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Rebecca Shepherd und das Amulett der Dunklen Königin, Part 2

Vorgegebene Vollbezeichnung: Rebecca Shepherd. Und das Amulett der Dunklen Königin
Verantwortlicher Verfasser:MupfinSmiley
Vergebene Verordnung: Original ist nicht gleich originell


Der synthetisierte Plot: Bocki passt in die uralte Prophezeiungs-Backform und wird auf mittlerer Originellitätsschiene magisch fertiggebacken. Und wenn der Bockikuchen die Welt rettet, haben die Krümel zu stereotypen.
Der glorreiche Anfang: "Ferien!", ich schrie aus voller Inbrunst und rannte die Treppe hinunter. Das Holz knarzte und meine Eltern blickten mich entsetzt an, als wäre ich vom Mond.
Die vorgestellten Charaktere: Der Cast ist eher eine fertige Backmischung, die Art, wo man nur noch die extra zu kaufenden Kirschen vergessen kann – und ich habe soweit noch kein Obst gefunden.
Der präsentierte Stil: Die Ich-Perspektive kommt in der Geschmacksrichtung 'kreative Formatierung' und im Teig klumpen dicke Brocken Teenager-Geschwurbel, aber insgesamt essbar
Die angewandte Rechtschreibung und Grammatik: Größtenteils anwesend, treiben jedoch gelegentlich interessante Stilblüten


Part 1, in dem Bockis Sue-Sinne läuten und Murren mysteriös ist

Hier spricht Ihr Kapythän: Wir nehmen erneut Kurs auf Die Inse- halt, Moment, das war Lost - die Andere Insel(TM). Bitte schnallen Sie sich an, wenn das Badficzeichen leuchtet, die Kotztüten sind unter den Sitzen. Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie völlig egal was, Hauptsache, nicht das hier oder fragen Sie Ihre Flugbegleiter oder Lieblingspappe. Vielen Dank, dass Sie sich für PfützAirways entschieden haben!


2. Kapitel: Ein Tag mit Mirren, oder: Flauschige Tierchen funktionieren immer!

Schauen wir doch mal, ob Bocki wie geplant 00nix spielt, um den mysteriösen Mysterien des Murren auf die Spur zu kommen! Zunächst geht sie reichlich unspektakulär am nächsten Tag frühstücken und hat, wie jede brave Sue, verpennt.

„Och Becky, komm schon! Sagt dir der Begriff „Zeitzone“ etwas oder ist das schon eine Silbe zuviel für dich? Du musst die Uhr umstellen! Wir hamburgern uns hier schon seit Sonnenaufgang ein Frühstück zurecht, nachdem wir uns heimlich aus dem Zimmer geschlichen haben, und jetzt ist es schon halb zehn!“

Im vorherigen Kapitel stand übrigens noch, dass sie mit Samalfoy und deren Anhängseln in ein Zimmer gekommen ist, aber auch mit Tablubb. Die offensichtlich schön gewartet hat, damit sie Bocki nun blöd anblubbern kann. Besteste Freundin!
Aber es macht ja nichts, ohne die Sue findet ja hier nichts statt.


[H]astig zog sie mich an einen Tisch in der hintersten Ecke des Raumes, der aber anscheinend schon von jemand belegt war, und als wir näher kamen, konnte ich auch erkennen, von wem: Unserm Märchenprinzen Murren.
„Na, Dornröschen, auch schon wach?“
„Hmpf!Tabby?! Was macht der hier?“, flüsterte ich ihr entnervt zu.
Was für ein Idiot!
„Ohh, ein Morgenmuffel!“

Der Feststellung entnehme ich mal, dass Murren sie noch nicht einmal triezen wollte, aber beim Thema Morgenmuffel muss ich leider ganz leise sein, selbst wenn halb zehn für die Durchschnittsbevölkerung wohl kein Morgen mehr ist.
Nach einer weiteren Beleidigung schreitet Supernanny Hmpf!Tabby ein und geht mit Bocki zur stillen Treppe zum Buffet.


„Wieso soll ich freundlicher sein? Er nervt...Nicht mal ein Tag und er hängt uns an den
Fersen...“
Ich klatschte mir verschiedene Sachen auf meinen Teller: Ein weichgekochtes Ei, Butter, zwei Brötchen und etwas Käse.
Er hat sich an einen freien Platz gesetzt, nachdem ihr euch gestern noch nett unterhalten habt. Bocki, bist du sicher, dass das weichgekochte Ei nicht dein Hirn ist, das dir aus dem Ohr gekullert ist?

