! Sobald ein potentieller Ehemann auch nur in ihre Nähe kommt, gebärdete sie sich wie eine Irre! Sie attackiert alle Bewerber mit Schlägen und Tritten, zerkratzt ihre Gesichter und beschimpft sie unflätig, dabei schreit sie sogar noch so komisch. Sie hat sogar Torrhen Karstark – eine ganz hervorragende Partie -, gebissen. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Starkblut hin oder her, niemand will sie haben.“ Robert brach in Gelächter aus. „Ein Wildfang also, schade, dass du schon zu alt für meinen Joffrey bist. aber ich denke, ich habe den richtigen Mann für sie. Gregor Clegane wird sie sicher mit Freuden nehmen, was meinst du Ned? “ Eddard seufzte erleichtert auf. „Du weißt gar nicht, wie dankbar ich dir bin Robert.“

Julyne verkniff sich ein Grinsen, Gott sei Dank ist sie zu alt für den Prinzen.

Zum Thema hoher Altersunterschiede und Ehe habe ich schon etwas gesagt, will aber die Gelegenheit nutzen, um auf etwas einzugehen, was mich schon seit geraumer Zeit stört.
'Arrgh' Warum „Gott sei Dank“? Juli als Bewohnerin von Westeros dürfte den Begriff „Gott“ gar nicht kennen. Also auf jeden Fall nicht so, wie er hier ausgelegt ist, denn dieser Ausspruch spielt nun mal auf den christlichen Gott an, der nun mal in Westeros nicht existiert. Stattdessen hat Westeros eigene Religionen: Die Sieben, Die Alten Götter, Der Ertrunkene Gott, R'hllor, usw., nur um die geläufigsten mal zu nennen.
Die vorherrschende Religion im Norden ist der Glaube an die „Alten Götter“, und wenn sich Juli eher nach dem Glauben ihrer Mutter richtet, wären es in diesem Fall „Die Sieben“. Nachdem wir den oben getätigten Ausspruch „Gott sei Dank“ den Gegebenheiten angepasst haben, müsste dieser nun „Der Sieben sei Dank“ oder „Den Sieben sei gedankt“ oder „Dank den Alten Götter und den Neuen“ oder so lauten.

'Stöhn' Ich vermute, die Autorin hat einfach nur nicht weiter nachgedacht, aber das macht es nicht weniger betrüblich. Vor allem, weil sich George R.R. Martin Mühe gegeben hat, eigene Religionen zu kreieren, die zu der dargestellten Welt gehören. Natürlich basieren/orientierten sie/sich auf/an realen Religionen/Glaubensauffassungen, z.B. Die Sieben - Christentum, Kult des R'hllor – persischer Zarathustrismus, usw., dennoch sind sie ein eigener Bestandteil der GoT-Welt.

Übrigens: In einer Fantasywelt hat eine real existierende Religion/Glaubensauffassung nichts verloren! Braucht man eine Religion für seine Fantasywelt, soll man sich gefälligst eine eigene Ausdenken!

So, ich glaube, bevor ich noch weiter auschweife, beende ich an dieser Stelle meine Ausführungen. Falls dennoch weiteres Interesse an meiner persönlichen Meinung zu diesem Thema besteht, darf er sich gerne melden.
Ich beiße nicht, ich beträufle euch nur mit Weihwasser. (;

Wo waren wir jetzt stehen geblieben?

Julyne verkniff sich ein Grinsen schenkte König Robert ein strahlendes Lächeln, Gott sei Dank Den Sieben sei Dank, ist sie zu alt für den Prinzen endlich darf sie ihre geheime Liebe, Ser Gregor Clegane ehelichen.

