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Das Mädchen, dass sich selber fand oder Weihnachtsgrauen mit Kuscheltier

Titel der Geschichte: Das Mädchen, dass [sic] sich selber fand (Gelöscht)
Genre: „Wenn ich hundertmal ‚Französische Revolution‘ sage, wird keiner merken, dass ich von Geschichte nichts verstehe...“
Name des Verbrechers Autors: Toria Black

Der langweilige Plot: Das hat keinen Plot. Nur einen Plo. Socke ist im „Frankreich in Regentschaft zu Zeiten Ludwig XVI“ ein pfoll armes Waisenkind, das von pfoll lieben Leuten aufgenommen wird, und ist dann erst pfoll krank und dann pfoll niedlich.
Die Antiqualität der Charaktere geht damit los, dass die Autorin es für eine prima Idee hielt, ihre Namen aus Star Wars zu klauen. Weil die so altertümlich klingen, meinte sie. Socke ist, wie schon erwähnt, arm und generisch süß und die Sonne scheint aus ihrem Arsch. Sung ist abwechselnd die hingebungsvolle Übermama und das schluchzende Weibchen. Klo ist der starke, einfühlsame Mann, ohne den die Frauen nicht funktionieren.
Entnervende Macken im Stil: Der medizinische Fail ist fast schlimmer als der historische. Fast alles, was die Charaktere sagen, wirkt hölzern und abgeschrieben auswendig gelernt und sie scheinen nur in die generelle Richtung von einander zu reden, nie miteinander.
Die typischsten RS/G-Fehler fasse ich mit diesem rührenden Satz zusammen: „Es pierte schmerzhaft.“

Der herzzerreißende erste Teil



Yo, ich hoffe, ihr habt alle die Weihnachtstage gut überstanden und das Christkind, der Weihnachtsmann, Väterchen Frost oder wer auch immer bei euch daheim die Geschenke bringt, hat euch reichlich bedacht. Ich habe etwas weiterverrissen, was erstaunlich leicht geht und wobei einem die Geschichte viel lustiger und nichtiger vorkommt, wenn man der buckligen Verwandtschaft dabei zuhören musste, was sie dazu zu sagen hat, was meine muslimischen Freunde und Bekannten verdienen ^_________^
Na, erinnert ihr euch noch, was letztes Mal war? Richtig. Geheule :D Und das Ganze wird dekoriert mit hilflosen Weibchen, die starke Männer brauchen, und von verworfenen Toggo TV-Manuskripten abgeschriebenen Plastikdialogen.


Sie zitterte leicht aus Angst vor einem sich entwickelnden Plot, als Plo nach ihrer Hand griff und diese mit einer Schraubzwinge umschloss.
“Ich habe Angst”, flüsterte sie, legte ihren Kopf auf seine Schulter und steckte sich das „Taschenbuch der literarischen Phrasen“ wieder in die Hosentasche.
Er küsste ihren Haaransatz, sagte ihr in indirekter Rede, weil es die Vorlage der Autorin so wollte, sie solle sich keine Sorgen machen. Sie lachte nur bitter.
“Das sagt sich so leicht. Ist dir eigentlich klar, wie leicht es ist, in das schwarze Loch gesaugt zu werden, das das Arschloch einer jeden Sue ist? Und ich bin hier nur die Nebensue! Wer weiß, ob meine Sueishness der von Ahsoka standhalten kann!
“Ich lass dich jetzt ungern alleine mit deinem vagen Ansatz von emotionalem Aufruhr, für dessen Beschwichtigung du natürlich deinen Stecher brauchst. Aber ich muss wirklich los, Liebling”, flüsterte er ihr ins Ohr, worauf sie verstehend nickte.

Sie begleitet ihn zur Tür, wo es dann spontanes Fast-Knattern der Zieheltern unserer Identifikationsfigur gibt. Teh smex. Ich wünschte, wenn Autoren schon so offensichtlich irgendwo abschreiben müssen, würden sie das wenigstens mit genug Hirn tun, um entscheiden zu können, welche abgeschriebene Passage wo passt.

Kurz gaben sie sich der Leidenschaft ihres Kusses hin. Ihre Zungen fingen an, miteinander zu tanzen. Ehe sie weitergehen konnten, brachen sie diesen Kuss ab.

Japp, im Türrahmen das Rammeln zu beginnen, ist natürlich eine prima Idee. Sie lösen sich [s]chweratmend voneinander und Klo nimmt noch das Telegramm mit. Es gibt weiteres Knutschen, weil es einfach 1. so sexy ist und 2. so prima charakterisiert, dann trollt sich Sung zu Socke, die schläft und dabei cuuuuuuuuuuute und blond und dutziguh ist.

Tlein und füf: IIIII IIIII IIIII II


Shaak fand die Kleine einfach nur goldig,

An der Stelle will ich mal nicht nur einen von denen geben:

Tlein und füf: IIIII IIIII IIIII III

Ich will zusätzlich etwas tun, was ich auch in dem Review getan habe. Ich habe ein Foto eines tatsächlich sterbenskranken, halb verhungerten Kindes verlinkt. Dieses Kind heißt Udai Faisal und starb Anfang des Jahres im Alter von knapp einem halben Jahr in seiner Heimat Jemen. Nun stell dir das gleiche Kind (so du den Link denn angeklickt hast) weiß, mit kränklichem Grippe-Hautton und einigen Kratzern, blauen Flecken, Erfrierungen und Frostbeulen vor. Bewundere die Diskrepanz zwischen dem, was Realität sein sollte, und dem, was Sung (und die Autorin!) für geeignetes Vokabular zur Beschreibung dieses Zustandes hält!


hoffte und bettete den König und seinen gesamten Hofstaat, dass der Adoption zugestimmt wurde. Sie liebte dieses Kind in ihrem Bett, von dessen Persönlichkeit, körperlichen, psychischen und anderweitigen Problemen, Erziehung, Bildung und kulturellen Hintergründen sie nicht das Leiseste wusste und mit dem sie keinerlei nennenswerte Qualitätszeit gehabt hatte, jetzt schon wie ihr eigenes, immerhin war es blond und schön und engelsgleich.