Tablubb gibt zu bedenken, dass er ihnen eigentlich sogar geholfen hat, aber Bocki riecht halt schon an der Farbe seines Ärmelsaumes, dass er plotrelevant verdächtig ist. Sehr schön finde ich, wie Tablubb die Fakten dann nochmal auf Bocki-Niveau runterbricht:
„Du ist paranoid, du ist Sue, woe is me ...

„Wenn du dich auf etwas versteift hast...“, [Tablubb] schüttelte den Kopf, „Kannst du nicht wenigstens wegen mir so tun? Ich weiß, niemand sollte von dir verlangen können, in einem Jugendcamp so etwas wie soziales Verhalten an den Tag zu legen, aber ich bin immerhin deine allerbesteste Freundin seit ewig! … also, seit gestern.
„Meinetwegen...Wegen dir.“

Nach diesem quasi ersten Ehestreit in ihrer Beziehung, erträgt es Bocki tapfer, doch am selben Tisch wie Murren zu sitzen und ihn dennoch nicht direkt mit Teigkügelchen zu bewerfen oder seinen Kopf in der Toilette zu spülen.
Nachdem wir jetzt endgültig etabliert haben, dass sie Murren pfoll doofig findet und seinen Anblick den Tag über nur mit viel Mühe und Selbstherrschung ertragen kann, ohne sich die Eingeweide aus dem Leib zu brechen, ...


Okay, jetzt, wo ich so darüber nachdachte, hatte es doch so seine Vorteile, dass Mirren sich mit zu uns gesetzt hatte, so konnte ich mich gleich nach dem Frühstück an ihn ranhängen.



„Da“, mein neuer, „bester“ Freund, deutete mit seinem Kinn in Richtung Eingang, wo gerade zwei der Veranstalter eine kleine Tafel aufstellten, auf der das Programm für heute stand. „Ich nehme an, dass wir heute erst mal einen freien Tag bekommen werden, um uns auf der Insel einzugewöhnen.“
Das hast du gut abgelesen, Murren, ein Sternchen ins Heft!

Sie bockt ihn an und Murren amüsiert sich, Bocki bockt ihn wieder an, Tablubb geht dazwischen.
Ich zog einen Schmollmund und sank mit gekreuzten Armen in die Polster der Bank zurück. Idiot!


Die Gruppenleiter stellen sich als [Statist 1] und [Statist 2] vor und erklären ziemlich kurz das Prinzip eines Sommerlagers und das Prinzip einer Tafel.
„Da heute euer erster Tag auf dieser Insel ist, sind am heutigen Tag noch keine Termine, weil Kennenlernaktivitäten absolut überflüssig sind, immerhin sind wir ein Boot, äh, Jugendcamp, kein Kaffeekränzchen.“

„Hey, Rebecca, kommst du mit? Tabea und ich gehen die Insel erkunden.“ Mirren war arrogant aufgestanden und reichte mir arrogant seine Hand in einer arroganten Weise.
Ich packte seine Hand und zog mich daran hoch, sodass ich ihn fast wieder an den Tisch zurückzog. Na dann, los geht’s 007!
Ja, natürlich … viel Vergnügen bei deiner schwierigen Beschattung, Dumpfbacke.

Wir liefen gerade den steinigen Weg zum Strand hinunter, als Tabby auf einmal über einen armen, verirrten Plotkrümel stolperte. „Tabby, alles in Ordung?“ „Ja, ja ich denke schon. Aber mein Knie ist aufgeschürft.“
ô.ò „stolpern“?
„Kannst du laufen?“ „´türlich kann sie laufen, digga, weißte, das Knie is nur aufgeschürft und sie ist niemals nich' 'ne Sue, die davon in Ohnmacht fällt un' sich Klamotten an strategisch günstigen Stellen aufreißt!“

Bocki hebt ihre ABF auf, aber der Plotkrümel hat sich schlimmer verletzt und kugelt weinend in die Böschung.