Sie betrachtete Joffrey auf seinem Pferd. Sein Blick war erhaben, arrogant und verächtlich.
Aus reinem Interesse unterzog sie den Prinzen einer genauen Musterung. Er besitzt hübsche Augen, dachte sie, aber er hat sicher nicht so schöne wie Gregor.
Vor lauter Träumerei
sah Julyne nicht, wie Sansa ihn anlächelte und dann in einen tiefen Knicks sank, um die Königin zu begrüßen, die sich ihnen raschen Schrittes näherte. Erst als sich Sansa warnend räusperte, wurde Juli aus ihrer Träumerei gerissen. Hastig ahmte sie die Geste ihrer Schwester nach, während ihre Wangen eine flammende Röte annahmen. Königin Cersei runzelte die Stirn. Juli wusste schon jetzt, dass dies nichts Gutes verhieß. Die Köning hielt sie nun sicher für eine hirnlose Träumerin und würde sie nie mit einer wichtigen Aufgabe betreuen, wie ihre Schleppe zu tragen oder ihr einen Weinkelch zu reichen …

[...] Cersei Baratheon war wirklich die schönste Frau in ganz Westeros. […] Doch ihre grünen Augen blickten uns kühl an, beinahe schon verächtlich. Dieser Frau fehlte, ihrer Meinung nach, der gütige Blick einer Königin.
Ja, ja die dumme Sansa darf für Joffrey schwärmen und die Königin bewundern, aber die sooo schlaue Juli muss natürlich von Anfang an merken dass beide zu den "Bösen" gehören. 'Stöhn'

Juli stellt fest, dass ihr zukünftiger Märchenprinz nicht anwesend ist, genauso wenig wie sein Bruder Tyrion.
Die königliche Familie läuft in die Burg, wobei ihnen ein
furchterregender Mann in schwarzer Rüstung, der ein grausam verunstaltetes Gesicht hat, folgt. Pappaufsteller Robb darf endlich mitspielen und bekommt gnädigerweise die Erlaubnis, die diesmal nicht sooo schlaue Juli, über den geheimnisvollen Ritter aufzuklären. Es ist allerdings nicht, wie angenommen Sandor Clegane sondern Ser Sandor Clegane.

'Seufz' Ach Robb, du enttäuschst mich. Du hast in diesem ganzen Kapitel nur eine Aufgabe und selbst die bekommst du nicht hin.

- Sandor Clegane ist ein erfahrener Krieger im Dienste des Hauses Lennister, aber kein Ritter, da er den heiligen Schwur verweigert. -
( Quelle: http://de.gameofthrones.wikia.com/wiki/Sandor_Clegane)

Kein Ritter = Kein Anspruch auf den Titel Ser

July erschauerte bei dem Gedanken diesen Mann immer um sich haben zu müssen.
Unschlüssig stand Julyne vor ihrem Kleiderschrank. Rot oder grün?
Nimm rot Juli, nimm rot! Damit fällst du bestimmt nicht aus der Reihe!

Übrigens toller Szenenwechsel, beinahe besser als die Übergange zwischen den einzelnen Werbespots im Fernsehen.

Natürlich hat Juli auch ein Haustier. Erstaunlicherweise ist es nichts unspektakuläres wie ein Kaninchen, eine Katze oder gar eine Schildkröte, sondern eine Schattenwölfin. Welche Überraschung. Ihr Name ist
Leah (Oh nein, dieser Name weckt ungute Erinnerungen an eine andere Mary Sue. Lest die "richtige" Fanfiktion bitte nur, wenn ihr starke Nerven habt. Das MSTing finde ich allerdings klasse.) und ihre Fellfarbe ist grauen.
Vor 1 Monat hat Lord Stark allen seinen Kindern einen Schattenwolf geschenkt, denn es war das Wappen des Hauses Stark. Gefunden hatte er sie in einer Tierhandlung mit dem klangvollen Namen „Northern animals“, die unter anderem auch Schattenkatzen und Mammuts anbot. Bei dem Sonderrabatt 7 Stück für 5 hatte er einfach nicht widerstehen können.

Fertig angezogen stellte sie fest, dass sie eine richtige Wahl gefällt hat. Das grüne Kleid umspielte locker ihre perfekte Figur und betonte das, was betont gehört, nämlich den dicken Bauch, den Buckel und ihre krumme Nase.