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Natürlich ist unser armes Weibchen so verzweifelt dabei, ein Kind zu wollen, dass sie sich auf das erstbeste stürzt, das hübsch genug ist ihr über den Weg läuft, weil sie und Plo keine Kinder haben können. Jeder hat die Schuld bei sich gesucht, denn wo wäre sonst Platz fürs Dramalama?

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Einmal für die Unfähigkeit, Kinder zu kriegen, einmal für das egozentrische „Nein, ICH bin schuld! ICH darf heute mal das Dramalama füttern!“


Und dann hatte sie durch einen Hormontest beim Rokoko-Gynäkologen erfahren, dass sie keine Kinder bekommen konnte.
Naja, es ist der Gynäkologe oder sie und Klo haben versuchsweise mal über einen längeren Zeitraum hinweg die Nachbarn gevögelt, um zu sehen, wer schwanger wird…

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Diese durch eine Brieftaube als Email versandte Nachricht hatte ihr den Boden unter den Füßen weggerissen, tagelang hatte sie geweint und war tief in einem Meer aus abgedroschenen Phrasen versunken, die die Autorin plump abschreiben musste. Er hatte sie wieder aufgebaut, hatte sie gefangen, als sie fiel, denn als ihr der Boden unter den Füßen weggerissen worden ist, ging es echt tief runter.

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Ein Punkt für jede dämliche Phrase und dann noch einen, dass man das zarte Weibchen mal wieder zum ätherischen Opfer machen muss, weil man ja einen Mann nicht durch Unfruchtbarkeit emaskulieren kann.
Nun könnte ich Sungs Verzweiflung, wenn man die Epoche bedenkt, in der das hier spielen soll, verstehen, wenn sie zumindest teilweise daher rühren würde, dass sie realisiert, dass sie und ihr Mann ja nun keine Altersvorsorge und keinen Erben haben, dass sie als Ehefrau „versagt“ hat, dass die Nachbarn über sie und ihre Kinderlosigkeit reden und herziehen werden und sie sich vor ihnen wird verantworten müssen etc. Aber nein, es ist nur, weil Frauchens Leben ja nur komplett ist, wenn sie Bäbbi hat. Unfruchtbar ist man ja wertlos. Aktiv ist man es auch, denn offenbar hat Sung noch nie mit Klo auch nur die Möglichkeit einer Adoption besprochen oder sich gar an die örtliche Pfarrei/das Waisenhaus/was auch immer gewandt, um sich da als Pflegemutter oder Amme anzubieten (was für Frauen sogar ein netter kleiner Zusatzverdienst sein konnte) oder sogar – gasp – eins zu ADOPTIEREN. Nö, einem fällt entweder ein perfektes goldenes Engelskind ganz von selbst in den Schoß, oder man bleibt halt unglücklich! Andere Optionen gibt‘s nicht!
Socke wird noch ein bisschen geknutscht, dann wechseln wir glatt zu deren Perspektive. Sie hat einen verblüffend luziden „Fiebertraum“ von der Nacht, als ihre Eltern starben. Und es muss schlimm gewesen sein, denn Socke konnte die Wangenknochen ihrer Mutter deutlich sehen DDDD: Leute, wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich meine eigenen Wangenknochen auch deutlich. Ich glaube, ich sterbe bald!!!

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“Wir werden dich immer lieben und beschützen. Egal was passiert. Auch wenn wir sterben sollten, sind wir immer bei dir”, hatte ihre Mutter mit Tränen in den Augen gesagt.
Klar, Hungertod geht ja nur mit multiplem Organversagen einher, da hat man schon noch Lust auf herzzerreißende Sterbebettreden.

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Als Sockes Eltern ist man natürlich zu speschöll für echte Armut, echtes Elend und echten grausamen, schmerzhaften Hungertod. Nee, da schwebt man blass, schlank, bezaubernd und feengleich ins Jenseits hinüber.
Sockes Eltern wussten, dass sie sterben würden, aber nicht, dass man Socke verjagen und mit Essen bewerfen würde. Konnte ja auch keiner ahnen, dass die Nachbarn dermaßen hirnverbrannt sind. Sockes dramatisches Schicksal („
Beleidigungen wie Hexenmädchen“, buhuuuu) ist natürlich viiiieeeel schlimmer als das der Eltern.

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Je fürs Verjagen, die Beleidigungen und dass man sie mit Essen beworfen hat.
Offenbar hat ihre Mutter sie am Abend vor ihrem Hungertod noch zu Bett gebracht, was ich für eine beachtliche Leistung halte. (Und eingeheizt, aller Logik nach, denn niemand ist erfroren.) Am Morgen darauf hat Socke dann wie eine professionelle Vierjährige den Tod ihrer Eltern festgestellt und wollte Hilfe holen, aber weil die Eltern in einer falsch abgeschriebenen Phrase
beide in der selben Nacht davon gegangen waren, was ja während einer Hungersnot NIE vorkommen würde, dachten die Nachbarn, dass Socke als professionelle Vierjährige einen Fluch über sie gelegt hatte. Uh, right. Um Sockes professionelle vierjährige Beschwörungen abzuwenden, hat man sie folglich vertrieben.

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Aus dem Monat, den sie im Wald unterwegs war, werden spontan „Tage“. Mich amüsiert, dass die Autorin meint, Socke hätte keinerlei
Nahrungsmöglichkeit gehabt, weil das klingt, als hätte der örtliche Förster es versäumt, einen Trog Sockefutter aufzustellen. Das ist das letzte, was ich lustig finden kann, denn sofort darauf erleide ich ein Aneurysma.

Selbst ihr Stofftier, das letzte, was ihr von ihren Eltern geblieben war, hatte sie irgendwo in der Nähe der Stadt verloren.