„Habt ihr das gehört, Leute?“ „Oh ja, das hab ich.“, Mirren grinste, „Da scheint etwas … im Busch zu sein! Haha, versteht ihr? Im Busch!
„Hm...“, ein hochnäsiges Schnauben war aus dem Busch zu hören, und kurz darauf krabbelte eine zerpflückte Samalfoy, die trotz ihrer Situation mit hoch erhobenem Kopf und der Nase in den Wolken da stand. Also manchmal konnte man sie schon bewundern, dafür, dass sie immer das Gesicht wahrte, egal wie.


„Was? Das trägt man jetzt so!“

Auf eine blöde Bemerkung konnte ich trotzdem nicht verzichten: „Holla! Ich hätte nicht erwartet, das du so weit gehst, nur um andere schlecht zu machen! Wow, Respekt!!“
Ich verstehe jetzt zwar nicht, was daran sie schlecht machen soll, wenn Samalfoy ein Briegel-Cosplay hinlegt, aber vielleicht ist sie einfach nur eine missverstandene PETA-Aktivistin, die mit ihrem feschen Dress Bockis Westen aus echtem Otterfell und ihre Kätzchenlederstiefel in den Schatten stellen will.



Samantha kochte vor Wut. Was bildete sich dieses Landei Rebecca eigentlich ein!? Die armen Otter! Niemand hatte das Recht, sie so zu behandeln. Hoffentlich ertranken sie unten im Meer, diese Idioten, dann würden sie schon sehen wie es den ganzen armen Kätzchen ging, die für ihre Schuhe ihre unschuldigen Leben lassen mussten! Sie könnte schreien! „Ahhhhhh!“
Diese lyrische Schreibkunst raubt mir echt den Atem.

Samalfoy kickt Kiesel durch die Gegend, aber es gibt ja immer einen, der noch radikaler ist als man selbst.

„Also wirklich... lass doch die armen Steine in Ruhe, sie können doch nichts dafür!“
Samalfoy macht sich fast ins Hemd, weil hinter ihr plötzlich ein Mädchen auftaucht.
Ihr langes, schwarzes Haar verdeckte größtenteils das schmale, blasse Gesicht. Sie war in ein dunkles Samtkleid gehüllt, wie es vielleicht vor ein paar hundert Jahren einmal in gewesen sein musste. Doch das war es nicht, was Samantha einen Schauer über den Rücken schickte, auch wenn sie ein ernstes Problem mit Goths hatte.


In Soviet Russia, Goths have a problem with you!

Alma ist pfoll gruselig und sie hat Sprüche gelernt, damit sie in Samalfoys Poesiealbum schreiben kann!
„Ist es wirklich so wichtig, wer ich bin, oder zählt eher, wer du bist?“, die Stimme der Kleinen ließ Samantha erschaudern: Sie war lieblich und rau zugleich, kindlich und doch erwachsen und sie hatte einen besonderen, gefährlich, verführerischen Klang.

Um Samalfoy nicht das Pädobär-Kostüm schicken zu müssen, stelle ich mir einfach vor, wie Alma da mit mehreren Soundspuren gleichzeitig spricht.. Say, gesprochen von Ariana Grande und Morgan Freeman und der bevorzugt nachts arbeitenden Telefondienstleisterin Hannelore mit dem Künstlernamen HeißeSchnecki42. Mit Autotune!

„Weißt du, es gibt nur gut oder böse, nichts dazwischen, hell und dunkel, Licht und Schatten, Xbox und Playstation. Demnach wäre es gut für dich, dich zu entscheiden. Die Spiele sind nämlich verdammt teuer geworden und ich kürze dir das Taschengeld. Ich mache dir ein Angebot, Samantha Adams. (… dadadadam *schnippsschnipps*) Du hilfst mir das Bindeglied zwischen den Welten Communities in die Finger zu kriegen, und ich gebe dir alles, was du dir wünschst. Das ist ein fairer Deal, oder?“
“Aber , aber … PC Masterrace ...“ Samantha zögerte ihre Hand zu ergreifen.
Samalfoy hat absolut keine Idee, wovon Alma da faselt, und ich glaube, die ist einfach nur auf Drogen und trollt herum.
„Du brauchst Bedenkzeit, oder? Ich meine es ist hart, mitten in eine
unbekannte Welt hinein gesogen zu werden… Ich kenne das, ist mir letzte Woche dreimal passiert! Keine Angst, du wirst genügend Zeit bekommen, aber ich würde dir empfehlen, dich schnell zu entscheiden. Schon morgen könnte es zu spät sein! Also, kein Druck oder so.