Auf dem Fest verbrachte sie die meiste Zeit mit Jon und Onkel Benjen,
Warum Juli nicht neben ihrer Schwester Sansa an der Tafel ihrer Familie sitzt? Warum das Fest in einem noch nicht mal neunzeiligen Absatz abgehandelt wird?
Deswegen:
1. So erspart man sich die mühevolle Arbeit, das Fest aus dem Blickwinkel einer noch unbekannten Person zu beschreiben, was zwar für den Leser interessant sein würde, aber einen großen Zeitaufwand erfordert und eigene Kreativität verlangt, anders als eine schnöde Zusammenfassung.
2. Die Handlung schreitet schneller voran Die Mary Sue kann schneller mit ihrer wahren Liebe in die Kiste springen.
3. So kann man dem Leser nochmals unter die Nase reiben wie freundlich und bodenständig der erfundene Charakter ist. Pff, Königsfamilie, pah Höflichkeit, die sind doch ohnehin alle falsch. Ich kümmere mich lieber um meinen armen bedauernswerten Bastardbruder.

wo sie erfuhr, dass Jon der Nachtwache beitreten würde. Der unendlich traurige mitleiderregende Grund: Julis armer bedauernswerter Bastardbruder wird ganz dolle von der bösen bösen Catelyn gemobbt, so dass er sich auf Winterfell nicht mehr wohlfühlt.

(Da sich livejournal aus einem mir unbekannten Grund aufeinmal weigert, zwischen fett und normal zu unterscheiden, habe ich zur Unterscheidung alles Zitierte ab jetzt grün gefärbt.)

Anscheinend ist das herumgeheule nicht spannend genug, denn Juli wird [s]chön langsam [...] müde und beschließt schlafen zu gehen.
Als sie auf den Ausgang zusteuerte, lief sie mit voller Wucht gegen eine harte Brust und wäre zu Boden gefallen, hätten die zwei fünf starken Schnüre, an denen man sie wie eine Marionette fortbewegen konnte, sie nicht gehalten.

Erschrocken riss Julyne die Augen auf und ihr funkelten smaragdgrüne Augen entgegen. „Was … was macht Ihr hier?“, fragte sie verblüfft und mustert den schwarzhaarigen Jungen, der urplötzlich aus dem Nichts vor ihr aufgetaucht war, mit Argwohn. Auf seiner Stirn befand sich eine seltsam geformte Narbe und seine Kleidung schien ihr arg befremdlich, doch dies alles war nichts im Vergleich zu dem seltsamen Gegenstand aus Glas, den er dort im Gesicht trug.
Der Junge warf einen überraschten Blick in seine Umgebung und schüttelt fassungslos den Kopf. „Warum kann ich mir nie den richtigen Spruch merken ...“ Juli runzelte die Stirn. Dieser Junge war seltsam, sehr seltsam um genau zu sein. Mit einem Seufzer wandte er sich zu ihr um. „Das hier ist nicht zufällig ein unbekannter Teil von Hogwarts oder?“ Seine Stimme klang etwas verlegen. „Nein, brachte sie hervor, das hier ist Winterfell.“
Er stöhnte. „Nicht schon wieder. Tut mir leid, falsches Fandom.“ Er zog eine Art Stock aus seinem Ärmel und schwang ihn durch die Luft, begleitet von einem ihr unbekannten Wort.
Noch bevor sie ihn fragen konnte, was er mit „Fandom“ und „Hogwarts“ meinte, verschwand er schon in einem hellem Lichtblitz. Fassungslos sah sie auf die nun wieder leeren Stelle. „Das kann nicht sein, dass ist nicht möglich ...“ Halb betäubt taumelte sie ein paar Schritte von dem Ort fort, direkt hinein in Jaime Lannister den Märchenprinzen.

„Entschuldigung Mylord.“, stammelte sie und musterte den Mann.
Man muss Juli wirklich hoch anrechnen, dass sie wenigstens die Höflichkeit besitzt, sich dafür zu entschuldigen, dass sie ihn anstarrt, als wäre er ein zum Verkauf freigegebenes Pferd. Es folgt eine lange Schlussfolgerunsgkette, warum dieser Mann vor ihr ausgerechnet Jaime Lannister sein muss und keine andere Person sein kann.