Autorin be like:



I be like:



Weil.
Ja, nee.
Is‘ klar.
‘n Stofftier.
Verloren.
Bwahahahaha. Ha.
Das ist… schlimmer als eine Arschschleife.
HÖRT IHR MICH?! DAS IST SCHLIMMER ALS EINE ARSCHSCHLEIFE!
Die Eltern dieses armen Kindes, die am Hunger gestorben sind, haben Zeit und Ressourcen darauf aufgewendet, um Socke ein Stofftier zu machen, und das in einem Alter, in dem sie durchaus schon alt genug ist und in dem zu dieser Zeit schon von ihr erwartet worden wäre, ihren Eltern zur Hand zu gehen. Damals haben die Kinder der Unterschicht gearbeitet, sobald sie gehen und einfache Befehle entgegen nehmen konnten. Da sieht man mal, was für eine verwöhnte Rotzgöre Socke ist.
Was ich aber noch bedeutend schlimmer finde, ist, dass, wenn man einen Moment lang innehält, klar wird, dass das Stofftier Socke NICHTS bedeutet und nur da ist, um das Dramalama weiter zum Tanzen zu bringen. Erstens, die Wortwahl: „Stofftier“. Welches Tier? Ist Socke egal. Hauptsache Stofftier. Das erwähnt sie auch erst im zweiten Kapitel, was für einen dramatischen, geliebten Gegenstand, der das letzte ist, was ihr von ihren Eltern geblieben war, buhuuuuuuuu, imho ja ein wenig zu spät ist. Und den… verliert sie dann. Irgendwo im Wald. Wie? Den muss sie irgendwo liegen gelassen haben, weil sie blöde war, hat dann zehn Sekunden lang gesucht, mit den Schultern gezuckt und ist weitergegangen. Wenn ihr dieser Gegenstand echt so wichtig wäre, dann hätte sie sich auch arschen können, richtig danach zu suchen. Weit kann es ja noch nicht weg sein, wenn ihr auffällt, dass es nicht mehr da ist. Aber nö, das Dramalama ist wichtiger als das generische Stofftier. Wir Leser werden dazu aufgefordert, Mitleid mit Socke dafür zu haben, dass sie dämlich, faul oder beides ist.
Und wieso haben ihr die Nachbarn erlaubt, ihr Stofftier mitzunehmen, wenn sie sie so hastig vertrieben haben, dass sie ihr nicht mal Schuhe oder einen Mantel gestattet haben? Haben die ihr das auch nachgeworfen? Oder haben die es ihr nur mitgegeben bzw. hat Socke es statt wärmerer Kleidung mitgeschmuggelt, damit sie es dann verlieren (oder „verlieren“) kann, um sie noch ärmer darzustellen?!
Ehrlich, alles an diesem bescheuerten Stofftier brüllt „KÜNSTLICHES DOSENDRAMA MIT DIABETES-AROMA!!!!“ Das ist Tränendrüsengedrücke der billigsten, konstruiertesten Sorte! Wie, glaubt die Autorin, sollen wir für dermaßen an den Haaren herbei gezogene und auf Sockes eigenen Dummheit und Faulheit basierende Situationen Mitleid für die Kackbratze empfinden? Und war das jetzt nach all dem anderen Draaaaaaaaaamaaaaaaaaa echt noch nötig?! Talk about trying too hard.

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Aber jetzt ist Socke glücklich, weil sie ja von lyyyyyben Leuten aufgenommen würden ist.


Sie hatte dennoch Angst. Angst, dass sie sie auch verjagen würden. Den Sticker „Von Menschen, denen sie vertraute, verjagt“ hatte sie schließlich schon in ihr Drama-Sammelalbum geklebt, und was würde sie tun, wenn sie den dann doppelt hatte?

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Dann öffnet sie
flackernd die Augen. Woran ich denken muss:



Aber dass Socke ein Roboter ist, dürfte an dieser Stelle ja niemanden mehr überraschen. Vermutlich haben sich Klo und Sung einen WaifBot liefern lassen, Angelic Orphan Edition, den aus der Packung geholt und eingeschaltet und sie glaubt jetzt nur, dass ihr all das Drama passiert ist, weil sie von einem Trottel darauf programmiert worden ist.
Natürlich geht es Socke immer noch nicht besser, buhuuuu.

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Eine kleine Kerze, wie man sie als einfacher Bäcker mal eben auf ein schlafendes Waisenkind aufwendete, flackerte fröhlich vor sich hin, erhellte den Raum, in dem sie lag, indem sie munter an den Vorhängen und Fensterläden entlang züngelte. Die Flammen tanzten gutgelaunt auf ihr Bett. Ihr war so unglaublich heiß, dass sie glaubte an ihrer Hitze fast zu ersticken. Ob das normal war, wenn die Lunge von innen heraus gekocht wurde?
„Ihre Hitze“, so so…

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Schatzibuh kann auch nicht sprechen vor lauter schröckelich.

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Glücklicherweise kommt Sung in diesem Moment sowieso in das Zimmer. Sie hat ihre Mutter dabei, die ihr helfen soll, denn als hilfloses Weibchen hat sie ja, obwohl sie eine erwachsene Frau des 18. Jahrhunderts ist, nicht die geringste Ahnung von Hausmitteln und braucht jemanden, der mehr kann, als nur passiv herumzusitzen und ätherisch zu seufzen. Die Perspektive hüpft dabei auch fröhlich herum, denn wir erfahren, dass Sung und ihr Muttchen Sockes
schweißigen Geruch wahrnehmen. Sung ist sofort entsetzt, dass ihr perfektes Roboter-Engel-Kind Anzeichen normaler Menschlichkeit zeigt, und öffnet ein Fenster. Klar, ein eben noch unterkühltes Kind in einem nicht weiter isolierten, schwer beheizbaren Haus ohne jedwede moderne Bauweise sollte man natürlich der frische[n] Winterluft aussetzen. Auch das Heizen kostet ja nix. Offenbar weiß Sung immerhin, dass Socke nicht so delirisch ist, wie sie tut, und stellt ihr ihre Mutter vor, die auf den in jeder Hinsicht passenden Namen Leyla hört. Ich nenn sie jetzt Laber, denn labern ist, was sie in erster Linie tut. Natürlich stellt sich die todkranke Socke ganz artig mit „Bonjour“ vor und schon ist auch Laber von ihr entzückt, weil‘s einfach so eine Leistung ist.