Alma fuchtelt ein bisschen herum, sodass man ihre roten Augen sieht, und will einen dramatischen Abgang hinlegen. Das sagt Samalfoy dann jetzt wohl doch, dass sie ein bisschen mitmachen will. Oder so.


Hüpfen wir mal zurück zu Projekt 00nix. Die drei Wonneproppen latschen zum Strand und Murren will nochmal aufs Töpfchen vor der Tour.
War ja klar, es war mir schon sehr verdächtig vorgekommen, dass er so viel Apfelsaft getrunken hat, aber nicht pinkeln musste! Ich persönlich rannte nach jedem halben Glas los wie ein vom Hafer gestochener Sextaner. Aber diesmal, würde ich ihn begleiten.

… Bocki, sicher, dass Murren derjenige mit dem Problem ist?

Sie erklärt also Tablubb, dass sie ganz dringend Murren zur Hand gehen will etwas zu erledigen hat und Tablubb ihr am Allerwertesten vorbeigeht und sie, falls es ihr zu langweilig wurde, schon mal zurück zur Herberge gehen konnte.



Verständlicherweise ist Tablubb darüber nicht amüsiert .
„Dein Verhalten ist paranoid! Er hat uns außerdem Samantha vom Hals gehalten und wollte uns jetzt die Insel zeigen, das ist doch wohl nicht schlimm, oder?!“
Meine Sue-Sinne läuten so laut, ich kann dich nicht hören!“, war das einzigste, was ich noch von mir ga-


„das einzigste“!



… sorry. Geht wieder.

Bocki schlurft also Murren hinterher, der – le gasp – nicht zur Toilette geht und auch nicht hinter einem Busch verschwindet, nein, für ihn muss es gleich ein ganzer zugewachsene[r] Abhang sein.
Oh nein, das Bedeutete Klettern! Und dann musste ich meinen tollen Stealth-Pappkarton aufgeben!
Doch zu meiner Verwunderung, zog Mirren kurzerhand an einer herabhängenden Wurzel und vor ihm öffnete sich ein Gang, der hinunter in die Tiefe führte. Jetzt wurde es ernst.
Es ist die Batcave!
Unten angekommen war das erste, was ich sah eine massive Eichenholztür.
„Okay, es steht fest! Ich befinde mich in einem sehr schlechten Fantasyfilm!“, wisperte ich, weil ich die Fähigkeit verloren hatte, Dinge einfach zu denken, anstatt sie zu sagen. Danach stellte ich mich lauschend vor die Pforte. Doch die Pforte schwieg beharrlich, denn sie war in Bizarro!Frankreich gebaut worden und konnte nur Bizarro!Französisch reden.

Immerhin hat Bocki genug Grips, um die Tür, pardon, die Pforte nicht nach der Parole zu fragen oder sich direkt im Gollum'schen Dialogstil laut daran zu erinnern, ja leise sein zu müssen. Aber gut, wenn Murren bei seinen wichtigen Touren in die Batcave auch einen feuchten Dreck darauf gibt, mehr als einen Tunnelblick aufzusetzen, hat er Bocki entweder hierhergelockt oder es ist das geheime Luxusbadezimmer der ehemaligen Inselkinder, dessen Lage in geheimen Zeremonien mit Ziegenblut auf Papyrus auf Aramäisch rückwärts geschrieben an diejenigen weitergegeben wird, die das Camp mit mehr als zwei Gliedmaßen überlebt haben.

„Sie ist so stursinnig! Weiß alles besser, meint, sie müsste dauerhaft diskutieren...“
Redeten die zwei da grad von mir?! Wem der Stiefel passt, meine Liebe …
„Tja, sie passt perfekt zu dir. Eigensinnig, stur.... Das kommt mir nämlich so richtig
bekannt vor. Hast du eine Ahnung?“
Murren gefällt die Anspielung der weiblichen Stimme nicht, aber Bocki sitzt fangirlend in ihrer dunklen Ecke, auch wenn sie keinen Plan hat.