Ich stelle mir diese Situation in etwa so vor:

Märchenprinz Jaime (höflich): „Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen, my lady, es war auch mein Fehler. Ich glaube wir wurden noch nicht einander vorgestellt, mein Name ist J...“
Juli (hastig): „Nein, nein, sag nichts. Ich möchte es selbst herausfinden! So schwer kann es ja nicht sein!“
Märchenprinz Jaime (überrascht): „Wie Ihr wollt ...“
Juli (nickt und legt einen Finger an ihre Lippen): „Mmh, wer kann das nur sein? Wer kann das nur sein? “

Eine Stunde später
Juli (murmelt laut vor sich hin): "Die Rüstung die du da trägst, die ist doch eine... Nee, blödsinn das trägt doch jeder, das hilft nicht weiter. Kümmern wir uns lieber um dein Aussehen ..."
Märchenprinz Jaime (räuspert sich verlegen). „Entschuldigung, habt Ihr es jetzt?“
Juli (ärgerlich): „Nicht so ungeduldig! Es ist schwieriger als gedacht!“
Märchenprinz Jaime (beschwichtigend). „Schon gut, schon gut, bin ja schon still.“

Zwei Stunden später
Juli (überlegt): „Mmh, auf jeden Fall bist du recht groß.“
Märchenprinz Jaime (tritt unruhig von einem Fuß auf den anderen): „Entschuldigung, aber ...“
Juli (wütend): „Psst, ich muss nachdenken!“
Märchenprinz Jaime (beschwichtigend): „Ist schon gut, schon gut...“
Juli: „Du bist auch … kräftig.“
Märchenprinz Jaime (verwirrt): „Äh ja. Seit Ihr jetzt fertig?“
Juli (energisch): „Hetz mich nicht!“

Drei Stunden später
Märchenprinz Jaime (etwas ungeduldig): „Wie lange dauert das denn noch?“
Juli: „Sei still, ich habs gleich!“
Märchenprinz Jaime (grummelnd): „Na ja, sooo schwer ist es nun wirklich nicht!“
Juli (zählt an den Fingern ab): „Außerdem hast du volles goldenes Haar und makellose Haut."
Märchenprinz Jaime (mit Hoffnung in der Stimme): „Habt Ihr es endlich?“
Juli: „Halt den Mund! Ich muss mich konzentrieren!“
Märchenprinz Jaime: „Seufz.“

Vier Stunden später
Märchenprinz Jaime (tippt ihr auf die Schulter): „Äh, my lady ...“
Juli (überrascht): „Du hast ja sogar grünen Augen. Mmh, an wen erinnert du mich nur?“
Märchenprinz Jaime (verzweifelt): „Solch ich Euch einen Tipp geben? “
Juli (aufgeregt): „Nein keine Tipps! Es liegt mir auf der Zunge!

Fünf Stunden später
Juli (triumphierend): „Ich habs! Ich bin sooo schlau! Du bist Jaime Lennister […], der Zwilling von Königin Cersei. Jaime? Jaime? Hörst du mir überhaupt zu?“
Märchenprinz Jaime: „Schnarrch.“
Juli (verärgert): „Also so was von unhöflich. Ich habe vorgestern ganze acht Stunden über Hodors Namen gebrütet und er hat sich nicht beschwert, kein einziges mal!“

Märchenprinz Jaime erwacht aus seiner Erstarrung und fragt sie nach ihrem Namen, wobei er höflich wie er ist, den seinen nicht nennt.
Ach nee, der hat ihre Gedanken gelesen und weiß, dass sie ihn an Hand seiner makellosen Haut erkannt hat.

Es folgt ein wahnsinnig aufregendes Gespräch, das einzig und allein dazu dient, Julis Einzigartigkeit hervorzuheben:

„Lady Julyne, ich habe schon von euch gehört. Die Älteste der Stark Töchter und noch dazu keinem versprochen. Es heißt Eure Schwester Sansa heiratet bald meinen Neffen. Stimmt das?“ […]
„Ja Mylord, das stimmt.“
„Das heißt sie heiratet vor Euch?“ Julyne hasste diese Frage.
Warum? Weil es bedeutet, dass sie eine wählerische Kuh ist?