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[Laber] konnte ihren Nachtschweiß spüren, den die sie vor Hitze absonderte. Nachtschweiß heißt es nicht etwa, weil er nachts, sondern weil er als Resultat von Hitze abgesondert wird. Hätte sie ihn vor Lauwärme abgesondert, wäre es Tagschweiß.

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Offenbar hält Laber etwa so viel von Sung und ihrer Intelligenz wie wir, denn sie fragt sie, ob sie Socke schon die Medizin gegeben hat.

O meine französische Maman, ich hätte dich nicht geholt, wenn es angeschlagen hätte”, antwortete sie beinahe panisch. „Ich hab dich extra geholt, dass du mit eigenen Augen sehen kannst, wie sehr dein Gesöff da versagt hat! So! Und was machst du jetzt?“
Das kriegt für die Beinahe-Panik noch einen von denen hier:

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Leyla sah auf:”Kein Grund mich deshalb anzufahren. Noch einmal und du setzt dich auf die stille Treppe!
Shaak griff sich an die Stirn.
“Tut mir leid”, flüsterte sie. „Stimmt ja, ich soll nicht ständig hysterisch werden und Leute ankreischen! Hab ich einen Moment lang vergessen.“

Unsere herzallerliebste kleine Socke würde gerne was sagen, aber erstens ist sie zu schwach und zweitens weiß sie gar nicht, was, also entscheidet sie sich dazu, stattdessen ganz dolle schlimm zu husten, und das tut weh. Awwww.

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“Hilf mir bitte sie aus der Kleidung zu schälen. Das Zeug ist so mit klebrigem rosa Sue-Schweiß voll, das schaffe ich nicht alleine. Du hältst sie, ich ziehe das Hemd streifenweise runter”, bat Leyla ihre Tochter.

Gesagt, getan. Anders kriegt Socke wohl keine richtig schöne Unterkühlung. Laber wirft das Hemd/die Weste ohne weitere Beachtung in die Ecke. Klar, sie ist ja nicht diejenige, die das dann sauber machen muss.
Dann gibt sie Sung noch wertvolle medizin(frau)ische Ratschläge:


“Sie muss viel trinken, am besten ihr befeuchtet ihren Mund nachts auch noch, damit sie nie auch nur annähernd ausschlafen kann innerlich nicht verbrennt. Äußerlich von dem Feuer zu verbrennen, das irgendwelche Verreißer hier mit der Kerze gelegt haben, ist aber okay. Wer einen Monat lang halbnackt und unterernährt durch den Wald rennt, packt das auch.

Haben wir schon erwähnt, dass Socke krank ist, buhuuuuuuu?

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Laber rät außerdem, alle paar Stunden zu lüften, für die… wait for it...
Luftzirkulation. Klar, genau das Wort, das eine einfache, ungebildete Frau des 18. Jahrhunders benutzen würde, zumal eine, die gerade noch geraten hat, etwas dagegen zu tun, dass das Kinde von innen heraus nicht verbrennen möge. Und weil nur ein Stilbruch so langweilig ist, wird sie gleich noch etwas mehr Medizin zusammenmixen. Cool.
Damit geht Laber und Socke sieht ihre Chance gekommen, sich mehr Aufmerksamkeit zu erbetteln.


Ahsokas Augen wurden größer, um niedlicher auszusehen, als sie leicht anfing zu würgen. Warum, wusste keiner. Sie hatte es davor nie getan, nicht mal, als sie zum ersten Mal seit unbestimmter Zeit etwas zu Essen gekriegt hat, und würde es auch danach wieder tun, aber jetzt tat sie es halt, und zwar ganz bestimmt nicht gekünstelt und absichtlich.
“Ist dir schlecht?”, fragte Shaak besorgt, wobei ihr ein Tropfen Sabber aus dem Mund lief, bekam nach einem Moment des Sekundenschlafs ein nicken als Antwort.
Jetzt, wo Socke Sung klar gemacht hat, worauf sie hinaus will (und das völlig nonverbal, denn kleine Kinder, die nicht sprechen, sind ja sooooo viel niedlicher als welche, die es tun, es sei denn, sie erzählen fromm und lieb, ihre Eltern wären beim Mann im Himmel), holt diese rasch einen Eimer. Dass der da ist, hat Socke natürlich vorher schon sichergestellt, denn wenn sie zu lange würgt, ist es nicht mehr glaubwürdig, aber auf den Boden zu kotzen, ist nicht süß. Also kotzt sie jetzt in den Eimer, wobei Sung ihre Haare hält, denn diese engelsblonden Löckchen können natürlich nicht besudelt werden. Dann bricht Socke dramatisch zusammen. Das heißt im Umkehrschluss, dass sie sich gerade aus eigener Kraft aufgesetzt hat, was für jemanden, der gerade noch geheult hat, dass er zu schwach ist, um zu sprechen, recht, hm, erstaunlich ist. Aber jetzt ist sie wieder blaaaaaaaass und kraaaaaaaaaaaank.

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Sung verhält sich abgeschrieben und nicht kapiert rätselhaft.


Shaak deckte sie bis zur Brust zu, zählte langsam bis hundertachtzig, (Nachdem fraglich ist, ob eine Bäckersfrau anno 1779 so weit zählen kann, gehe ich davon aus, dass sie einfach einige Minuten lang sabbernd und schielend rumsitzt. Wieso sie das tut, erfahren wir übrigens nie.) ehe sie das Fenster wieder schloss. Kurz darauf eilte sie nach unten, um nicht in den Arsch der Sue gesaugt zu werden, setzte ihr einen Becher mit Wasser an die Lippen, ohne vorher wieder hoch gegangen zu sein, denn sie hatte einen Teleskoparm.