„Könnten wir uns bitte auf unser Problem konzentrieren? Wenn wir nicht mit Klosteinen und Dufterfrischern mit Zitrusgeruch handeln dann versinkt hier alles im Chaosin Mist!“
„Du übertreibst... Die ersten Anzeichen würden sich auf der Insel zeigen, wenn alle in einem imposanten Radius um die normalen Klohäuschen umfallen, weil es so müffelt, für den Rest der Welt hätte das erst einmal überhaupt keine Auswirkung.“
„Erst einmal. Hier sind unendlich viele Schmeißfliegen und Mistkäfer, die sich in diesem Paradies umtreiben, und noch dazu Jugendliche, die eine gute Zeit haben wollen und die sollen einfach sterben?“

Sogar Bocki lässt sich zu einem mentalen Kommentar über diese Ritterlichkeit herab, aber Murrens Gesprächspartnerin ist unbeeindruckt.
„Du hast dem Tod noch nie direkt in seine kalten, feuchten, leblosen, verrotteten, müffelnden, marienveilchenstahldurchsichtigen Augen geblickt, nie seine Stimme gehört, wenn er um drei Uhr morgens betrunken Eeeeey, Macarena! singt und die von den Schmerzensschreien der Gepeinigten durchzogen grauenvoll in der Stille verklingt, wenn er dann endlich damit fertig ist, das erklärt deine schreckliche Angst vorm Sterben.“
Na ja, und dass er vielleicht keinen Bock aufs Totsein hat, könnte ich mir vorstellen. Andererseits ...



Mrs Mysteriös stellt jedoch fest, dass sich das Problem mit dem Sterben eventuell erledigt hat, und ruft – le gasp – Bocki herbei. Erwischt!
Der Anblick der sich mir bat war... erschreckend, seltsam, witzig und gruselig zugleich. Ich hatte noch nie gesehen, wie Bugs Bunny und Duffy Duck schreiend aneinandergeklammert vor einem wütenden Wollnashorn auf einem U-Gletscher vorbeischlitterten, der durch die Höhle bretterte. Die U-Gletscherhaltestelle war eine Art unterirdisches Gewölbe, dessen Größe schlichtweg unmöglich einzuschätzen war, da es sich nach hinten schlichtweg in der Dunkelheit verlor.
Haargenau in der Mitte und damit vermutlich gerade mysteriös im Halbschatten ist neben Murren eine ältere Lady, Marke Professor Trelawney für Arme und der Beschreibung nach eher Murrens Omi.



Ganz bestimmt nicht Murrens Mutti hat außerdem nicht aufgeräumt und seit ihrer Jugendzeit auch die Bandposter nicht mehr gewechselt., denn an den Wänden
hingen antik wirkende Bilder aus altertümlichem Pergament auf deren
durchscheinenden Oberflächen Dinge und Wesen dargestellt waren, die ihr euch in
den schlimmsten Albträumen nicht hättet ausmalen können.
Bocki schlägt kurz im Handbuch für Einheitliche Einrichtungen Einsamer Eremitenhöhlen nach und stellt fest: Von den alten Stereotypen wie Drachenschuppen, Krötenschleim oder auch Augäpfel sind genug zu finden. Den Rest erspare ich euch mal und zitiere
(Heute weiß ich, dass es Pilze waren).
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

„Huhuhu! Noch wach?“ [Mirren] schnippte mit seinen Fingern vor meinem Gesicht herum und wollte gerade anfangen mich zu schütteln.
Keine dieser Pappschachteln kann gleichzeitig geradeaus gucken und denken, ich sehe ja schwarz für eure kleine Weltrettungsaktion. Doch scheinbar stecken die mit ihrer Auserwählten fest, denn ganz bestimmt nicht Murrens Mutti rasselt kurz mal Bockis Lebenslauf und spoilert ihr ihre Schicksalsbestimmung.

„Netter Einstieg, Mum...“
Diese schrullige alte Dame war Mirrens Mutter? Jetzt wurde mir so einiges klar, endlich hatte ich den Witz von vor einer Woche verstanden, und meine Lippen formten ein stilles Opfer in seine Richtung.