Und dann, die beste Erklärung für diese vollkommen unlogische Situation überhaupt … nicht :
[…] „Wieso heiratet Ihr noch nicht?“
Der gutaussehende Lennister hatte einen empfindlichen Nerv getroffen, aber sie zwang sich trotzdem zu lächeln und erwiderte kokett:
„Wisst Ihr Mylord, einige Männer hätten um meine Hand angehalten, doch sie waren alle gleich. Hirnlose, trinkende, machthungrige Hornochsen und wie mir scheint, ist es vielen Lords vorbestimmt irgendwann so zu werden. Ich wäre überrascht, wenn man mir einen Mann vorstellt bei dem dies nicht so ist. Und genau deswegen habe ich noch nicht geheiratet, Ser Jaime.“


Ja, ja, für die wunderbare Juli ist kein Mann gut genug (nur Märchenprinz Jaime) und ja alle, alle Männer, besonders Lords, sind böse, dumm, machtbesessen und Säufer. 'Seufz'

Das ist doch nur ein blöder Vorwand, damit diese Juli nicht wie ein wählerische Kuh da steht, tut sie aber trotzdem, und dennoch für Märchenprinz Jaime frei bleiben kann.

Übrigens, vor mehreren Zeilen hieß es noch auf die Frage, weshalb sie unverheiratet sei: […] aber dazu brauche ich einen Mann der sie zähmen kann! Äh ja. Kein Kommentar.

'Seufz'
Meine spontanen Einfälle, weshalb sie noch nicht/ nicht mehr verheiratet ist und/oder Joffrey nicht heiraten kann:

1. Sie ist eine kinderlose Witwe. Sie hat früh geheiratet, eine gute und angemessene Partie, aber nach einem Jahr verstarb ihr Ehemann an einem Fieber. Die Ehe bleib kinderlos, und da sie keinerlei Anspruch auf den Besitz ihres verstorben Ehegatten hat (dessen Bruder erbt alles), kehrt sie nach Winterfell zurück. Da sie noch immer trauert und man ihre frisch erworbene Witwenschaft respektiert, drängt man sie nicht sofort zu einer neuen Ehe mit Joffrey.

2. Sie hat schon einen Verlobten und kann deswegen nicht Joffrey heiraten. Später wird die Verlobung wegen irgendwelcher Differenzen z.B. die Größe der Mitgift wieder gelöst und sie kann ihre Schwestern und Vater ohne Probleme nach King's Landing begleiten.

3. Sie ist nicht die Älteste, sondern drittälteste. Sansa als älteste Tochter wird natürlich als aller erste von den Schwestern verlobt.

4. Sie ist Sansas Zwillingsschwester. Sansa gefällt König Robert aber mehr und so geht Juli bei der anstehenden Verlobung leer aus.

Usw.

Das alles ist zwar nicht perfekt, aber wenigsten nicht ganz so blöd und unlogisch, wie die eigentliche Erklärung!

Jaime stutzte einen Moment, lachte dann aber los. Hahaha, sie hat mich quasi auch als Hohlkopf bezeichnet, wie witzig.

[…] Er verabschiedet sich, weil er mit dem bösen Monster Cersei reden muss und knutscht ihre Hand ab. (Ja, genau wie bei der Tageryentrulla )
Juli erstarrt aufgrund dieser Geste auf unbestimmte Zeit zu einer Salzsäule (leider bleibt sie nicht für immer so), Märchenprinz Jaime löst sich in Luft auf und Juli flüchtet in ihr Zimmer.

Der dramatische Schlusssatz: Ihr Herz klopfte immer noch wie wild, aber sie versuchte sich zusammenzureißen und Jaime Lennister aus ihren Gedanken zu verbannen.

Julis Ausbeute an geklauten Szenen:

Diebstahl Nr. 1
- Opfer: Catelyn Stark
- Beschreibung des entwendeten Gegenstandes: Überbringen einer Nachricht/Gespräch mit Eddard Stark im Götterhain
- Tatzeit: Kapitel 1 Begegnungen


So, das wars erst mal von meiner Seite aus. Kapitel 2 - wo Cerseis Boshaftigkeit neue Dimensionen erreicht und Juli Amazone spielt, kommt so bald es Zeitmangel, Kreatief und Perfektionismus zulassen bald.

Tags: fandom : game of thrones, genre : mary sue/gary stu : 0901-0950, jaeger : rosalie95, verrisse : 1551-1600
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