Socke, die gerade noch dramatisch zusammengebrochen ist und zu schwach zum Sprechen war, setzt sich offenbar wieder auf, denn sie spülte ihren kleinen Mund aus.

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HABEN WIR SCHON ERWÄHNT, DASS SOCKE KLEIN IST? DASS AUCH JEDES EINZELNE KLEINE KÖRPERTEIL DER KLEINEN SOCKE KLEIN IST? WEIL DIE SIND KLEIN! KLEIN KLEIN KLEIN KLEIN KLEIN.


“Schlaf noch etwas. Bekannlich soll Schlaf die beste Medizin sein, es sei denn, es ist noch besser, dir den Mund, während du schläfst, mit Eiswasser auszuwaschen”, sie küsste die Schläfe des Kindes

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Socke schläft ein und das Kapitel endet. Wir springen passenderweise zum
24. Dezember 1779. Jetzt, wo Socke schläft, braucht es einen Ersatzjammerer. Sung übernimmt diese Rolle brav. Ihr Vater ist gestorben, als sie 16 war. Auch er hatte vor seinem Tod noch Lust, Sung zärtlich zu streicheln. Sung hat es natürlich wieder auf sich, sich und sich bezogen und versucht, ihm zu verbieten, sich von IHR IHR IHR zu entfernen.

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Sie wollte ihn nicht loslassen.
Da steht es. Wortwörtlich. Sung WILL nicht darüber hinweg kommen. Sie WEIGERT sich. Ihr vater erfüllt keinen narrativen Zweck, als ihr einen Grund zum Heulen zu geben, und diesen Grund zum Heulen hat sie zu einem Teil ihrer Identität und sogar zu einer Freud‘schen Entschuldigung gemacht. Sorry, kein Mitleid.

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Jetzt katapultiert sich Sung aus ihrem Albtraum und heult. Dann steht sie auf und heult weiter. Sie geht „nach unten“ und heult noch mehr. Sie zündet ne Kerze an und heult noch viel mehr.

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Die Alpträume, die Erinnerungen an diesen Tag hatten sich in ihr Gehirn eingebrannt, wie glühendes Eisen.
Joah, ich schätze, dass sich mal glühendes Eisen in ihr Hirn eingebrannt hat, erklärt vieles.

Jedes Weihnachten ist für sie Zittern und Herzklopfen und Albträume, weil ihr Vater natürlich genau an diesem Tag gestorben ist. Natürlich. Vor mindestens vier Jahren. Das muss man ja nicht langsam mal hinter sich lassen. Das ganze Geheule dauert natürlich noch an. Neben dem zu Erwartenden gibt es noch ein Sahnehäubchen in Form von Geheule darüber, dass man Papi ja jetzt gar nicht mehr Socke vorstellen kann, buhuuuuu. Ich erspare es euch und verdeutliche es euch nur hierdurch:

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Dann fängt JEMAND!!!!!! an, die zu streicheln. Überraschung, es ist Klo, der uns den Starken Einfühlsamen Mann gibt, der sein Zerbrechliches Schwaches Weibchen zärtlich fragt, ob es darüber reden will.

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Sie Antwortete nicht, warf sich ihm nur in die Arme und riss ihn somit fast vom Stuhl.
Ja, was könnte niedlicher und mitleiderregender sein, als eine 55-Kilo-Frau, die glaubt, sie wäre ein Animemädchen?

HEULHEULHEULHEULHEULHEULHEULHEULHEULHEUL.

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„Soll ich dich tragen oder möchtest du selber gehen? Immerhin ist Heulen und Emosein für dich als hilfloses Weibchen eine echte Herausforderung.“, fragte er leise, sah in ihr verweintes Gesicht.

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Natürlich sieht Sung beim Heulen auch nicht so aus:



Sondern so:



„Ich laufe selber“, nuschelte sie, machte jedoch keine Anstalten sich zu erheben. Dazu war sie einfach zu BAWWWWW AAAAAAAAAAAARM.

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Auch als sie drei Minuten später, in denen Sung wieder dazu übergegangen war, zu schielen und zu sabbern, noch auf der selben Stelle saßen, griff er sanft nach ihren Kniekehlen und hob sie hoch. Zu heulen schwächte das arme Weibchen einfach so, dass klar war, dass sie nicht mehr selbst gehen konnte, aber was war sie tapfer dafür, dass sie es behauptete – selbst wenn sie dann keinen versuch unternahm, es auch dann auch wirklich zu tun!

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Sie tut nichts, um doch noch zu verhindern, dass er sie jetzt dafür trägt, dass sie einen schlechteren Tag hat, als ihr überhaupt zusteht, sondern kuschelt sich sogar noch an ihn. Ich vermute, sie ist eigentlich längst über den Tod ihres Vaters hinweg und tut nur so, als würde es ihr gar schröckeliches Leid bescheren, weil sie eine Aufmerksamkeitshure ist. Deswegen heißt sie dieses Verhalten auch bei Socke gut. Mir tut Klo leid, der ist jetzt von zwei manipulativen Miststücken umgeben, die pfoll arm tun, damit er sich dann emotional und sogar körperlich für sie verausgabt.

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Im Ehebett angekommen, kuschelt sich natürlich die schlafende Socke an die beiden, obwohl sie gerade vor Fieber noch fast verglüht wäre und die Minusgrade-Nachtluft genossen hat.

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Klo löscht die Kerzen und alle kuscheln.


„Geht es wieder?“, flüsterte er, um Ahsoka nicht zu wecken.
Er hörte sie einmal schniefen, ehe sie mit einem ‚Naja, jetzt tu mal nicht so, als hättest du mir irgendwelche großartigen Leistungen erbracht, dass sich das legt‘ antwortete.