Unsere liebenswürdige Bocki gewinnt durch soviel Charme natürlich erst einmal die Frauenpower-Medaille von Mutti, die statt dem Gör eine zu pfeffern lieber Murren anpampt, dass er nicht ausgelacht werden möchte. Und ich fühle wirklich mit ihm:

„Mein Name ist Lady Kryptia, ich schlage mich mit Wahrsagerei auf Jahrmärkten
durch, doch sag niemandem, dass ich ihnen nie die Wahrheit sage…“
Natürlich ist niemand reif für die Wahrheit, denn McMutti ist ein waschechtes Orakel, musst du wissen.“
„So wie das von Delphi?“
„Vergleiche mich bitte nicht mit so einer Hochstaplerin! Die bildet sich auf ein paar Drogen und ne kleine Affäre mit Apollon wohl sehr viel ein!“



Ernsthaft? Jemand, der in der Gunst eines alten, mächtigen Orakelgottes steht und die Geschicke einer Kultur maßgeblich beeinflusst, ist bloß ein Junkie, aber wessen Zukunftspressesprecherin McMutti ist, wird nicht einmal erwähnt?
Murrens Kommentar in die Richtung wird ausgerechnet von Bocki abgeschmettert, die im sich im nächsten Satz(!) darüber beschwert, dass sie keinen Plan von nichts hat.


„Dunkle Mächte sind am Werk auf der Insel tif im Meer,



nur das Medium, Bindeglied der Welten, Schnorchel der Prophezeiung, Pappe der Erwählung, weiß sie aufzuhalten. Denn wenn die Königin Eingang in diese Welt
erhält, wird sie das Altpapier rausbringen wollen und dann sind die alle in Gefahr. In der Nacht des roten Mondes, dem Tag, an dem die Grenze verwischt wird der Wandler zwischen den Reichen die Pforte öffnen, das Tor durchschreiten und die Welt verändern!“

Tag, Nacht, Tür auf, Tür zu, hinreiten, herreiten, Linden küssen, wegreiten, warum bleiben wir nicht gleich da und ich koch uns was Schönes?


Für Bocki ist das auf jeden Fall zu kompliziert, weswegen ihr Hirn Error ausgibt und sie die Biege machen will, bevor ihr Kopf explodiert.
Sollte ich mich kneifen? Vielleicht wache ich ja dann auf?
„Du wirst nicht aufwachen, sondern dir nur selbst wehtun. Also lass es!“, Mirren
blickte mich tadelnd an. Spielverderber.

„Ich kann deine Gedanken lesen und das wundert dich noch? So langsam hättest du begriffen haben müssen, dass wir in einer aus Klischees zusammengewürfelten Geschichte feststecken.“, er pulte an seinen Fingernägeln herum.
Dieses aggressive, quasi schon lebensbedrohende Verhalten wird von Bocki natürlich nicht geduldet!

„Es ist für mich nicht alltäglich, dass mich zwei Verrückte gegen meinen Willen in einer Höhle festhalten und mir erklären, dass ich irgendwelche speziellen Sonstwasfähigkeiten hätte!“


… Ey, ich schreibe gerade so'n Bericht über diese asiatische Freundin von Harry, wie hieß die nochmal?

Gefangen in ihrer bizarren Parallelrealität, wechselt Bocki in den 'Hilfloses Weibchen'-Modus und sinkt gar heulend darnieder. McMutti scheint sich die Show einfach anzugucken, also muss Murren wieder ran.
[Murren] suchte aufmerksam den Raum ab. „Wo ist das Viech....“
„Du willst nicht wirklich, oder? Weißt du wie lange es gedauert hat den Kleinen wieder einzufangen?“

Während das Empathiewunder zuguckt, packt Murren seinen … Kleinen … aus.
Die Augen des Wesens schillerten rot und es hatte blutunterlaufene Augen. Es hatte
lange, spitze Zähne und scharfe Klauen, und ich denke, wenn ich genau hinschaue
klebten da noch Reste seines letzten Opfers, vertrocknete Klumpen Fleisch und
Organstückchen und geronnenes Blut.



Wie putzig, ich nenne es Jürgen. Jürgen kommt von Knuddelmuff auf Piranha in unter drei Sekunden und knockt Bocki aus. Hurra für Jürgen!

Eigentlich geht das Kapitel noch einige Seiten weiter, aber wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Nächstes Mal bei Bocki, Murren und Co: Lustiges Extremitätenmikado mit Bocki! Das glorreiche Tablubb-Solo! Und: Infiziert sich Publikumsliebling Jürgen durch den Biss mit Bockiritis?

Wir werden es herausfinden!


Tags: fandom : original : 451-500, genre : mary sue/gary stu : 901-950, jaeger : pfuetzenpython, verrisse : 1501-1550
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  • 4 comments
Konnte mich gestern Abend herrlich in den Schlaf kichern, danke dafür :3

Meine Lieblingsstelle war die mit dem Console War :D

Aber ich kann das erste Bild nicht sehen, den Facepalm über der schmollenden Kartoffel. Nur, wenn ich die Bildadresse kopiere und seperat aufrufe.
Oh, habe ich rasch gefixt :o) Danke!
Hach, unsere unglaublich originelle Story geht in die zweite Runde und Bocki ist so eine liebenswerte und sympathische Prota.

Aber es macht ja nichts, ohne die Sue findet ja hier nichts statt.
Wieso geht Tabblub nicht alleine frühststücken, wenn die Sue ihren dicken Hintern nicht aus dem Bett bewegt bekommt. Und wieso muss sich Madame unbedingt zu Murren setzen, sie hasst ihn doch? Gibt es keine anderen Tische im Speisesaal? Ist sie zu doof, diese zu finden? -_-
Dieses kindische Gezicke zwischen Dummchen und Pimmel ist eines der Überklischees in jedem YA/NA-Buch, muss wohl gesetzlich festgelegt worden sein.

Bocki hebt ihre ABF auf, aber der Plotkrümel hat sich schlimmer verletzt und kugelt weinend in die Böschung.
Der arme kleine Plotkrümel, ich habe profundes Mitgefühl mit ihm.

Ich verstehe jetzt zwar nicht, was daran sie schlecht machen soll, wenn Samalfoy ein Briegel-Cosplay hinlegt,
Vielleicht sollte jemand dem Schreibkind sagen, dass diese Szene albern ist und keinen Sinn ergibt. Die fiese Bitch(TM) versteckt sich im Busch, um Bocki aufzulauern, weil...?
Weil sie einen Pakt mit einer finsteren Entität schließt, um Bocki zu demütigen. Wie innovativ, bin echt beeindruckt.

Es ist die Batcave!
Die Batman zu ungunsten der Wahrsager-Omi aufgeben musste.
Nein! Nein! Nein! Das war unfassbar doof! Bocki, die Auserwählte, die die Welt vor dem Bösen bewahren muss, zusammen mit Murren, ihrem Pimmel.
Murren gefällt die Anspielung der weiblichen Stimme nicht, aber Bocki sitzt fangirlend in ihrer dunklen Ecke, auch wenn sie keinen Plan hat.
Subtiles foreshadowing, ist subtil. Damit das dümmste Lesertier rafft, dass Murren Bockis Pimmel ist, wir wären sonst viel zu überrascht, wenn sich beiden plötzlich küssen und sich ihre Wahre Liebe(TM) gestehen.

Für Bocki ist das auf jeden Fall zu kompliziert, weswegen ihr Hirn Error ausgibt und sie die Biege machen will, bevor ihr Kopf explodiert.
Unsere Auserwählte, lieber Lesertiere! Die Welt ist dem Untergang geweiht, da das liebe Kind leider zu blöd zum koten ist. Jetzt mal im Ernst: Wieso bekommen wir ständig diese vollkommen dämlichen und inkompetenten Weibchen als Protas? Ist es denn so schwer, einen glaubhaften und sympathischen Charakter zu erschaffen?

Ich bewundere dich dafür, dass dein Hirn nicht geschmolzen ist, blöd genug ist dieses Ding auf jeden Fall.
Hach, unsere unglaublich originelle Story geht in die zweite Runde und Bocki ist so eine liebenswerte und sympathische Prota.
Damit hast Du die gesamte Story gut zusammengefasst!

Ja, nicht einmal die böse Zimtzicke kriegt in dieser Geschichte irgendetwas sinnvoll auf die Reihe, also steht und fällt deren Welt wohl mit der Kompetenz von Pseudo-Alma. Und die lässt Freizeit-Busch-Teenager für sich arbeiten. Scheinbar sind es harte Zeiten auf dem Arbeitsmarkt des Bösen ...

An einem Stück ging das nicht D: Eine bessere Ausrede habe ich auch nicht für die lange Zeit, die der Teil auf sich warten ließ.