Für das Schniefen und die Weinerlichkeit kriegt auch Sung ausnahmsweise einen von denen hier:

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Vorsichtig beugte er sich zu ihr vor, darum bemüht, Ahsoka nicht zu verletzen, die schließlich so Feenhaft™ war, dass sie schon zu bluten anfing, wenn man sie nur zu lange anstarrte (aber einen Monat nackt und ohne Essen durch den Wald rennen war okay), ehe Plo seine Lippen auf Shaaks legte, weil erst die Lippen auf ihre zu legen und sich dann zu ihr zu beugen irgendwie doof war. Ihre Finger vergruben sich in seinen schulterlangen braunen Haaren.
Seid ihr irgendwie unfähig, euch zu berühren, ohne gleich kurz davor zu stehen, das Knattern anzufangen?!

Noch ein bisschen Starker-Mann-und-zartes-Weiblein-Gequatsche. Socke ist klein. Man schläft. Pardon, „erliegt dem Schlaf“.

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Am folgenden Morgen ist es bereits hell, als Sung aufwacht. Am 25. Dezember. Sprich, sie hat gerade die ganze Hausarbeit und wohl auch ihren Teil der Arbeit in der Bäckerei verpennt, die Klo dann vermutlich für sie übernehmen musste, (Ganz zu schweigen vom Kirchgang – was sollen die Nachbarn denken?!) und das nur, weil sie ein bisschen emo war. Aber wichtig zu erwähnen: Socke ist. Sie ist einfach.


[I]hre Haare kämmte sie bloß, ließ sie wellig ihren Rücken runtergleiten.
Mittlerweile wisst ihr ja sicher, wie man Frauen nennt, die damals ihre Haare offen und unbedeckt getragen haben, also jetzt alle zusammen: PROS-TI-TU-IER-TE :D :D :D

Ihre blau-violetten Augen besahen sich noch einmal Ahsoka, die braunen jedoch schielten schon nach der ganzen Arbeit, die sie versäumt und jetzt noch zu verrichten hatte.

Socke ist

Tlein und füf: IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII II

und Sung geht nach unten, wo sie ihre Mutter erwartet, um mit der zusammen weiterhin emo sein zu können.

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Sie sah aus dem Fenster, sah die weißen Flocken, welche langsam zu Boden tanzten. Noch immer konnte sie nicht glauben, dass Ahsoka einen Monat durch diese Kälte gelaufen war.
Da bist du nicht die einzige, Sung. Wir auf verreiss_mich können das auch nicht.

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Sie spürte einen leichten Druck an ihrem Bein, sah nach unten und erkannte Ahsoka, welche ihr Bein dryhumpte wie ein ralliger Hund und dabei ebenfalls aus dem Fenster sah.
„Ich mag keinen Schnee“, nuschelte sie.

Zusammengefasst: Socke, die eben noch tief und fest geschlafen hat, ist mit einem Mal aufgewacht und war gesund und kräftig genug, nach unten zu gehen, wo sie eine Frau, mit der sie bislang kaum Interaktion hatte und von der sie angeblich immer noch fürchtet, sie würde sie verstoßen, spontan knuddelt, während erst einen Monat zuvor ihre Eltern gestorben sind, und das allererste, was sie äußert, ist Gemotze.
Meine Theorie ist, dass sie eine Erwachsene ist, die sich nur als krankes Kind verkleidet hat und jetzt versucht, sich mit allen (auch widersprüchlichen) Mitteln wie ein Kind zu benehmen, ohne jedoch viel Ahnung vom Benehmen von Kindern zu haben, das sie in erster Linie aus Büchern und Filmen kennt. (Ja, Filmen, denn zur Zeit der französischen Revolution spielt das hier auch nicht.)




Bei diesen Worten musste Shaak kurz lachen, weil es so lustig und putzig war, wenn ein niedliches Kind ein Trauma davongetragen hat, hob das kleine Mädchen hoch und sah ihr in die Augen.

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Und… IHM. Du schaust DEM kleinen Mädchen in die Augen. The pet peeves. They burn.


„Kann ich verstehen, nachdem du direkt nach deiner Verwaisung eine unmöglich lange Zeit ohne Nahrung durch die Wildnis gelaufen bist, haha. Shit happens, was?“, lächelte sie.
„Warum bist du traurig?“, fragte Ahsoka schließlich und sah die Erwachsene mit großen blauen Augen an.

Tlein und füf und auffallend einfühlfam für ein viajähwidef Tind: IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII

Sung steht kurz vor einem Heulanfall.

Dramalamafarmer: IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII III


Ahsoka konnte davon nichts wissen, sie war erst neun Tage bei den Fourniers.
...wisst ihr was? Ich versuche nicht mal, mir vorzustellen, wie diese Zeitlinie Sinn macht.

„Weil ich heute vor vielen Jahren auch meinen Vater verloren habe“, erklärte sie.
Ja, schütte einem frisch verwaisten, traumatisierten und bis vor fünf Minuten noch sterbenskranken Kleinkind dein Herz aus, statt einfach zu sagen „Nicht so wichtig“ oder „Bin ich doch gar nicht“ oder „Weil ich will, dass Frühling kommt“. Ziehmutter des Jahres.

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„Ist dein Papa auch oben beim Mann im Himmel und passt auf dich auf?“, fragte Ahsoka weiter.
Ich will mal angemerkt haben, dass dieses klebrig-süße „Mann im Himmel“-Gebrabbel völlig ohne Kontext erfolgt. Kein einziges Mal betet Socke, bezieht sich auf die Bibel, erzählt von einem Heiligen, spielt das Kirchenliederbuchspiel (Du nimmst den Titel eines Liedes im Kirchenbuch und fügst "im Bett", "außer im Bett" oder "in seiner/meiner Hose" an und freust dich dann, dass es voll schweinisch klingt. Herr, wir sind Brüder. So groß ist der Herr. Nun komm, der Heiden Heiland. Höhö.) oder lässt sonst irgendwie durchblicken, dass sie wirklich so gottergeben und frommherzig ist, wie sie es bei diesem Zuckerpamp impliziert. Es ist fast, als würde sie das nur sagen, um putziger zu wirken, bzw. als würde eine Autorin, die weder von praktizierter Religion (besonders zur besagten Zeit, im besagten Land) noch von Kindern viel Ahnung hat, versuchen, sie putzig wirken zu lassen…

Und dann heult Sung los und Socke ist mal wieder

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AND NOW FOR SOMETHING COMPLETELY DIFFERENT


„Euer Hoheit. Uns hat gerade eine Nachricht erreicht“, meldete einer der Bediensteten und eilte auf Ludwig XVI. zu.

Ja. Irgendein random „Bediensteter“, wohl der Kackstuhlputzer oder so, wedelt jetzt mit irgendeiner random Nachricht vor König Ludwigs Gesicht, weil es sicher so aufregend ist, wenn das Königshaus sowas kriegt. Passiert ja sonst nie. Offenbar weiß der König auch, wer die Fourniers sind und entscheidet, dass Socke diese Angelegenheit wichtig genug ist, dass er sich das persönlich besieht. Aber wo findet man sie?

„In Paris, direkt in der Nachbarstadt. Ich kenne ja Euren Ruf, Majestät, und es ist nicht auszuschließen, dass Ihr außerhalb von Versailles absolut nichts in diesem Lande kennt“, kam die Antwort.

Also beschließt König Ludwig, direkt am Folgetag unangemeldet in irgendeiner Bäckerei in Paris aufzukreuzen. Meh. Ist auch nicht unrealistischer als der andere Käse in diesem Meisterwerk.
Am Folgetag (Japp, dass Weihnachten war, war jetzt echt nur relevant, damit Sung romantischer und kitschiger über den Tod ihres Vaters jammern kann) benimmt sich Socke mal wieder wie ein Baby und die Autorin schreibt Sachen ab, deren Bedeutung sie nicht kennt.


Wie in eine andere Welt versetzt ging Ahsoka durch die Bäckerei von Plo, welcher ungeduldig auf seinen Lehrlinge wartete, die gerade zweiwöchige barocke Weihnachtsferien gehabt hatten.
„Wie in eine andere Welt versetzt“, weil…? Und das merkt man an…? Und das hat die folgende Relevanz…? Und das hat die Autorin gelesen und für wohlklingend befunden in…?

Kichernd sah Ahsoka in den steinernen Ofen, sagte leise ‚Hallo‘ in diesen und konnte ihr Echo kurz vernehmen, ehe die züngelnden Flammen ihr Gesicht fraßen.

Für dieses Verhalten von einem TRAUMATISIERTEN UND GERADE NOCH STERBENSKRANKEN KIND gibt es wieder einen von denen:

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Klo findet das voll cuuuuuuuute und hält Socke dann ans Fenster, wohl damit auch der Rest von Paris von der aus ihrem Arsch scheinenden Sonne erleuchtet wird.

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Einmal für das Gutschiguh, einmal fürs Herumtragen (Die ist vier und kein Baby, dammit!).


„Auf wen wartest du?“, fragte sie kindlich und spielte dabei mit ihren Fingern.
Liegt es an mir, oder steht da fast wörtlich, dass sie sich mit Absicht so benimmt?

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Klo antwortet, er würde auf seine Lehrlinge warten, und streichelt Socke dann über ihre blonden, blonden Löckchen.

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Schließich kommen die Lehrlinge an. Sie sind Brüder. Sie wohnen nicht bei ihrem Lehrmeister. Der gleich zwei hat. Die ihre Mäntel an Haken hängen wollen. Ah, und sie heißen Rex und Cody.
I just.



Ich nenne sie jetzt Bello und Kot. Der Depp ist allerdings zu deppert, den Haken zu treffen (???), und wirft seinen Mantel stattdessen cuuuuuuuuuutesy auf Socke.


„Hey!“, kam es gedämmt unter dem Stück Stoff hervor, worauf dem Blonden ein ‚Ups‘ entfuhr.
Schnell nahm er den schweren Stoff vom kleinen Körper und lächelte das Mädchen darunter entschuldigend an, diese verschränkte jedoch beleidigt ihre Arme.

Aaaaaaaaaaaaaaaawwwwwwwwwwwwwwwww ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ *KOTZ*

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Merkt man nicht gleich, wie schwach die arme Kleine und wie hart ihr Leben bis gestern war und was für schwere Probleme sie hat, anderen zu vertrauen?
Und jetzt gibt es auch noch Epitheta! Denn wenn diese Geschichte etwas noch dringendst gebraucht hat, waren die es!


Ein kleines Lächeln bildete sich auf den schmalen Lippen des Kindes, ehe sie ihre Hände hinter ihren Rücken versteckte und mit ihren Füßen hin und her wippte.
KLEIN KLEIN KLEIN KLEIN KIND KIND KIND KIND

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Ehrlich, die erfüllt exakt alle Punkte auf der „Niedliches Kind“-Checkliste – und nicht mehr. Die MUSS ein Roboter sein!
Statt sich nützlich zu machen, holt sich Socke einen
Hocker mit drei Beinen, wobei die Anzahl der Beine natürlich hohe Relevanz hat, stellt den allen in den Weg und schaut allen anderen beim Arbeiten zu. Dann jedoch stürmt Sung, die wohl bisher zu beschäftigt mit Heulen war, um sich um Socke kümmern zu können, plötzlich in die Bäckerei. Armer Klo.

Die Kleidung vor ihrem Dekolleté sprang aufgeregt auf und ab.
...die was vor ihrem was tat was?



„Wo ist Plo?“, fragte sie nervös.
Beide, einschließlich Ahsoka, die mit einem der beiden verschmolzen war, denn sie war das Ding aus einer anderen Welt, zeigten in den neben Raum, in welchem der Braunhaarige gerade verschwunden war.

Statt zu arbeiten, versuchen Socke, Bello und Kot, Sungs und Klos Gespräch zu lauschen.

Nur wenige Zeit später kamen die beiden Erwachsenen aus dem Nebenraum, wobei Shaak noch immer wie aufgelöst schien, denn sie war nicht wirklich aufgelöst, sondern tat nur so in der Hoffnung, dass Klo sie wieder trug.

Shaak griff Ahsoka währenddessen unter die Schulter und setzte sich das kleine Mädchen wieder auf die Hüfte.
Als jemand, der für eine Weile in einem Kindergarten gearbeitet hat, kann ich euch versichern, dass es erstens pädagogisch nicht gerade wertvoll und zweitens auch wortwörtlich SCHWER ist, ein Kind von fast fünf Jahren so herumzutragen. Die führen sich hier auf, als wäre Socke erst vier Monate alt!

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Und sie ist KLEIN KLEIN KLEIN und guckt arm.

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Und kurz darauf wurde das Mädchen vor der Kälte im weiten Mantel von Shaak versteckt und dann in eine Krippe gelegt, worauf sich Sung und Klo Bettlaken anzogen und den Lehrlingen je ein Ochsen- und Eselskostüm reichten und sie anhielten, sich vor Socke zu verbeugen.

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Klar, als Bäckersweib hat man ja mal eben das Geld für ewigst viel Stoff für einen romantischen weiten Mantel.

Die Lehrlinge sind verwirrt und damit endet die Geschichte.
Ergebnis:

Dramalamafarmer: 111 – fast eine Vervierfachung im Vergleich zum letzten Mal!
Tlein und füf: 56 – das ist das Dreieinhalbfache im Vergleich zum letzten Mal!

Man möchte gar nicht darüber nachdenken, wie das weitergegangen wäre. Aber es konnte ja auch nicht weitergehen, weil Socke ja mittlerweile alles auf der „Niedliches Kindilein“-Checkliste getan hat. Ich würde ja wieder eine konstruktive Alternative bieten, aber leider ist so wenig passiert, dass sich das nicht lohnt, also will ich stattdessen ein Positivbeispiel liefern. Es stammt aus Magda Trotts (Eine nazihassende Feministin) in den 1920ern erschienenem Roman „Pommerle“. Der Titelcharakter, eigentlich Hannah, ist etwas älter als Socke (sechs oder acht, iirc), als sie ihren Vater verliert und mit ihren Zieheltern, Professor Bender und seiner Frau, von Pommern nach Schlesien zieht. Dort ist vieles neu für sie, so etwa das fließende Wasser, das Telefon, und dass eine gewisse Frau Krause der Familie aufwartet.
Eines Tages klingelt es an der Tür und Magda Trott zeigt wunderbar, wie man ein Kind als niedlich charakterisiert und dabei die Leser unterhält:


Ein Herr stand draußen, der das Kind fragend anschaute.
»Ach so, du bist die kleine Pflegetochter des Herrn Professor?«
»Nein, ich bin das Pommerle.«
»Ganz recht, so nimm diese Karte und sage dem Herrn Professor, daß ich meine Aufwartung machen möchte.«
Pommerle reichte dem Herrn die Karte wieder hin und sagte laut und vernehmbar: »Du kannst wieder gehen, deine Aufwartung brauchen wir nicht.«
»Nanu?«
»Wir haben die Frau Krause, und die bleibt bei uns.«
Damit drängte Pommerle den Herrn ziemlich energisch zurück, machte die Tür zu und drehte sogar noch den Schlüssel in dem Schlosse um.
Medizinalrat Mittmann war wenige Augenblicke erstaunt, dann begriff er. Er lachte draußen so laut auf, daß es Pommerle noch hörte.
Das kleine Mädchen eilte rasch zu Onkel Bender und sagte aufgeregt: »Du, Onkel, da draußen ist noch einer, der die Teppiche klopfen will, aber das macht doch die Frau Krause weiter. Ich habe ihn weggeschickt.«
»Ist's vielleicht ein armer, alter Mann gewesen, Pommerle?«
»Ja, ein alter Mann ist es gewesen.«
»Vielleicht hat er Hunger.«
»Ich geb' ihm ein Brot!« rief Pommerle begeistert. Schon eilte es davon, hinaus in die Küche und verlangte stürmisch von Auguste ein Butterbrot.
Medizinalrat Mittmann klingelte zum zweiten Male.
Wieder erschien Pommerle, öffnete die Tür einen kleinen Spalt und hielt ihm das Brot entgegen.
»Iß, du armer, alter Mann.«
Gänzlich verdutzt nahm der Medizinalrat das ihm aufgedrängte Brot entgegen, aber ehe Pommerle die Tür erneut schließen konnte, stellte Mittmann den mit einem Lackstiefel bekleideten Fuß dazwischen.
»Kann ich nicht den Herrn Professor für einen Augenblick sprechen, Kleine?«
»Der Onkel hat doch gesagt, ich soll dir ein Brot geben.«
»Nimm mal diese Karte und gib sie dem Onkel ab, ich werde so lange warten.«
Zögernd nahm Pommerle die Visitenkarte und trug sie dem Onkel ins Zimmer.
»Der alte Mann will nicht weggehen, er schickt dir diesen Zettel.«
Professor Bender warf einen Blick auf die Karte, las den Namen des Medizinalrates und rief entsetzt aus:
»Dem Herrn hast du das Butterbrot gegeben?«
»Ja, es ist dick gestrichen, er wird es gewiß schon gegessen haben.«
Professor Bender begab sich selbst in den Flur, eilte zu der halb geöffneten Tür. Dort stand feierlich im Besuchsanzuge der erst kürzlich nach Hirschberg gekommene Medizinalrat Dr. Mittmann, ein Butterbrot in den mit hellen Handschuhen bekleideten Händen haltend.
»Ich bitte tausendmal um Entschuldigung – –« Weiter kam der Professor nicht, denn beide Männer brachen in lautes Gelächter aus.


Das ist lustig und Pommerle ist süß und benimmt sich wie ein echtes Kind. Amen.
Tags: fandom : original : 451-500, genre : mary sue/gary stu : 901-950, jaeger : quillsinmyhair : 151-200, verrisse : 1501-1550
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